Donnerstag, 31. März 2016

Berliner Morgenpost (31.3.16)

Interview mit Josefine aus der Hamburger Morgenpost (31.3.16)

So war der Kuss mit einer Frau (GALA)

In "Lotta & der dicke Brocken" muss Josefine Preuß eine Frau küssen. Wie sich das angefühlt hat, erzählte sie im Gespräch mit GALA

Lotta ist zurück und damit auch Josefine Preuß in einer ihrer Paraderollen. Heute Abend läuft der fünfte Teil der beliebten Filmreihe mit dem Titel "Lotta & der dicke Brocken". Was genau dieser dicke Brocken ist und wie es für Josefine war, eine Frau zu küssen, erzählte die sympathische 30-Jährige im Interview mit GALA.

Das ist Ihre fünfte "Lotta"-Folge – Worauf können sich die diesmal Zuschauer freuen?
In dieser Folge kommen wir endlich mal wieder zu den Ursprüngen der verkorksten Familiengeschichte zurück. Lotta bewegt sich jetzt ein bisschen weg von ihrem Berufswunsch der Ärztin und rettet das Familienunternehmen vor der Insolvenz und da gibt es natürlich wieder jede Menge Missverständnisse.

Ist damit auch der große Brocken gemeint oder worauf genau spielt der Titel an?
In diesem Teil gibt es viele dicke Brocken, einer davon ist der Transport des millionenschweren Bildes, um das sie sich kümmern muss und der dann mal wieder gehörig schief geht. Der dickste Brocken allerdings ist Lotta selbst mit ihrem Helfersyndrom und ihrer Sturheit (lacht).

Wie fühlt es sich an, immer wieder in die Rolle zu schlüpfen?
Es ist durchaus von Vorteil, mit so einer Figur wie Lotta gemeinsam erwachsen zu werden. Bei ihr sind es zwar ganz andere Umstände, aber man kann die Figur ganz anders weiterentwickeln, eben weil man sie schon so sehr verinnerlicht hat. "Lotta" ist definitiv eines meiner Herzensprojekte. Diese Frau ist so cool und es gibt immer noch so viele offene Fragen. Sie kommt nie wirklich an, schlägt immer wieder Haken im Leben und ist noch lange nicht völlig erwachsen. Deswegen hoffe ich auch sehr darauf, dass wir noch ganz viele Teile drehen werden. Es wäre doch toll, wenn daraus eine lebensbegleitende Rolle entstehen würde.

Also geht es mit Lotta weiter?
Unbedingt, der Plan steht auch schon. Ungefähr im Spätsommer geht’s los und im April diesen Jahres gibt’s bestimmt schon eine neue Fassung. Ich bin auf jeden Fall für alle Schandtaten bereit.

Wie hat sich Ihre Figur über die Jahre hinweg verändert?
Die ersten Teile wusste Lotta gar nicht, wo sie überhaupt hingehört, was ihre Aufgabe ist und was ihr Beruf wird. In Teil 3 und 4 stellte sich dann heraus, dass sie Ärztin werden und Menschen helfen will. Im neuen Teil sieht sie es als ihre Aufgabe, die Familie wieder zusammen zu führen und dafür zu sorgen, dass es allen gut geht. Das ist ein großer Sprung für Lotta, denn zuvor hat sie sich nicht besonders für ihre Familie interessiert.

Sie spielen wieder eine Ärztin, durch die Hebamme haben Sie ja schon medizinische Erfahrungen gesammelt, konnten Sie darauf zurückgreifen?
Ein bisschen ja. Aber als Hebamme habe ich ja ganz andere Sachen gemacht, Lotta wird jetzt kein Kind auf die Welt bringen, sie ist ja Allgemeinmedizinerin. Dadurch, dass nur die ersten Szenen im Krankenhaus stattfinden, ist immer ein Fachberater vor Ort, der einem das schnell erklärt. Der Rest spielt dann eher in der Spedition.

Im Film gibt es einen Kuss zwischen Ihnen und Ihrer Kollegin Sylta Fee Wegmann. Wie war das?
Sylta und ich sind auch privat ganz tolle Freundinnen, wir kannten uns schon vorher, und daher war das total okay. Wir geben uns ja auch tagtäglich zur Begrüßung ein kleines Küsschen. Ich finde es toll, wenn in solchen Szenen eine große Vertrautheit besteht. Dadurch ist man viel eher in der Lage, den Schmerz und die Ablehnung darzustellen.

Wie genau liefen die Dreharbeiten für diese Szene ab?
Die Szene fand an einem See statt, zu der Zeit war es leider noch ziemlich kalt draußen, besonders natürlich das Wasser. Wir mussten den Sonnenuntergang abpassen und hatten nur zwei Kameras. Also, es war eher hektisch als romantisch.

Hat es sich anders angefühlt als mit einem Mann?
Nee, ein Filmkuss ist ein Filmkuss. Da ist es egal, ob das nun ein Mann oder eine Frau ist oder ob dich ein Hund abschleckt (lacht).

Hessische Allgemeine (31.3.16)

Interview mit Josefine Preuß in der Hessischen Allgemeinen (31.3.16)

Fotos "Lotta & der dicke Brocken"



BILD Berlin (31.3.16)

Josefine Preuß (30) erklärt, warum Nachwuchs bei ihr kein Thema ist
Kinder? Gerne! Aber bitte nur im Fernsehen 
Bild Berlin (31.3.2016)


In Sachen Karriere hat sie fast alles erreicht: Anfang des Monats kam ihr neuer Film „Zoomania“ in die Kinos, für den sie eine Synchronrolle übernommen hat. Kurz davor war sie in ihrer Paraderolle als Hebamme im TV.
Nur zum Thema Kinder hört man von Josefine Preuß nichts Neues. Und wenn es nach ihr geht, hat das auch noch Zeit. Uns erklärt sie, warum sie mit Kindern noch nichts am Hut hat. Dass ihr der Nachwuchs gut steht, kann man heute Abend (20.15 Uhr, ZDF) in „Lotta & der dicke Brocken“ sehen. Im fünften Film der ZDF-Reihe geht es darum, wie sie sich als junge Mutter einer Tochter schlägt.

Außerdem ist die Schauspielerin gerade dreißig geworden – ein gutes Alter zum Mamawerden. Oder?
„Bevor ich Kinder kriege, will ich noch ein bisschen reisen und die Welt sehen“, sagt sie. „Wenn ich heute ins Reisebüro gehe, dann frage ich immer nach kinder-unfreundlichen Hotels. Das hat nichts mit Kinderhass zu tun! Aber in Kinder-Klubs mit Animateuren kann ich später immer noch fahren, wenn ich dann wirklich selbst Kinder habe. Im Urlaub will ich entspannen. Da will ich einfach Ruhe.“

Zu Hause gehen derweil die Pflanzen ein. Denn Preuß kümmert sich gerade weder um Kinder noch um ihre Blumen.
Sie lacht: „Ich habe leider auch keinen grünen Daumen. Bei mir gehen sogar Plastikpflanzen ein.“

Wie erwachsen ist die Schauspielerin sonst?
Bis vor ein paar Jahren war es noch so, dass sie aufgrund Ihrer Größe (1,55 Meter) in der Kinderabteilung eingekauft hat und beim Weinkaufen an der Kasse ihren Ausweis vorzeigen musste.
„Inzwischen ist das anders. Ich sehe zwar immer noch sehr jung aus für mein Alter. Aber heute nehme ich das als Kompliment.“

Dienstag, 29. März 2016

Post von Josi


In zwei Tagen ist es soweit!

Der mittlerweile 5.Teil (ein halbes Jubiläum!!!) unserer "Lotta"-Reihe läuft, diesen Donnerstag um 20.15Uhr im ZDF..

Ich bedanke mich für eure Treue.  







Sonntag, 27. März 2016

Brisant "Vorwärts immer" (5.2.16)

https://www.facebook.com/219423454886044/videos/543383802490006/
Brisant-Bericht über die Dreharbeiten vom Kinofilm "Vorwärts immer", der Ende 2016 im Kino laufen wird.

Samstag, 26. März 2016

Cover tz fernshehen (13/2016)

Josefine Preuß auf der Cover der tz fernsehen (Nr. 13 / 2016)

Das neue Blatt (13/2016)

Interview mit Josefine Preuß in "Das neue Blatt" (Nr. 13/2016)

Freitag, 25. März 2016

Clips "Lotta & der dicke Brocken"

https://www.facebook.com/josefinepreusstfa/videos/1070331736341326/Teamfilm vom Dreh.










http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2690926/Lotta-und-der-dicke-Brocken-%2528Trailer%2529#/beitrag/video/2690926/Lotta-und-der-dicke-Brocken-%28Trailer%29Der Trailer zum 5. Teil der Lotta-Reihe.


Montag, 21. März 2016

rtv (12/2016)

Interview mit Josefine Preuß aus der rtv (12/2016)

Donnerstag, 10. März 2016

tv 4plus1 (4/2016)

Josi auf dem Cover der tv 4plus1 (4/2016)

Mittwoch, 9. März 2016

Eine Stunde Film (DRadio Wissen)

http://dradiowissen.de/beitrag/eine-stunde-film-trumbo-josefine-preuss-frederik-lau
In der Sendung Eine Stunde Film bei Deutschlandradio Wissen waren am Sa, 8.3. Josefine Preuß und Frederick Lau zu Gast.
Josefine und Frederick sprechen zwei der Tiere im neuen Animationsfilm "Zoomania", der gerade einige Kassenrekorde bricht. DRadio Wissen hat die beiden getroffen um über ihre jeweils beeindruckenden Karrieren zu sprechen. Seit fast 20 Jahren kennen sich beide schon als Kollegen, obwohl sie erst 30 (Josefine) und 26 (Frederik) Jahre alt sind.
---> das Interview zum Nachhören.

Samstag, 5. März 2016

Süße Tiere kann ich so gar nicht essen (B.Z.)

Interview B.Z.

Im Interview wirkt Josefine Preuß (30) wie eine kleine, kesse Maus, die man einfach lieb haben muss. Aber halt, in Disneys neuem Wunderwerk „Zoomania“ spricht sie ja die Häsin Judy Hopps, die aber ebenso klein, kess und zum Liebhaben ist. Für die gebürtige Brandenburgerin aus Zehdenick, die in Potsdam aufwuchs und heute in Berlin lebt, war es nicht das erste Mal im Synchronstudio. Bereits in „Hotel Transsilvanien“ sprach sie ein Vampir-Mädchen. Mit ihrem süßen Ausssehen kann sich Josefine Preuß aber auch vor der Kamera sehen lassen und verdrehte schon Elyas M’Barek in „Türkisch für Anfänger“ und Matthias Schweighöfer in „Rubbeldiekatz“ die Köpfe. Markus Tschiedert behielt beim Gespräch einen kühlen Kopf.

Welche Frage stellt man einer Schauspielerin, die eine Häsin spricht? Wie viel Hase in ihr steckt oder ob zukünftig kein Hasenbraten mehr auf den Tisch kommt?
Nein, Hasenbraten habe ich noch nie gegessen! Meine Großeltern hatten einen Bauernhof mit Kaninchen und immer wenn ein Wurf kam, durften sich die Kinder der Familie eines der Nachkömmlinge als Paten aussuchen. Da wurde auch versprochen, dass der nicht auf den Tisch kommt – weder zu Weihnachten, noch zu sonstigen Anlässen. Ich esse schon mal ein Steak, aber süße Tiere kann ich so gar nicht essen. Das muss man auch nicht.

Dann schon lieber einen Schlappohr sprechen wie jetzt in „Zoomania“. Haben Sie gleich ja geschrien als von Disney das Angebot kam?
Natürlich! Es ist auch nicht das erste Mal, dass ich im Synchronstudio war und ich habe dabei tierisch viel Spaß. Man setzt nicht nur seine Stimme ein, sondern es ist auch körperliche Arbeit. Ich hüpfte und hechelte mit Häsin Judy Hopps richtig mit und spürte abends, was ich da den ganzen Tag gemacht habe.

Hinzu kommt, dass Judy Hopps teilweise auch noch schnell spricht…
Genauso wie ich! Das war schon immer so, auch ich springe schnell durchs Leben. Ich bin zwar klein, aber hyperaktiv. Daher wäre ein Faultier zu sprechen auch die größere Herausforderung für mich gewesen. Ich bin froh, dass ich Judy sprechen durfte. Ich musste halt viele Wörter in wenig Zeit unterbringen. Außerdem gefiel mir der Beruf von Judy – endlich mal eine Polizistin!

Warum endlich mal eine Polizistin?
Mein Papa ist Polizist, und ich glaube, der freut sich jetzt mal. Jetzt habe ich ihm eine Judy als kleinen Pappaufsteller für sein Büro besorgt. Seine Tochter: Judy Hopps (lacht)!

Hatten Sie je den Berufswunsch, Polizistin zu werden?
Ja, aber bei 1,55 Meter brauche ich mich gar nicht erst zu melden. Es gibt gewisse Voraussetzungen. Meine Schwester hatte sich aber mal beworben, ist aber durch den Sporttest gefallen. Die sind da schon sehr rigoros. Was mich manchmal selbst wundert, wenn man etwas beleibte Polizisten sieht und sich denkt, wenn ich vor dir weglaufe, kriegst du mich nicht eingefangen.

Wie man sieht, haben Sie sich auf Ihrem Unterarm das englische Wort Faith (Glauben) tätowieren lassen. Was bedeutet Ihnen das?
Eine Jugendsünde, aber bereue ich nicht. Das kann ich leicht bedecken mit langärmligen Klamotten oder einer Armbanduhr. Es bedeutet für mich Vertrauen und Glauben – an dich selber und an die Menschen, die dich unterstützen. Wenn man an sich glaubt, geht alles. Das ist doch auch die Botschaft von „Zoomania“, denn obwohl Judy verlacht, dass sie als kleiner Hase zur Polizei will schafft sie es. Ich mag diese Message – gerade in der Vermenschlichung der Tiere. Keiner macht das so gut wie Disney.

Das ist doch eine wichtige Aussage und heutzutage doch keine Jugendsünde mehr…
Das Stechen und der Prozess dorthin war aber eine Jugendsünde. Ich hatte es mir mit 18 stechen lassen und seit ich 13 war, wollte ich ein Tattoo. Man könnte es sich auch wieder wegmachen lassen, aber das fände ich Quatsch. Ich lasse mir doch kein Tattoo stechen, um es dann Jahre später wieder wegmachen zu lassen.

Dann könnten Sie sich doch noch weitere Tattoos anschaffen…
Würde ich gern, aber in meinem Beruf muss man leider sehr aufpassen. Welche Stellen am Körper lassen sich leicht verstecken um auch historische Figuren spielen zu können. Eigentlich müssen Darsteller eine komplett leere Leinwand sein, aber andererseits will ich mich in meinem Privatleben nicht einschränken lassen. Mein Vater ist auch von oben bis unten tätowiert und generell mag ich Körperschmuck, wenn er schön ist. Rosen und springende Delfine müssen es allerdings nicht sein und das Arschgeweih ist seit den Neunzigern auch vorbei. Na ja, mal sehen, es wird nicht mein letztes Tattoo sein.

Wo Sie doch ein Langohr sprechen… heute sind eher riesige Ohrenlöcher angesagt. Was halten Sie davon?
Diese Tunnels? O nein, das muss nicht sein! Da will ich immer sagen, Leute ihr wisst doch, dass das nicht mehr zusammenwächst. Meine Mutter hat mir mit knapp einem Jahr Ohrlöcher stechen lassen. Hätte ich damals schon sprechen können und eine Meinung gehabt, wäre es für mich nicht in Frage gekommen. Ich mag keine Ohrlöcher und trage höchstens mal für eine Rolle Ohrringe. Und wenn, gibt doch Ohrclips, also muss man sich doch nicht verletzen lassen.

Viele finden Ohrtunnels schön…
Es wächst aber nie wieder zu! Ich habe mal jemanden gesehen, der sich sein Ohrläppchen wieder zusammenähen ließ. Das sah aber nicht gut aus. Du hast dann einfach ein entstelltes Ohr, dabei gucke ich mir immer gern die Ohren von Menschen an. Ich finde es witzig, was für unterschiedliche Ohren wir haben.

Sie wirken sehr lebenslustig und Ihre gute Laune ist wirklich ansteckend. Ist Ihnen da der Beruf der Schauspielerin nicht manchmal zu wenig?
Ich bin einfach nur dankbar, für das was ich alles machen darf. Es fing schon früh an als ich eine Büchersendung für Kinder moderieren durfte, dann kamen die Hörbücher dazu. Meine Prämisse war immer zu unterhalten. Das kannst du sowohl mit deinem Gesicht und deinem Körper vor der Kamera als auch mit deiner Stimme im Studio. Ich freue mich, dass ich überhaupt die Möglichkeit hatte, meine Fühler auszustrecken, um alles auszuprobieren. Danke!

Donnerstag, 3. März 2016

Nur bei Oliver Berben sage ich blind zu (Quotenmeter)

Interview mit Josefine Preuß von Quotenmeter

Josefine Preuß: 'Nur bei Oliver Berben sage ich blind zu'
Schauspielerin und Synchronsprecherin Josefine Preuß spricht über ihre Rolle in «Zoomania», den Luxus, sich seine Projekte auszusuchen, die Aussichten auf mehr «Türkisch für Anfänger» und darüber, wie sie auf Fehlmeldungen reagiert.

Zur Person: Josefine Preuß
Die am 13. Januar 1986 in Zehdenick geborene Schauspielerin wurde einem größeren Publikum bekannt, als sie eine der Hauptrollen in der Kinderserie «Schloss Einstein» übernommen hat. Ab 2005 begeisterte sie Kritiker und Zuschauer gleichermaßen mit ihrer Rolle in der ARD-Multikultiserie «Türkisch für Anfänger», die 2012 als Kinofilm neu erzählt wurde. Mit «Das Adlon. Eine Familiensaga», «Die Pilgerin» und «Die Hebamme» bewies sich Preuß zuletzt mehrmals im Historiengenre, zudem war sie im Kino in den Fantasyfilmen «Rubinrot» und «Saphirblau» zu sehen. In «Zoomania» spricht Preuß ihre dritte Synchronrolle: Sie ist als die optimistische Häsin Judy Hopps zu hören, die als erstes Kleintier in der titelgebenden Großstadt einen Polizeijob übernimmt.

Ist es für Sie eine Ehre, eine Trickfilm-Hauptrolle synchronisieren zu dürfen?

Ja, auf jeden Fall. Ich durfte ja schon ein paar Mal synchronisieren, und das ist eine Arbeit, die mir Riesenspaß macht! Man arbeitet ja nicht nur mit der Stimme, es ist tatsächlich auch eine sehr körperliche Arbeit, und nach so einem Tag im Tonstudio merkt man schon, was man alles geleistet hat. Man muss ja alles machen, was die Figur, die man spricht, auch macht. Und bei der Häsin Judy Hopps ist das richtig viel: Sprechen, lachen, weinen, hüpfen, springen, verfolgen, verfolgt werden, rennen, über Kopf stehen … Da nutzt man an einem Tag die Stimme so viel, wenn ich Zuhause bin, heißt es: Klappe zu, Affe tot. Man sollte im Tonstudio mal eine Kamera mitlaufen lassen – da siehst du Leute bei den unmöglichsten Sachen.

Wie sieht bei Ihnen die Vorbereitung auf eine Synchronrolle aus?
Die Vorbereitung besteht weniger daraus, sich vorher groß in die Rolle hineinzuversetzen, sondern in den zwei Wochen vor den Aufnahmeterminen penibel darauf zu achten, dass die Stimme in Ordnung bleibt. Dann guckt man sich den Originalfilm an, und generell hält man sich genau an die Vorgaben des Originals. Ginnifer Goodwin, die Judy Hoops im Englischen spricht, hat das so fantastisch gemacht, mit diesen sehr genauen, kleinen Brüchen: Wann ist sie die private Judy, die mit ihren Eltern spricht, und wann ist sie die knallharte Polizistin und macht Ansagen … Das war eine ganz, ganz tolle Rolle! Endlich darf ich mal eine Polizistin sein!

Wie lange hat es insgesamt gedauert, die komplette Rolle einzusprechen?
Ich wurde für eine Woche gebucht, habe aber nur dreieinhalb Tage gebraucht. Man hat da aber auch immer etwas Reserve, wenn man etwa noch einen Trailer zum Film einspricht oder eine Textstelle geändert wird. Und ich bin dadurch, dass ich schonmal synchronisiert habe, sehr in den Abläufen drin. Ich weiß schon, wann ich den Knopf für den O-Ton drücke, wann Stopp ist, wann die Aufnahme los geht … Da entwickelt man ein Gespür für. Und die Rolle liegt mir: Ich bin wie sie klein, aber ein bisschen hyperaktiv. Da ist Judy schon die richtige Figur für mich – ein Faultier wäre für mich dagegen die größte Herausforderung gewesen. Wobei man ja noch sagen muss: Die Sprecher im Original hatten es viel schwieriger, weil sie erst sprechen, und es dann erst animiert wird! Wir konnten uns ja die fertigen Bewegungen und Emotionen anschauen, um darauf dann zu sprechen. Das ist ja viel leichter!

Was hat Sie an der Rolle der Judy gereizt?
Judy ist ein sehr zielstrebiger Charakter. Sie lebt ihren Traum und setzt alles daran, sich zu verwirklichen, selbst wenn sie da erstmal einen Rückdämpfer gesetzt bekommt. Sie ist auch sehr pflichtbewusst. Wenn Chief Bogo sie dazu verdonnert, 100 Strafzettel zu schreiben, dann sagt sie: „Okay, ich schreibe 200!“ Und ich glaube, dass sie sich auch dadurch definiert, pflichtbewusst und loyal zu sein. Ich mag das. Ich finde, sie könnte auch ein richtig gutes Vorbild für kleine Mädchen werden, die ja oft nicht so sehr an sich selber glauben.

Haben Sie schon einmal eine Synchronrolle abgelehnt?
Synchron habe ich noch nie abgelehnt, da mache ich alles, wozu ich angefragt werde. Aber reale Rollen habe ich schon öfters abgelehnt. Ich weiß, dass ich da in einer privilegierten Situation bin, wenn ich Angebote ablehnen kann, weil genug gute Rollen für mich da sind. Aber es kommen nun einmal nicht jeden Tag Bombendrehbücher rein, und so lange ich aussieben kann, mache ich das auch. Nur bei Oliver Berben sage ich blind zu, da weiß ich, dass es groß und spannend und fett wird!

Würden Sie denn gern noch häufiger als Synchronsprecherin tätig sein?
Ja, auf jeden Fall! Das ist so eine tolle Tätigkeit. Und es ist nicht so oberflächlich wie vor der Kamera: Du kannst dahin, und dabei aussehen wie du willst, und es ist nicht so, dass du deine Hülle nimmst und mit einem anderen Charakter füllst, sondern genau umgekehrt. Du füllst ganz allein eine Häsin mit deiner Stimme und erweckst sie so zum Leben. Und es wäre auch nicht ganz uneigennützig, sollte ich noch öfter synchronsprechen. Ich kann dann eines Tages, wenn ich keine Lust habe, abends meinen Kindern eine Gutenachtgeschichte vorzulesen, immer eine neue DVD einlegen: „Hier, hör dir die Mama da an!“ (lacht)

Sind Sie auch als Zuschauerin synchronisierten Filmen gegenüber aufgeschlossen?
Ich bin da geteilter Meinung. Ich schaue mir viel im Original an, gerade weil bei der Übertragung vom Englischen ins Deutsche leider viel Wortwitz verloren geht. Andererseits sind wir in Deutschland bei der Synchronarbeit in qualitativer und künstlerischer Sicht anderen Märkten voraus. In Osteuropa gibt es noch immer Länder, wo ein Mann pro Film alle Rollen spricht und stellenweise noch die Regieanweisungen mitliest. (lacht) Wir haben dagegen gute Macher, die das hochprofessionell wuppen. Und ich möchte mit meinen Synchronrollen auch niemandem die Jobs wegnehmen! Ich mache ja nur alle paar Jahre einen Film, nicht aber eine Serie. Ich hätte zu viel Respekt vor den tollen Stimmen, die das regelmäßig machen. Und teilweise machen die es dann sogar besser als das Original, muss ich ganz ehrlich sagen.

Eine dieser Stimmen hat dieses Mal ja auch Synchronregie geführt …
Ja, der wunderbare Manuel Straube. Er ist Volllprofi und macht das seid Kindsbeinen an. Es ist so super, ihm zuzuhören, weil er so viele Anekdoten zu erzählen hat. Er spricht ja einfach alles! (lacht) Er hat schon so viel für Disney gesprochen und ist bei «Zoomania» auch der Synchronregisseur, und daher war er auch so aufgeregt! Und dennoch total professionell, er war nicht streng, sondern ist auf einen eingegangen und hat auf jeden Vorschlag reagiert und mit aller Kraft geholfen und einen jederzeit unterstützt. Ich konnte mich da total fallen lassen.

Gucken Sie sich auch die Filme an, die Sie selber synchronisiert haben?
Ja. Das war anfangs befremdlich, aber ich habe mich dran gewöhnt. Und gerade, weil ich bisher nur animierte Familienfilme gesprochen habe, habe ich mir immer vorgenommen: Ich warte, bis er schon eine Woche gelaufen ist, nehme mir ein paar Freunde, und gehe dann gerne in eine Nachmittagsvorführung, die voll mit Kiddies ist. Denn Kinder sind ja das ehrlichste und dankbarste Publikum, das man sich vorstellen kann. Da achte ich auch immer darauf, an welchen Stellen die lachen, und an welchen Stellen wir Erwachsenen mehr Spaß haben. Das ist ja oft sehr unterschiedlich. Und das Schöne ist ja: Kinder vergessen sogar, dass es animiert ist. (lächelt)

Wie stehen Sie zu jenen, die Disney kritisieren, weil deren Filme Kinder nur amerikanisieren würden?
Die Kritik konnte ich noch nie teilen. Disney finde ich seit jeher ganz toll. Gerade deren Riege an vermenschlichten Tierfiguren ist wundervoll! Das macht keiner so gut wie Disney! Ich bin mit «Der König der Löwen» aufgewachsen, und als Kind wollte ich unbedingt Arielle sein und «Die Eiskönigin – Völlig unverfroren» habe ich so sehr geliebt! Auch, weil es wieder ein Musical war und einen in eine andere Welt entführt! Ich habe den ja an Neujahr mit zwei Jungs gesehen – man sollte denken, ganz unytpisch, aber der ist, wie es sich für Disney gehört, so gut gemacht, dass es wirklich für jeden geeignet ist. Und Disney-Filme sind, finde ich, für Kinder wertvoll, weil sie so gut die Botschaft vermitteln: Leute, seid tolerant. «Zoomania» jetzt ja auch wieder: Er sagt, dass es völlig egal ist, wo einer herkommt, ob er groß, klein, dick, dünn, rund, eckig oder sonst etwas ist – wenn wir über die Hülle hinwegsehen und wir uns bemühen, den Charakter dahinter zu verstehen, dann könnten wir alle friedlicher leben. Gerade in der heutigen Zeit, wo wir alle so klischeegeprägt sind, ist das eine richtig wichtige Botschaft. Vor allem deshalb für Kinder, weil die noch formbar sind. Bei ihnen besteht die Hoffnung, dass wir sie zu einer Generation erziehen können, die es besser macht.

Was sagen Sie als Trickfilm-Fan zur ewigen Debatte „Zeichentrickfilm gegen Computeranimationsfilm“?
Ich würde nicht „gegen“ sagen, sondern einfach darüber staunen, wie weit wir technisch mittlerweile sind. Allein bei «Zoomania» diese kleinen Details, wie sich Judys Näschen bewegt, wenn sie wütend ist, oder wann ihre Ohren wie abknicken, und all diese Feinheiten im Fell der ganze Figuren! Ich finde das wahnsinnig beeindruckend. Oder, um von Disney kurz wegzukommen, «Die Abenteuer von Tim und Struppi»: Diese feinen Poren in der Haut und diese realistische Umgebung, durch die die Kamera schwebt. Also, ich habe da teilweise vergessen, dass es animiert ist! Und das geht ja so nur mit Computeranimation, wobei der Zeichentrick ja auch wunderschön ist. Ich finde, die Mischung macht’s, es ist gut, dass es beides gibt.

Besteht weiterhin die Möglichkeit für mehr «Türkisch für Anfänger»?
Davon war zwar mal die Rede, konkrete Ideen gibt es aber nicht. Und ich finde, dass für eine Fortsetzung inzwischen zu viel Zeit vergangen ist. Die Macher haben zudem ja jetzt mit ihrer Erfolgswelle von «Fack Ju Göhte» genug zu tun. Worüber wir aber rumgescherzt haben: Es noch ein paar Jahre ruhen lassen und dann so etwas wie «Gilmore Girls» machen, also nach vielen Jahren wieder einsteigen und zu fragen, was mit den Figuren alles passiert ist. Jetzt eine Fortsetzung zu machen, wäre ja ohne Anknüpfungspunkt.

Sollte sich die deutschen Film- und Fernsehmacher stärker dem Internet und den VoD-Plattformen öffnen?
Das müssen sie! Die sind viel zu spät dran. In meiner Generation gucken wir kein Fernsehen mehr. Ich schau ab und zu abends die «Tagesschau», wenn ich da bin. Und die kann man ja auch über diverse Portale nachholen. Die Produktionsfirmen und Sender müssen da endlich aufwachen. Ich glaube, das wird für uns alle noch ein richtig wichtiges Ding, auch in meiner Branche. Irgendwann werden wir alle auch schonmal für einen Webanbieter gespielt haben, statt nur für Sender. Ich finde das sehr aufregend, gerade, weil es auch eine neue Reichweite bedeutet – insbesondere in meiner Generation und der danach.

Sind diese Vertriebswege in Ihren Augen auch eine Gefahr für den Kulturstandort Kino?
Nein. Ich denke, das ist Typen- und Erziehungssache. Vielleicht müssen wir wieder dafür sorgen, dass mehr Leute das Bewusstsein dafür haben, zu wissen, dass bestimmte Filme einfach fürs Kino gemacht sind. Ich schaue viel bei Netflix, aber ich schaue mir «The Revenant» nicht auf einem 14-Zoll-Bildschirm an. Ich finde, der Film muss wirken, also schaue ich den im Kino. Aber ich bin auch Cineast! Und für diese Entscheidungen müssen wir den Verstand der Zuschauer wieder schärfen!

Wie kann man die Kinofaulen denn entsprechend erziehen?
Das Kino muss wieder als ein richtiges Erlebnis wahrgenommen werden. Nicht nur der Film, sondern der Kinobesuch an sich: Dass man sich den ganzen Abend Zeit nimmt, chic anzieht, mit Freunden vorher Essen oder Trinken geht … Es muss wieder ein Ereignis sein. Und es kann nicht schaden, es den Kinogängern wieder schmackhaft zu machen. Und sie noch einmal daran zu erinnern, dass das Gemeinschaftserlebnis dazugehört. Alleine vor dem Monitor kann ich alles zu jederzeit schauen. Aber mit Fremden und Freunden mitfiebern und lachen, das geht nur für begrenzte Zeit im Kino.

Wie stehen Sie zum Promirummel, den es um sie gibt? Wäre es Ihnen lieber, wenn Leute nur über Ihre Arbeit sprechen würden, oder gehört es dazu, das Privatleben zu teilen?
Ich weiß, dass das eine Hand-in-Hand-Geschichte ist, aber ich entscheide selber, was ich preisgebe und was nicht. Man kann im Internet vieles Privates über mich entdecken, teilweise sage ich jetzt, dass es zu viel ist, doch das ist meine eigene Schuld, weil ich das alles Mal erzählt habe. Dass die Medien einem teilweise was andichten, entgegne ich immer mit Ausharren. Man würde ein viel größeres Fass aufmachen, wenn man da anruft und sagt: Revidiert das! So gerät das viel schneller in Vergessenheit. Meine Oma sagt immer: In der Zeitung von heute wird morgen toter Fisch eingewickelt. Dazu versuche ich, das alles nicht so bierernst zu nehmen und mich selber nicht so wichtig zu nehmen. Das ist mit der deutschen Yellow Press nicht immer so einfach, aber so lange mein enger Freundeskreis und meine Familie wissen, was wahr ist und was nicht, stehe ich das schon durch. Mir wurde jahrelang eine Liebesbeziehung mit meinem besten Freund nachgesagt, und als es dann in der Presse hieß: „Mama Preuß sucht schon das Kleid für die Hochzeit“, hat sie angerufen: „Josefine, soll ich! Soll ich! Ich hab mal ein schönes gesehen!“ (lacht) Wir nehmen sowas, so gut es geht, mit Humor. Das sind eh alles Lückenfüller, und schon am nächsten Tag wird die Lücke mit anderen Gerüchten über jemand Anderen gefüllt.

Vielen Dank für das spannende Gespräch.
«Zoomania» ist ab sofort in vielen deutschen Kinos zu sehen – in 2D und 3D.

Kika Live (29.2.16)



Josi zum Thema Organspende

http://www.sat1.de/film/der-sat-1-filmfilm/zwei-leben-eine-hoffnung/videos/josefine-preuss-clip

Mittwoch, 2. März 2016

Kreisbote (2.3.16)

Interview mit Josefine Preuß aus dem Kreisboten Kaufbeuren (2.3.2016)