Mittwoch, 11. Oktober 2017

PNN (10.10.17)

Artikel aus den Potsdamer Neueste Nachrichten
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Spaß hatte auch Hauptdarstellerin Josefine Preuß – besonders während einer Szene, in der sie sich mit zwei Kollegen in einen alten Trabbi quetschen muss. Wegen einer Polizeikontrolle erfindet ihre Figur Anna eine dramatisch inszenierte Ausrede für die nicht vorhandenen Papiere. „Wir mussten dabei sehr viel lachen und es ist eine Wahnsinnsszene geworden“, so Preuß, die als Schülerin das Helmholtz-Gymnasium Potsdam besuchte. Überhaupt sei sie von dem Drehbuch zu „Vorwärts immer!“ sofort begeistert gewesen. „Es ist eines der besten, das ich seit langem gelesen habe“, schwärmt sie. Nicht nur, weil sie die komödiantische Sicht auf die DDR toll finde, sondern auch weil jede Figur mit sehr viel Respekt beleuchtet werde. „Jeder Beweggrund ist irgendwie nachvollziehbar“, sagt sie. „Man merkt, dass da ganz viel Herzblut drin steckt.“

Josefine Preuß steht am Scheideweg

Definitiv sind die Figuren eine Stärke des Films, oft kommt der Wunsch auf, ihre individuellen Geschichten noch etwas tiefer beleuchtet zu sehen. Josefine Preuß hat für Anna deswegen auch eine eigene kleine Hintergrundstory erdacht. „Für mich ist Anna zum Beispiel als Sternzeichen ein Zwilling“, verrät sie lachend. „Es zieht sie hierhin und dorthin, sie steht an einem Scheideweg, das passt gut.“ Mit ihrem Charakter könnten sich wahrscheinlich auch heute noch viele junge Frauen identifizieren, so Preuß. Vor allem sei er aber auch eine Chance für junge Leute ein Stück Geschichte kennenzulernen. „Viele Jugendliche wissen garantiert nicht mehr, wer Honecker war“, sagt sie. „Meiner Meinung nach ist der Film eine gute Motivation selbst mehr zu recherchieren."
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