Samstag, 30. September 2017

Freitag, 29. September 2017

Josi beantwortet eure Fragen

https://www.facebook.com/ZDF/videos/1491272737615017/Josefine Preuß beantwortet heute Abend ab 22:00 Uhr Eure Fragen zu "SCHULD II" auf der ZDF-Facebookseite.
Schreibt dort jetzt schon in die Kommentare, was Ihr von ihr wissen möchtet.

https://www.facebook.com/ZDF/videos/1491272737615017/

Nach dem Mord habe ich erst mal geheult (BBO)


Die Kurzgeschichte „Das Cello“ gehört zu den intensivsten Folgen der zweiten Staffel von „Schuld“. Josefine Preuß spielt eine verzweifelte Schwester, dessen Bruder sie zu einem Kapitalverbrechen verleitet. Die Schauspielerin verrät im Interview, wie nahe ihr die Rolle gegangen ist.


BBO: Was hat Sie an „Das Cello“ zuerst gepackt – die Geschichte selbst oder die Aussicht darauf, mit Hannu Salonen und einem bekannten Team zusammenzuarbeiten?

Josefine Preuß: Zunächst einmal habe ich die Bücher von Ferdinand von Schirach bereits vorher verschlungen. Nun ist „Das Cello“ tatsächlich eine Geschichte aus „Verbrechen“, wurde allerdings damals aus verschiedenen Gründen nicht mit in die Verfilmung hineingenommen.

Ich habe die Serie natürlich gesehen, weil ich mir alle Berben-Produktionen gerne anschaue. Das ist einfach qualitativ wertvolles Fernsehen. Auch in „Verbrechen“ gab es viele spannende Stories, aber „Das Cello“ war immer etwas Besonderes. Eigentlich hat „Das Cello“ alles einer griechischen Tragödie. Das hat mich dermaßen gepackt, dass ich mich bei dieser Rolle das erste Mal selbst mit ins Spiel gebracht habe. Normalerweise mache ich das nicht, aber Oliver Berben hat kurz überlegt und gesagt: Warum eigentlich nicht?
Natürlich hat es auch eine Rolle gespielt, dass ich gerade mit dem gleichen Team in Prag „Die Hebamme 2“ gedreht habe, also auch Hannu Salonen als Regisseur, Wolf Siegelmann an der Kamera und Oliver Berben und Jan Ehlert als Produzenten.



BBO: Nun sind die Geschichten von Ferdinand von Schirach ja fast schon skizzenhaft, fast völlig ohne Dialog. Wie präsent war die Kurzgeschichte für Sie am Set, und wie viel Interpretation hat gerade diese Erzählform für Sie zugelassen?


Josefine Preuß: Ich habe absichtlich die Kurzgeschichte vorher nicht mehr gelesen. Während der Drehzeit ist nur das Drehbuch meine Bibel. Tatsächlich wurde so die ganze Situation noch schlimmer als die Kurzgeschichte. Plötzlich wurden auch die Motive von Teresa greifbarer, gerade nach der Schockdiagnose, dass Teresas Bruder nach dem Unfall nicht nur das Bein verliert, sondern nach und nach auch seine Sprache und sein Gedächtnis.

Das war so intensiv, das ging einfach nur mit diesem Team. Hannu ist einfach ein sehr feinfühliger Regisseur, der seinen Blick überall hat und irgendwo alle seine Figuren liebt, auch wenn sie böse sind. Aber es war eine komplett andere Stimmung am Set. Bei „Die Hebamme 2“ haben wir herumgeflachst und schlechte Witze gemacht oder sind abends Bier trinken gegangen. Bei „Das Cello“ merkte man von Anfang an: Es war eine komplett andere Stimmung am Set. Es hat mit jedem etwas gemacht.


BBO: Bei so vielen intensiven Eindrücken – gab es überhaupt so etwas wie eine „schlimmste Szene“ für Sie?


Josefine Preuß: Ich bin nie frei nach Hause gefahren und habe „Feierabend!“ geschrien. Es blieb immer etwas hängen. Wie ist das möglich? Ich mag Teresa, ich will sie verstehen. Ich muss sie nicht verstehen als Darstellerin, aber ich will sie verstehen. Ich kann mich an den Tag erinnern, als wir tatsächlich den Mord gedreht haben. Die Szene haben wir als eine der letzten Szenen gedreht, was gut war. Ich musste meinen Kollegen Louis ja auch erst mal kennenlernen, dass wir eine gute Beziehung aufbauen.

Wir haben das gedreht und er blieb relativ lang unter Wasser. Ich war schon am Wackeln: Soll ich jetzt abbrechen und ihn jetzt hochholen? Ich merkte, ich hatte komplett die Kontrolle verloren. Das ist mir noch nie passiert, und ich habe mich sehr gerne unter Kontrolle. Und ich musste plötzlich aus dieser Badewanne raus, nach nebenan, durchatmen und dann habe ich erst mal fünf Minuten geheult. Louis kam, hat mich in den Arm genommen, und hat gesagt, ich lebe, alles gut. Aber das war das erste Mal, dass ich gesagt habe: Ich kann nicht mehr. Und das geht eben am Set nicht, weil man die Szene ja eventuell aus einer anderen Perspektive nochmal spielen musst.


BBO: Nun ist die Beziehung zwischen Theresa und ihrem Bruder Leonhard ja eine ganz besondere Verbindung. Aber es ist ja keine Liebesbeziehung im erotischen Sinne. Wie sehen Sie das Verhältnis zwischen Theresa und Leonhard?


Josefine Preuß: Es ist sicher keine sexuelle Beziehung, aber es ist definitiv mehr und geht über eine normale Beziehung zwischen Schwester und Bruder hinaus. Auch wenn es mehr von Leonhards Seite ausgeht, untergrabt Theresa das aber auch nicht. Dazu muss man sagen: Leonhard war von Anfang an der Looser für den Vater und wird nur niedergemacht. Er kann nichts, er ist ein Schlaffi, und dann fragt sich der Vater auch noch, ob Leonhard überhaupt von ihm ist. Jeden Tag so den Spiegel vorgehalten zu bekommen, bedeutet für Leonhard, dass er nichts anderes hat als Theresa. Die beiden sind eine moderne Variante von Hänsel und Gretel, die alleine durch den fremden Wald wandern, Kinder, die sich an die Hand nehmen und nur sich haben. Das war für mich immer dieses Bild, was ich von den beiden hatte.


BBO: Nun wendet sich die Geschichte ins Dramatische, als Theresa beginnt, für ihren Bruder Cello zu spielen. Wie kann es sein, dass Leonhard sich plötzlich daran sexuell erregt, dass seine Schwester Cello spielt und sich schließlich sogar dabei auszieht? Nimmt er sie dabei überhaupt als seine Schwester wahr?


Josefine Preuß: Doch, er weiß immer, wer sie ist. Es fängt ja so an, dass Theresa auf einmal die Idee hat, ihm etwas Gutes zu tun und für ihn zu spielen. Sie hat monatelang kein Cello gespielt. Und jetzt holt sie diesen staubigen Cellokasten wieder raus und spielt für ihn. Und als sie die Suite Nummer 3 spielt, sagt er plötzlich „Tessa“. Und vorherkonnte er sich nicht an Milch, Butter oder Banane erinnern. Aber dann hört er diese Musik und sagt einfach „Tessa“. Das ist ein Streichholz, an das sie sich klammert. Das ist das Gefühl, dass er wiederkommt und dass sie ihn zurückholen kann. Sie erkennt plötzlich, dass er weiß, wer sie ist.

Dass es dann so weitergeht – ich weiß nicht, warum sie das tut. Ist es, weil er wahrscheinlich eh Jungfrau war oder weil sie sich für ihn wegen des Flirts mit den beiden Mädchen gefreut hat? Sie weiß, dass er Jungfrau ist, er wird niemals eine normale Beziehung haben, er wird niemals ein normales Sexleben haben. Sie sind beide Opfer in ihrem eigenen Schicksal. Und wenn man dann weiß, dass „Das Cello“ eine der Geschichten ist, die noch am nächsten an der Wahrheit ist, dann nimmt einen das ganz schön mit.


BBO: Irgendwann bricht aber auch Theresa zusammen. Ist das die Wende in der Beziehung zu ihrem Bruder?


Josefine Preuß: Nein, das war eine Szene, um mal zu zeigen, wie stark sie eigentlich immer war. Sie hat das Haus eingerichtet, sich nur um ihn gekümmert und hatte nur ein paar Stunden eine Pflegehilfe, um einem Job nachgehen zu können, den man im Film aber auch nie sieht. Sie hat ihre eigenen Träume vom Musikkonservatorium aufgegeben, alles nur für ihn.

Die Szene, in der Theresa selbst zusammenbricht, war so gar nicht geschrieben. Ich wollte sie aber so einmal spielen. Ich hatte das Gefühl, dass die Szene jetzt körperlich werden muss. Die Situation muss sie sichtbar überfordern. Wenn man sein ganzes Leben aufgibst für einen Pflegefall, muss es vielleicht auch für den Zuschauer einen Punkt geben, an dem er versteht, dass sie einmal loslässt und sagt: Ich kann nicht mehr. Das ist ein Ausraster, aber das bekommt Leonhard ja gar nicht mit in seinem Anfall. Ich hätte es vielleicht noch extremer spielen sollen. Vielleicht hätte ich ihm wirklich eine knallen sollen – um es sofort danach wieder zu bereuen, weil es ja der liebe Bruder ist. Aber er schreit sie ja auch an und beschimpft sie. Es muss klar, dass es körperlich und geistig unglaublich anstrengend ist, einen solchen Pflegefall zu betreuen.


BBO: Bei all diesen furchtbaren Schicksalsschlägen – halten Sie Theresa für schuldig?


Josefine Preuß: Natürlich stellen wir uns die Frage nach der Schuld außerhalb des Gesetzbuches. Dass der Mord grundsätzlich ein Verbrechen ist, ist klar. Es ist Mord aus Heimtücke. Sie hat ihn mit Schlafmitteln gefügig gemacht und ein vollständiges Geständnis abgelegt. Mord aus Heimtücke heißt in Deutschland sieben bis 15 Jahre Gefängnis.
Viele sagen, Theresa mordet aus Mitleid. Aber das ist mir zu einfach. Das ist kein Mord aus Mitleid. Mitleid hat keine behinderte Person dieser Welt verdient, egal ob körperlich oder geistig behindert: Ist es aber Mord aus Liebe? Oder einfach eine Schmerzbefreiung? Ist es nicht ein Symbol ihres eigenen Schmerzes, den sie loswerden will? Das war mir auch in der Inszenierung so wichtig. Da habe ich lange mit Hanno darüber geredet. Auch wie sie das Geständnis ablegt, so ganz maskenfrei. Ich war schon in der Rolle und Theresa wusste nach dem Geständnis, was sie dann machen wird. Das darf nur der Zuschauer nicht wissen. Aber so, wie ich Teresa spielen wollte, war klar: Ihr Geständnis ist schon ein Abschiednehmen von der Welt. Denn ohne die zweite Hälfte deines Herzens kannst du auch nicht überleben.


BBO: Vielen Dank für das Gespräch!
Quelle:  Bestseller Books Online 

Düstere Rolle (Focus)


Ist juristische Schuld auch moralische Schuld? Diese Frage steht im Zentrum der ZDF-Reihe „Schuld“ nach Ferdinand von Schirach. In der neuen Folge „Das Cello“ ist Schauspielstar Josefine Preuß am Freitagabend (21.15 Uhr) in einer Rolle zu sehen, die ihr sehr nahe ging: Eine junge Frau tötet ihren geliebten Bruder, der nach einem Unfall nicht mehr derselbe ist. FOCUS Online sprach mit Preuß.


FOCUS Online: Frau Preuß, was war für Sie an der Rolle der Tessa die größte Herausforderung?

Josefine Preuß: Ich habe die Bücher von Ferdinand von Schirach schon früher verschlungen – und „Cello“ war eine meiner absoluten Lieblingsgeschichten. Der Autor hat die Essenz selbst einmal sehr treffend auf den Punkt gebracht: Alle Geschichten sind wahr, aber nicht real.

In der ersten Staffel von „Schuld“ wurde „Cello“ leider nicht mitverfilmt – wobei sich das im Nachhinein als Glück für mich herausstellte. Selbst beim Lesen ist sie schon so intensiv. Und es ist im Grunde eine griechische Tragödie: Auf der materiellen Ebene hat die Familie alles, vom Schicksal wird sie getreten. Wie ich zu der Rolle gekommen bin, ist eigentlich eine lustige Geschichte – ich habe mich quasi selbst beworben (lacht).


FOCUS Online: Wie genau?

Josefine Preuß: Wir haben in Prag gerade die „Hebamme 2“ gedreht und der Produzent Oliver Berben, der auch für „Schuld“ verantwortlich ist, hat uns am Set besucht. Mit halbem Ohr habe ich gehört, dass er über die Besetzung von „Cello“ spricht – also habe ich mich einfach selbst ins Gespräch gebracht, ich konnte nicht anders.

Ich bin sehr dankbar, dass ich diese wundervolle Rolle nun spielen durfte. Was mich besonders fasziniert: „Cello“ zeigt vieles, das in Tessas Innerem stattfindet ohne große Dialoge. Es ist einfach pur und ehrlich. Die Geschichte ist tragisch, die Charaktere sind verzweifelt, aber es ist auch eine sehr berührende Geschichte.

Wenn ich mir die Folge ansehe, sehe ich nicht mich. Ich habe das Gefühl, ich bin völlig zu Tessa geworden. Im Grunde ist „Cello“ eine verlorene Variante von Hänsel und Gretel. Zwei Geschwister, die Hand und Hand mutterseelenallein durch den Wald gehen und auf Rettung hoffen.


FOCUS Online: Wie haben Sie am Set die nötige Vertrautheit geschaffen, so dass Sie sich in der Rolle haben fallen lassen können?

Josefine Preuß: Ich kannte meinen Filmpartner Louis Hofmann vorher tatsächlich nicht persönlich, nur seine Arbeit. Ich habe ihn zum Beispiel in „Land of Mine“ gesehen, dort fand ich ihn sehr beeindruckend.

Wir haben uns beim Dreh in Lissabon das erste Mal kennen gelernt und es war gleich eine Verbindung da. Wir hatten einen tollen, freundschaftlichen, aber auch sehr professionellen Zugang zueinander.

Und er ist hervorragend auf mich eingegangen. In der Szene, in der Tessa ihren Bruder ertränkt, hatte ich zum Beispiel sehr mit mir zu kämpfen. Und ich muss sagen: Louis hat mich gerettet. Er hat mich in den Arm genommen, quasi auf mich aufgepasst. Das war ganz skurril, schließlich war er in der Sequenz ja das eigentliche Opfer.


FOCUS Online: Inwiefern ist Tessa unschuldig, inwieweit schuldig?

Josefine Preuß: Sie hat einen Mord aus Heimtücke begangen, daran gibt es kein Rütteln – aus dieser Perspektive ist sie also schuldig. Bei so einer Tat drohen zwischen sieben und 15 Jahren Gefängnis. Und Mord bleibt Mord.

Aber: Ihre Beziehung zu ihrem Bruder ist total vertrackt. Wir haben es im Film nur angedeutet, aber von ihrem Bruder geht eine Form des sexuellen Missbrauchs aus. Auch, wenn Tessa diesen nicht untergräbt. Ich habe Tessa für mich so gespielt, dass sie ohnehin weiß, wie es für sie nach der Tat ausgeht. Dass es kein Zurück gibt. Und ich muss sagen: Ich verstehe diese Figur. Mitleid mit ihr zu haben, wäre zu einfach. Es ist die totale Überforderung. Sie hat einfach keine Kraft mehr.

Ich glaube, dass jeder Mensch etwas Dunkles in sich trägt. Und unter besonderen Umständen kann diese extreme Emotionalität aus uns allen ausbrechen. Trotzdem bin ich froh, dass „Cello“ so angelegt ist, dass sich jeder Zuschauer seine eigene Meinung von Schuld oder Unschuld schaffen kann.


FOCUS Online: Was bedeutet für Sie Schuld?

Josefine Preuß: Das ist ein großes Wort. Ich würde sagen, es betrifft einen immer persönlich. Die eigene Schuld wiegt am stärksten, das, was wir selbst verantworten müssen.


FOCUS Online: „Cello“ ist thematisch harter Tobak – wie konnten Sie das für sich angenehmer machen?

Josefine Preuß: Das Team kannte sich – wir haben auch zusammen die beiden „Die Hebamme“-Teile gedreht. Die Vertrauensbasis war also gegeben. Und Drehzeit ist Lebenszeit, man kann nicht den ganzen Tag tieftraurig verbringen. Also hatten wir hinter der Kamera in den Pausen viel Spaß – da war das ganze Team wie ausgewechselt.

Aber alle haben gemerkt, was dieses Familiendrama mit einem macht - man kann die düsteren Töne nach Feierabend nicht einfach abschütteln. Also haben wir viel zusammen unternommen, um runterzukommen und zu vergessen. Ein Vorteil: Während der Dreharbeiten war gerade EM. Und wenn ein Spiel war, haben wir das zusammen geschaut, gegrillt und Bier getrunken. So kam die Normalität schnell wieder zurück.


FOCUS Online: Sie haben vier Jahre Violine gespielt – spielen Sie das Cello im Film auch selbst?

Josefine Preuß: Nein, das war gespielt. Aber ich hatte tatsächlich Unterricht. Während der Vorbereitung auf die „Cello“-Dreharbeiten habe ich parallel „Das Sacher“ in Wien gedreht. Ich habe in dem Film eine ungarische Prinzessin gespielt, und war sowieso in einer sehr klassischen Stimmung. Ich war von antiken Gebäuden umgeben, habe nur Bach gehört.

Da passte „Das Cello“ ganz wunderbar herein. Also hat mir mein Cello-Lehrer nach Feierabend Stunden gegeben. Ich wollte das Spielen eigentlich nur imitieren, aber er bestand tatsächlich darauf, bei Null zu beginnen. Wie halte ich das Instrument richtig, wie zupfe ich die Seiten – alles von Grund auf.

Aber wir hatten leider nicht viel Zeit zusammen. Und ich brauchte ein Erfolgserlebnis und war kurz vor der Verzweiflung. Also habe ich mir Youtube-Tutorials angeschaut (lacht). Allerdings wollte ich beim Üben meine Nachbarn in Wien nicht nerven, denn es klang einfach schrecklich.

Ein Bekannter hat mir dann den rettenden Tipp gegeben: Wenn man die Cello-Saiten mit Tesa abklebt, geben sie keinen Ton mehr von sich. Am Ende war ich sehr zufrieden mit mir – und die Produktion wohl auch. Beim „Cello“-Dreh in Berlin hatten sie für die Großaufnahmen eine Dame von der Musikschule als Double engagiert. Aber weil ich meine Sache ganz gut gemacht habe, kam sie nicht zum Einsatz.


FOCUS Online: Sind die Zeiten der Teenie-Komödien jetzt endgültig vorbei oder könnten Sie sich das noch einmal vorstellen?

Josefine Preuß: Das würde ich nicht ausschließen. Ich unterhalte die Menschen gern und die Abwechslung macht es. „Cello“ ist natürlich ein Wahnsinns-Drama, aber ich bin Komödien nicht abgeneigt. Demnächst bin ich zum Beispiel in der DDR-Verwechslungskomödie „Vorwärts immer“ zu sehen. Und: Menschen zum Lachen zu bringen ist wesentlich schwieriger, als sie zum Weinen zu bringen. Deswegen sind auch Komödien für einen Schauspieler eine Herausforderung.


FOCUS Online: Sie haben viele Kollegen, die Regie führen – Sie haben das in einem Interview neulich abgelehnt. Warum?

Josefine Preuß: Ich schließe Regie für mich aus, weil ich es mir nicht zutrauen würde. Ich würde ewig casten, um die perfekte Besetzung zu finden und am Set gar nichts mehr machen zu müssen (lacht). Aber ich mag es, wenn Regisseure wirklich mit einem arbeiten und nicht sagen, „Jetzt mach mal“. Ich wäre wohl eher der letzte Typ – deswegen möchte ich das nicht machen.

Aber ein paar Flausen hat man natürlich im Kopf. Ich würde nicht pauschal ausschließen, zu produzieren. Gefühlt habe ich lange genug in der Branche gearbeitet und bin in ihr groß geworden. Aber schauen wir mal – ich bin da noch jung!


Quelle: FOCUS

Jeder kann zum Täter werden (SpotOnNews)

Inhalt bereitgestellt von
In „Schuld nach Ferdinand von Schirach“ wird Josefine Preuß zur Mörderin. Im Interview erzählt sie, warum die Rolle sie zum Weinen brachte.
Was macht man, wenn der eigene Bruder einen Unfall hat - und danach nicht mehr derselbe ist? Um diese schwierige Frage geht es in der Folge „Das Cello“ der ZDF-Serie „Schuld nach Ferdinand von Schirach“, die am Freitag um 21:15 Uhr ausgestrahlt wird. Josefine Preuß (31, „Türkisch für Anfänger“) verriet im Interview mit spot on news, wie schwer ihr die Rolle gefallen ist, wie sie mit Nacktszenen umgeht und, ob jeder zum Mörder werden kann.
Ihre Rolle Teresa Tackler gibt sich selbst komplett auf, um ihren kranken Bruder Leonhard zu pflegen. Sie haben selbst eine Schwester - könnten Sie sich vorstellen das Gleiche für sie zu tun?
Josefine Preuß: Diese Frage will ich mir eigentlich gar nicht stellen. Meine Schwester ist nur drei Jahre älter und kerngesund, ich will mir gar nicht ausmalen, was wäre wenn. Aber natürlich steht die Familie für mich über allem. Egal wo ich auf der Welt bin, ich wäre innerhalb 24 Stunden immer da.
Die Geschichte von "Das Cello" geht einem sehr nahe, beschäftigt einen auch nach dem Film. Konnten Sie das nach dem Dreh beiseitelegen oder nehmen Sie so etwas mit nach Hause?
Preuß: Bei andern Projekten kann ich das super ablegen. Aber bei diesem Film hatte ich an einigen Tagen tatsächlich ein bisschen damit zu kämpfen. Es nimmt einen mit. Gerade die Anfangsszene, in der Teresa ihren Bruder umbringt hat mich sehr übermannt. Danach musste ich erst einmal fünf Minuten weinen und mich umarmen lassen. Da habe ich kurz die Kontrolle verloren.
Sind die intensiven Geschichten das Erfolgsgeheimnis hinter "Schuld"?
Preuß: Ja, die Geschichten mit unglaublichen Charakteren, außerdem ist es qualitativ sehr wertvoll gefilmt. Es nimmt aber vor allem mit, weil es nach wahren Begebenheiten ist. So etwas kann man sich gar nicht ausdenken. Das Leben ist noch viel krasser. Man kann sich gar nicht ausmalen, was es für dunkle Seelen in dieser Welt gibt.
Nach dem Unfall von Leonhard gibt es auch eine verstörende sexuelle Verbindung zwischen den Geschwistern und einige Nacktszenen. Kostet es Sie Überwindung, sich am Set auszuziehen?
Preuß: Daran gewöhnt man sich nie. Man hat keinen Schutz, keine Maske, sondern ist hilflos ausgeliefert. Weil ich das Drehbuch kenne, weiß ich aber auf was ich mich einlasse. Außerdem war der Umgang am Set höchst professionell. In dieser Geschichte sind die Nacktszenen einfach ein wichtiger Aspekt. Und im Endeffekt sieht man ja nichts, außer einen nackten Po.
Ihre Figur kann höchstens beim Musizieren abschalten und selbst das wird ihr im Laufe der Geschichte genommen. Wie entspannen Sie privat am besten?
Preuß: In einer gemütlichen Runde mit meinen Freunden mit einem schönen Wein und gutem Essen - das ist für mich Entspannung pur.

Glauben Sie, dass jeder zum Mörder werden kann?

Preuß: Ja, ich lege meine Hand ins Feuer: Jeder kann zum Täter werden. Es muss ja nicht gleich ein Mord sein. Wir sind Menschen voller Emotionen, sowohl die negativen als auch die positiven. Wir werden wütend, zornig, haben Rachegefühle.
 

Sonntag, 24. September 2017

Das Neue (23/2017)

Josefine Preuß im Gespräch mit "Das Neue" (Nr. 23 / 2017)

Samstag, 23. September 2017

Kölner Treff

Josefine Preuß war am 22.09.2017 zu Gast beim Kölner Treff.



Die gesamte Sendung zum Nachschauen:


Freitag, 22. September 2017

Bundestagswahl 2017

Die Bundestagswahlen stehen vor der Tür: Am 24. September wählt Deutschland einen neuen Bundestag! Warum es gerade in diesem Jahr so wichtig ist, von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen, erklären die Promis in einer Umfrage der Nachrichtenagentur spot on news.

Schauspielerin Josefine Preuß (31): "Generell muss man, finde ich, meine Generation und die danach darüber aufklären, dass es nicht nur um die Wahl geht, sondern auch um die Wahlbeteiligung. Man darf seine Stimme nicht verfallen lassen. Also: Wenn ihr keinen Bock auf die Wahl habt oder keine Partei das bietet, was ihr euch vorstellt, geht trotzdem hin. Macht den Wahlzettel meinetwegen unkenntlich oder schreibt 'Fuck you' drauf. Aber lasst eure Stimme nicht verfallen."

Freitag, 15. September 2017

ZDFneo / HR-Show: Get together

Auf dem Filmfestival Cologne findet am Do, 5. Oktober um 18 Uhr im Rosati ein exklusives Get Together von ZDFneo & der ZDF Hauptredaktion Show statt. Teilnahme nur auf Einladung möglich.

Was haben Jan Böhmermann & Josefine Preuß gemeinsam?
In der Kreativschmiede der Hauptredaktion Show des ZDF entstehen zahlreiche Formate für ZDFneo, darunter u.a. das „NEO MAGAZIN ROYALE“ mit Jan Böhmermann und die neue Sitcom „Nix Festes“ mit Josefine Preuß. Deshalb laden die beiden Bereiche in diesem Jahr gemeinsam Medienschaffende zu einem Kennenlernen der besonderen Art ein: Neben spannenden Einblicken in die neuen Dramaserien und Sitcoms von ZDFneo sowie die ersten internationalen Koproduktionen des Senders bekommen Content-Produzenten die Gelegenheit, sich direkt mit den TV-Machern auf Senderseite auszutauschen. Was macht Serienkompetenz und anspruchsvolle Unterhaltung im Free-TV aus? Welche Themen interessieren junge Zuschauer? Wie gelingt es, TV-Inhalte erfolgreich ins Netz zu verlängern?

Montag, 11. September 2017

Fotos "Der 7. Tag"

Erstausstrahlung: Montag, 23. Oktober 2017, 20:15 Uhr, ZDF

Fotos: © ZDF/Roland Suso Richter

Freitag, 1. September 2017

Post von Josi


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31.08.2017

Ihr Lieben,
nach unzähligen Nachfragen und um Mißverständnissen vorzubeugen, habe ich mich nun doch für ein Instagram Account entschieden.. Ihr findet mich da unter www.instagram.com/josefinepreussofficial ..., dies bin wirklich ich und betreibe es höchstpersönlich. Da das aber absolutes Neuland für mich ist, gebt mir bitte etwas Zeit, um mich da durch zu wurschteln. 😜
Liebe Grüße!