Mittwoch, 22. Oktober 2014

Komödie ist immer noch Königsklasse (Petra)

Interview aus der Petra

Ihr halbes Leben schon ist Josefine Preuß in der Schauspielbranche tätig, dabei ist sie erst 28 Jahre alt. Wie ist es, mit Filmen erwachsen zu werden, was hat sich für sie verändert und wie sexistisch sind eigentlich die Kollegen? Die Schauspielerin verrät es. 

Wie ist das in Deutschland: Hat man da viel mit Paparazzi zu tun oder sind eher die Fans mit ihren Handy-Kameras das Problem?
Paparazzi habe ich persönlich noch nie erlebt. Ich wurde noch nie privat irgendwo fotografiert, ohne dass ich das wollte. Und Fans, die einen ansprechen und ein Selfie wollen, das ist doch süß! Ich finde das immer ganz putzig, wenn sich Mädchen erst nach ganz langem Hin und Her trauen, dich anzusprechen. Wenn man die dann in den Arm nimmt, passiert es teilweise, dass sie richtig aufgeregt sind und zittern. Ich finde das immer ganz süß, weil ich denke: Wir machen doch nur ein Foto.
Also Fotos heimlich vom Nachbartisch passieren dann gar nicht?
Nee, aber meine Fans wissen auch, dass sie mich immer ansprechen können. Die brauchen gar nicht heimlich fotografieren. Das beste Bild entsteht ja eh, wenn man direkt in die Kamera guckt.

Wie ist es, gemeinsam mit Filmen erwachsen zu werden?
Ich treffe heute häufig Leute in meinem Alter, die damals schon "Schloss Einstein" geschaut haben. Das ist was sehr schönes. Man kann vielleicht ein bisschen Jugend und Kindheit mitbegleiten. Und wir werden alle älter, wir reifen alle und das ist auch das schöne an den Rollen. 

Macht das denn mehr Spaß, als zum Beispiel als Kind in einem Krimi mitzuspielen?
Ich werde ja nicht gezwungen, eine Rolle zu spielen. Ich suche mir meine Rollen immer danach aus, ob das Buch toll ist, ob die Macher dahinter motiviert und jung sind und was Tolles vorhaben, gerne auch andere Genres ausprobieren. Mich muss das Buch einfach beim Lesen in der ersten halben Stunde packen und dann weiß ich schon, ob ich das spielen will oder nicht.  

Was ist das Besondere an den dramatischen Rollen, die du gespielt hast, und was ist das Besondere an den witzigen?
Komödie ist immer noch Königsklasse. Menschen zum Lachen zu bringen ist eine sehr hohe Kunst. Das hat viel mit Timing zu tun und mit den richtigen Dialogen, das ist teilweise auch trockener Humor. Es ist generell schön, Menschen zu unterhalten und Emotionen hervorzurufen. Ob das Komödie ist oder Drama: Es ist wirklich toll, wenn man es schafft, jemanden zu berühren. Das ist mein Job und ich unterhalte sehr gerne. Ich würde da ungern Unterschiede machen, was ich lieber habe. Für meinen Job ist das Wichtigste, so unterschiedliche Rollen wie möglich zu spielen. 

Also könntest du dich auch gar nicht zwischen den Genres entscheiden?
Nein, will ich auch gar nicht. Es ist einfach schön, sich auszuprobieren und ich bin dankbar und froh, dass ich so viele unterschiedliche Sachen in den letzten Jahren machen durfte. Ich hoffe natürlich, dass das so weiter geht. 

Muss man sich denn als Frau häufiger beweisen? Sind die Männer in der Schauspiel-Branche eher die dominanten?
Das ist gar nicht so, ein Mann wird niemals eine Frauenrolle spielen und eine Frau wird niemals eine Männerrolle spielen. 

Du spielst ja auch in Komödien mit, die etwas derber sind und sich über die Geschlechter lustig machen. Merkt man dann auch hinter den Kulissen, dass die Sprüche weitergehen?
Also wenn die Arbeitsatmosphäre sehr professionell ist und trotzdem lustig sein soll, dann geht das auch in den Pausen so weiter. Aber das darf man nicht persönlich nehmen, das ist dann eher so ein Piesacken unter Kollegen und das macht schon sehr viel Spaß. Vor allem, wenn man sich gut kennt und gut leiden kann. 

Wir wünschen dir auch weiterhin viel Spaß und tolle Erfahrungen am Set! Vielen Dank für das Interview!

Autor: Astrid Meisen

Dienstag, 14. Oktober 2014

Volle Kanne (10/2014)

Josefine Preuß war am 13.10.2014 zu Gast in der ZDF-Sendung Volle Kanne

mit Moderator Ingo Nommsen
mit Maskenbildnerin Tanja Steffens


Montag, 13. Oktober 2014

Ich bin viel zu langweilig für einen Shitstorm (SpotOnNews)

Mit der Komödie „Die Schlikkerfrauen“ ging Sat.1 trotz Star-Besetzung baden. Dies dürfte dem ZDF-Zweiteiler „Alles muss raus - Eine Familie rechnet ab“ zum ähnlichen Thema nicht passieren - und das nicht nur, weil Josefine Preuß darin oben ohne zu sehen ist. Im Interview verrät sie, ob sie Nacktszenen mag und was sie von Shitstorms hält.

Das absolut sehenswerte Pendant zu den „Schlikkerfrauen“ (Sat.1) ist das zweiteilige Gesellschafts- und Familiendrama über den Zusammenbruch eines Drogerie-Imperiums: „Alles muss raus - Eine Familie rechnet ab“ läuft am Montag, den 13. Oktober und Mittwoch, den 15. Oktober, jeweils um 20.15 Uhr im ZDF. Darsteller wie Josefine Preuß, Robert Atzorn, Florian Lucas, Lisa Martinek und Benjamin Sadler überzeugen auf ganzer Linie - vor allem in den kunstvoll und modern aneinandergeschnittenen Szenen. Dem ernsten Hintergrund von Massenentlassungen wird der Zweiteiler ebenfalls mehr als gerecht und das, ohne auf die Tränendrüse zu drücken oder auch nur einen Minute zu langweilen. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news erklärt die Berliner Schauspielerin Josefine Preuß (28, „Türkisch für Anfänger“), die als Drogeriemarkt-Kassiererin Janine zu sehen ist, warum Oral-Sex zur Hauptsendezeit in Ordnung ist und was sie von Abtreibung hält - aber auch, was sie an ihrer Rolle mag.

Was mögen Sie an Ihrer Rolle Janine?
Preuß: Auf den ersten Blick kommt Janine sehr naiv und blauäugig rüber, sie ist ein herzlicher Mensch, der sein Herz auf der Zunge trägt. Außerdem ist sie eine große Optimistin, die sehr lange nicht wahrhaben will, dass so einiges in ihrem Leben schiefläuft - privat und beruflich. Irgendwann gesteht sie es sich ein und fängt an zu kämpfen. So etwas zu spielen, ist natürlich sehr schön.

Der Film erinnert an die reale Schlecker-Pleite.
Preuß: Grundsätzlich ist der Film fiktiv, wir lehnen uns aber natürlich an die vielen Insolvenzverfahren und die daraus resultierenden Schicksale der Angestellten, die es in jüngster Zeit gab, an: Schlecker, Hertie, Quelle, Karstadt. Und das werden ja nicht die letzten sein...

Sowohl die reiche Firmengründerfamilie als auch die arme Angestellte kämpft mit Geld-Problemen. Entsprechende Szenen sind raffiniert aneinandergeschnitten. Wie gefällt Ihnen dieser Stil?
Preuß: Das ist so ein bisschen wie bei der US-Serie „House of Cards“. Die vielen kleinen Szenen zusammengenommen führen dann zum großen Showdown. Das finde ist toll.

Witzig aneinandergeschnitten sind auch die beiden Oralsex-Szenen. Ist das grundsätzlich in Ordnung für einen 20.15-Uhr-Film?
Preuß: Auf jeden Fall. Man sieht ja nicht wirklich was. Das ist ja eher die Fantasie in den Köpfen der Zuschauer. Janine und Landers machen als Paar einfach das, was wir alle machen würden, wenn der Partner nach einer sehr langen Zeit zurückkommt. In Fabers Fall zeigen wir damit seine Machtposition nochmal eindeutiger: Während die Frau und die Tochter draußen feiern, lässt er sich von einer Kellnerin in einem Nebenzimmer befriedigen.

Wie pornoisiert ist unsere Gesellschaft?
Preuß: Ich finde es schrecklich, wie früh und einfach Kinder und Jugendliche heutzutage an pornografisches Material kommen. Da sollten die Eltern mehr aufpassen. Es sollte aber auch insgesamt mehr Aufklärung geben. Die Generation, die nach mir kommt, hat ein vollkommen falsches Bild von Sexualität. Sie sollten sie lieber selbst und persönlich entdecken und nicht durch das Internet. Das ist keine Liebe und nicht schön.

Im Film sind Sie oben ohne zu sehen. Wie unangenehm war das?
Preuß: Ich mache es weder gerne, noch fühle ich mich unwohl dabei. Es sind aber auch keine pornografischen Bilder, unter denen dann Josefine Preuß steht. Ich weiß genau, worauf ich mich einlasse, weil ich das Drehbuch kenne und die Szene sehr gut zwischen Regie, Kamera und mir abgesprochen ist: Was will ich zeigen? Was ist notwendig für den Film? Wie ästhetisch ist es gefilmt? Wie professionell ist das Umfeld? Ansonsten bin ich mit meinem Körper vollkommen im Reinen, denn der schaut ja nicht anders aus, als bei allen anderen Frauen auf der Welt auch.

Janine denkt mehrfach über einen Schwangerschaftsabbruch nach. Was halten Sie von diesem Recht, das lange erkämpft wurde?
Preuß: Ich denke, jeder darf mit seinem Körper machen, was er will. Wenn ich weiß, dass ich nicht in der wirtschaftlichen Lage oder emotional noch nicht bereit bin für ein Kind, kann verantwortungsvolles Handeln auch die Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch bedeuten.

Was halten Sie von der Liebe auf den ersten Blick?
Preuß: Ich glaube, dass es die Liebe auf den ersten Blick gibt. Zumindest so kleine Fünkchen, die man schon beim ersten Blickkontakt merkt. Wie es weitergeht, hängt dann von den betreffenden Menschen ab: Die einen brauchen mehr Zeit, um jemanden kennenzulernen, sich zu öffnen, zu vertrauen, andere verlieben sich Hals über Kopf.

Wie gehen Sie mit falscher Berichterstattung um?
Preuß: Das gab es bisher noch nicht, außer in einem Fall: Ein Nachrichtenportal behauptet seit Jahren, Vladimir Burlakov und ich seien ein Paar. Das stimmt nicht. Mehr als darüber aufklären, kann ich aber auch nicht. Wichtig ist mir nur, dass meine Familie, meine Freunde und mein engstes Umfeld wissen, was richtig und falsch ist. Wenn es aber mal eine massive Falschmeldung gäbe, würde ich schon reagieren. Allerdings auch nur, wenn sich zusätzlich im Ton vergriffen würde.

Fürchten Sie sich vor einem Shitstorm?
Preuß: Eigentlich nicht. Zum Glück habe ich aber auch noch keinen erlebt. Ich glaube, dass ich privat viel zu langweilig bin, was auch gut so ist. Und da ich Beruf und Privatleben außerdem fein säuberlich trenne, egal, in welchem Beziehungsstatus ich bin, provoziere ich vielleicht auch nicht so. Oft verursacht man einen Shitstorm selbst, indem man sich zu sehr exponiert.

Auch eine Hochzeit würde man nicht erfahren?
Preuß: Nein, auch die nicht. Wenn es nach mir ginge, würde man absolut gar nichts erfahren. So halte ich es auch mit den Sozialen Netzwerken. Ich bin sehr vorsichtig mit dem, was ich hochlade, poste und freigebe. Das zumindest liegt ja in der eigenen Hand.

Das Aussehen ist in Ihrem Beruf wichtig. Was machen Sie dafür?
Preuß: Ich mache gar nichts. Weder ernähre ich mich ausgewogen, noch mache ich viel Sport. Ich bin einfach sehr aktiv und ein Schnellverbrenner. Vorbildlich bin ich sicher nicht, weil es schon auch mal vorkommen kann, dass ich einen Tag lang so viel arbeite oder Stress habe, dass ich vergesse zu essen und mir dann abends eine Pizza bestelle. Mein Körper meldet sich in der Regel schon und sagt mir, wann und worauf er Hunger hat.

Welche Kalorienbombe gönnen Sie sich manchmal?
Preuß: Döner! Ich bin Berlinerin und habe direkt bei mir gegenüber den leckersten Döner aller Zeiten. Donnerstags ist eigentlich immer Döner-Tag. Das kann schon eine echte Kalorienbombe sein.

Was war Ihre eigene schlimmste Mode-Sünde?
Preuß: Rückblickend gab es da viele. Aus damaliger Sicht war ich aber einfach nur tierisch in.

Welcher Style gefällt Ihnen bei Männern am besten?
Preuß: Gepflegt sollte er sein. Ansonsten Jeans, T-Shirt und Sneakers - mehr braucht's nicht.

Was bedeutet Ihnen Familie und Geld? (Bild am Sonntag)

Im Schlecker-Zweiteiler „Alles muss raus“ ist sie verplant und pleite
Von Dona Kujaczinski (Bild am Sonntag)

Janine hat so gar nichts gemeinsam mit Josefine.
Janine (Josefine Preuß) ist die Verkäuferin in dem Drogerieketten-Drama „Alles muss raus“ (13. und 15. Oktober, ZDF, 20.15 Uhr). Janine, Anfang zwanzig, ist durch und durch Frohnatur, lebt und träumt in den Tag hinein, denkt nicht an morgen, hat keine Familie, interessiert sich nicht für ihre finanzielle Sicherheit. Und hat einen Ex-Knacki als Freund, der sie belügt, schlägt, ja sogar auf sie schießt.
Josefine Preuß (28) ist privat das genaue Gegenteil ihrer aktuellen Filmfigur.

BILD AM SONNTAG: Frau Preuß, könnten Sie so leben wie die Verkäuferin Janine?
JOSEFINE PREUß: „Auf gar keinen Fall. Mir sind Sicherheiten wie zum Beispiel meine Rentenversicherung extrem wichtig.“

Wissen Sie, wie viel Rente Sie mit 65 bekommen?
„Wenn ich meinen Rentenbescheid von der Bundesversicherungsanstalt lese, lache und weine ich gleichzeitig: Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. Deshalb habe ich bereits mit 14 Jahren eine private Rentenversicherung mit einer jährlichen Fünf-Prozent-Steigerung abgeschlossen.“

Mit vierzehn?
„Ja, mit vierzehn. Dass ein Teenager, der gerade seine ersten drei Drehtage hat, in Deutschland so etwas abschließen muss, finde ich ganz schön armselig.“

Andere Mädchen verlieben sich in diesem Alter zum ersten Mal, kaufen sich einen Lippenstift oder ein Smartphone.
„Ich war anders. Ich habe mich in diesem Alter für meine finanzielle Absicherung bereits sehr interessiert und war in solchen Dingen auch ziemlich belesen. Von meinem Vater wurde ich darin unterstützt. Er sagte stets: Für die eine Hälfte deiner Gage kannst du dir kaufen was du willst, die andere legst du auf die Bank. Das habe ich gemacht.“

Wie gut sind Sie heute abgesichert?
„Neben der privaten Rentenversicherung habe ich eine Haftpflicht- und eine Hausratversicherung. Mein Geld liegt ganz normal auf einem Tagesgeldkonto, sodass ich es im Zweifel sofort abheben kann. Aktien, Fonds oder Sparbücher besitze ich nicht. Ist mir alles zu unsicher.“

Kein Interesse an einer Pflegeversicherung?
„Da warte ich noch ein bisschen ab, obwohl ich mich mit diesem Thema beschäftige seit ich 2010 begann, die Lotta-Reihe für das ZDF zu drehen. In einer Folge war ich Praktikantin in einem Pflegeheim. Zur Vorbereitung bin ich selbst in ein Heim gegangen und war über die Schicksale dort und was man für eine einigermaßen gute Pflege bezahlen muss ziemlich erschüttert, auch weil ich daran dachte, was meinen Großeltern und meinen Eltern eines Tages zustoßen könnte.“

Wie wichtig ist Familie?
„Sehr wichtig, weil sie für mich Sicherheit bedeutet. Wir sind sehr eng und sehr vernetzt, gehen sehr liebevoll miteinander um und haben keine Geheimnisse voreinander. Meine Eltern und meine ältere Schwester sind nicht nur meine Familie, sie sind auch meine besten Freunde und Berater.“

Was haben Ihnen Ihre Eltern über das Leben beigebracht?
„Rausgehen, die Welt erobern, Fehler machen dürfen und sich selber nicht zu ernst nehmen. Wir sind eine sehr lustige Truppe.“

Nichts über Geld?
„Der letzte Tipp meiner Eltern war: Leg dir als Sicherheit eine Eigentumswohnung zu. Aber meine Schwester, die Stadtplanerin ist, sagte: „Stopp, im Moment nicht. Immobilienblase. Warte, investiere lieber in Kunst.“

Und, Rat befolgt?
„Nein, aber ich finde dieses beschützen wollen wahnsinnig lieb. Auch von meinen Eltern, die beide Beamte sind. Meine Mutter ist Geschichtslehrerin, mein Vater Polizeidirektor in Potsdam.“

Eine gute Voraussetzung für eine Rolle als „Tatort“-Kommissarin.
„Ich weiß nicht so richtig, weil es meiner Meinung nach im Moment zu viele 'Tatorte' gibt. Die schönen Zeiten, als man sich am Sonntagabend in einer Berliner Kneipe zum 'Tatort' gucken traf, sind leider vorbei.“

Würden Sie sich als gut verdienende Schauspielerin bezeichnen?
„Im Moment ja, da die Auftragslage in den letzten zwei Jahren sehr gut war und es für 2015 ganz ordentlich aussieht.“

Es gibt Kollegen, denen es deutlich schlechter geht.
„Man sagt, dass nur vier Prozent der deutschen Schauspieler von ihren Gagen leben können. Das ist erschreckend.“

Keine Angst davor, dasselbe Schicksal zu erleiden?
„Ich bin der Meinung, dass man seine Geschicke selbst in die Hand nehmen muss und alles in seiner Macht stehende tun sollte, damit es nicht soweit kommt. Das bedeutet, keine Höhenflüge sondern Bodenständigkeit, nicht auf Erfolgen ausruhen, sondern sich neben der Schauspielerei noch andere Standbeine schaffen. Ich spreche zum Beispiel auch Hörbücher oder synchronisiere Filme.“

Wissen Ihre Eltern noch was Sie verdienen?
„Nein. Meine Mutter will es zwar immer mal wieder wissen, aber in Punkto Kontostand hört meine Gesprächigkeit auf.“

Sind Sie großzügig?
„Und wie! Manchmal bis zur Verschwendungssucht. Da muss mich meine Familie dann bremsen.“

Kann man Sie ausnutzen?
„Früher schon. Jetzt nicht mehr. Ich habe an Freunde ab und zu Geld verliehen und musste oft ewig hinter ihnen hinterher rennen, um es wieder zubekommen.“

Sprechen Sie heute noch mit diesen Freunden?
„Ich habe ihnen verziehen. Vergessen nicht. In Bezug auf Schulden ist mein Leben sehr aufgeräumt.“

Und sonst?
„Sonst auch. Ich bin mit mir im Reinen, führe insgesamt ein sehr aufgeräumtes Leben. Alles ist gut organisiert, alles hat seinen Platz und einen Plan. Ich mag zum Beispiel mein Regal mit den Ordnern die akribisch beschriftet Seite an Seite dort stehen.“

Klingt ein bisschen nach Pedantin.
„Perfektionistin. Ich weiß ganz genau, welche Unterlagen in welchem Ordner stecken, weil ich es liebe, meine Papiere zu lochen und abzuheften oder in Klarsichthüllen zu stecken. Eigentlich wäre ich eine richtig gute Sekretärin.“

Wie aufgeräumt ist Ihr emotionales Leben?
„Auch das ist mittlerweile sehr gut aufgeräumt.“

Verlieben Sie sich leicht?
„Ich verknalle mich leicht. Aber den zweiten Schritt zu tun und zu sagen, ich will Teil deines Lebens werden, das braucht bei mir ein Weilchen.“

Wie bekommen Sie an dieser Stelle Sicherheit?
„Ich verlasse mich auf meine Menschenkenntnis, mein Bauchgefühl oder auf das Bauchgefühl meiner Familie. Mir hat bis jetzt noch nie ein Mann emotional den Boden unter den Füßen weggezogen.“

Was passiert, wenn Ihre Familie den neuen Freund nicht mag?
„Ach, das gibt es bei mir nicht. Und ich habe schon ein paar ziemlich schräge Vögel mit nach Hause gebracht. Meine Eltern waren zu allen sehr fair, sehr cool. Aber wenn es so käme, würde ich mit dem Mann sicher nicht auf Dauer warm. Ich kann emotional ganz schnell wieder abkühlen.“

Würden Sie einem Mann je Ihre finanzielle Sicherheit anvertrauen?
„Nein. Wir hätten, wenn überhaupt, nur ein Gemeinschaftskonto und da würde ich bestimmen, wie viel von meinem Geld drauf kommt.“

Sonntag, 12. Oktober 2014

Post von Vladimir Bulakov

Zwischen den Drehs in Berlin mit den tollsten und liebsten Freunden! ! !
Ich hoffe Euer Wochenende ist ebenfalls schön?!
VORHER - NACHHER

Freitag, 10. Oktober 2014

Warum Josefine Preuß Robert Atzorn bewundert (Der Westen)

Schlecker-Film Nr. 2: Nach den „Schlikkerfrauen“ von Sat.1 folgt jetzt der ZDF-Zweiteiler „Alles muss raus“ (Montag/Mittwoch, 20.15 Uhr). Josefine Preuß spielt eine Verkäuferin, die von der Pleite des Drogerie-Imperiums überrollt wird. Im Interview schwärmte sie von Film-Partner Robert Atzorn.
Schlecker, die Zweite. Das ZDF beschäftigt sich, kurz nach dem Sat.1-Film „Die Schlikkerfrauen“ , ebenfalls mit dem Umgang des Drogerie-Imperiums. In dem Zweiteiler „Alles muss raus“ (Montag, 13.10. und Mittwoch, 15.10., 20.15 Uhr) heißt der Unternehmer-Clan Faber. Josefine Preuß (29) spielt eine Verkäuferin. Jürgen Overkott (Der Westen) spracht mit ihr.

Sie haben heute drehfrei.
Josefine Preuß: Ja! Endlich mal!

Das klingt nach: vor Arbeit ganz grau.
Josefine Preuß: Ich habe im Moment wirklich viel zu tun, und da ist ein Tag ohne Weckerklingeln (betont) ein Genuss!

Das Weckerklingeln gehörte vermutlich zum Standard-Programm der Schlecker-Frauen. Wie haben Sie sich auf die Rolle vorbereitet?
Josefine Preuß: Ich habe mir alte Zeitungsartikel besorgt, alte Dokus über Schleckerfrauen gesehen. Und: Ich bin zur Vorbereitung auch ein bisschen langsamer durch Drogeriemärkte gegangen. Was haben die Frauen da zu tun? Nur eine einzige Person an der Kasse, kaum ein Ansprechpartner, Regale einsortieren, sauber machen und trotzdem immer freundlich sein beim Kassieren – das ist schon deftig.

Wie kaufen Sie selbst ein?
Josefine Preuß: Ich gehe gerne in den Einzelhandel und bestelle nicht so gern anonym online. Ich kann auch nur dazu aufrufen, den Einzelhandel zu unterstützen, sonst ziehen sich noch weitere Familienunternehmen wie jetzt Tengelmann aus dem Markt zurück.

Das gilt für Supermärkte…
Josefine Preuß: …aber auch für den Metzger um die Ecke. Da weiß ich, wo das Fleisch herkommt. Da ist die Qualität gut. Das gilt auch für den Bäcker. Das bedeutet zwar oft mehrere Gänge, dafür ist es aber schön, mit den Leuten in Kontakt zu treten.

Sie sind der Typ Stammkundin.
Josefine Preuß: Ja!

Sie werden schon für ein Schwätzchen erwartet.
Josefine Preuß: Na ja, nicht direkt. Mir geht es schon in erster Linie darum, einzukaufen. Aber man behält schon die Verkäuferin in Erinnerung. Und dann kommt es auch schon mal zu einem gemütlichen Schwätzchen.

Dann wohnen Sie vermutlich in einer Ecke, die mit Bio-Läden und kleinem Einzelhandel gesegnet ist.
Josefine Preuß: Gesegnet und verflucht.

Verflucht?
Josefine Preuß: Na ja, es eröffnen bei uns schon viele Bio-Läden. Aber es gibt so viele verschiedene Bio-Siegel. Und ich glaube, nicht überall, wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin. Da lass ich mich nicht veräppeln. Und: Es muss auch nicht unbedingt immer Bio sein, wenn die Qualität stimmt. Denn bei Bio gibt es schon ziemlich krasse Preisunterschiede zu anderen Angeboten.

Also nicht unbedingt das bei Vollmond geerntete Sonnenäpfelchen.
Josefine Preuß: Jeder nach seiner Facon. Aber das ist nicht unbedingt meins.

Jetzt, wo Sie drehen, werden Sie ohnehin wenig Zeit zum Einkaufen haben. Was drehen Sie gerade?
Josefine Preuß: Eine Episode der ZDF-Reihe „Nord Nord Mord“, mit Robert Atzorn in der Hauptrolle. Das ist sehr schön, weil er in dem Schleckerfilm „Alles muss raus – Eine Familie rechnet ab“ auch mitspielt, die Rolle des Firmenpatriarchen. Wir haben uns sehr gut verstanden.

Darf ich das als eine Art Vater-Tochter-Verhältnis interpretieren?
Josefine Preuß: Neeeein, nicht Vater-Tochter. Ich habe den besten Vater der Welt. Den tausche auch nicht gegen einen Robert Atzorn ein.

Das wird Ihren Vater sehr freuen.
Josefine Preuß: Robert Atzorn ist einer der nettesten und unkompliziertesten und bodenständigsten und höflichsten Kollegen, mit denen ich jemals arbeiten durfte.

Wäre ich Robert Atzorn, wäre ich jetzt ganz rot geworden.
Josefine Preuß: Nein, ich muss rot werden. Ich kann mich noch an den ersten Drehtag erinnern. Ich war wirklich sehr eingeschüchtert, weil ich mit Robert Atzorn groß geworden bin. „Unser Lehrer Dr. Specht“ – das war wirklich ein riesiges Ding. Das begleitet mich schon so lange, schon in Zeiten, als ich noch gar nicht ans Drehen gedacht habe. Also habe ich Robert Atzorn am ersten Drehtag ganz schüchtern gefragt, ob ich ein Selfie mit ihm machen darf. Und ich hab’s gleich meiner Mama geschickt: Ich drehe gerade mit „Unser Lehrer Dr. Specht“.

Ich wundere mich ein kleines bisschen. Sie haben doch selbst schon viele tolle Sachen gemacht, von „Türkisch für Anfänger“ bis „Hotel Adlon“.
Josefine Preuß: Das ist lieb, dass Sie das so sagen. Aber trotzdem blicke ich zu allen Kollegen auf, mit denen ich arbeiten darf. Und es waren einfach in den letzten Jahren so viele tolle Leute dabei. Gerade auch „Adlon“. Man kann viel gucken und viel lernen.

Ich höre heraus, dass sich das Ensemble bei „Adlon“ und auch bei Schlecker gut verstanden hat. Halten Sie zu Kollegen nach dem Dreh Kontakt?
Josefine Preuß: Ja, auf jeden Fall. Nicht zu allen. Aber zu einigen auf jeden Fall. Ich bin sehr team-affin, deshalb ergibt sich bei den Dreharbeiten meist, dass ich zu zwei, drei Leuten immer einen Kontakt aufbauen kann. Und dann ergibt sich, dass man sich, selbst wenn die Dreharbeiten schon lange vorbei sind, privat auch mal trifft.

Welche Rolle hat Ihren am meisten Schub gegeben?
Josefine Preuß: „Türkisch für Anfänger“, die Serie und auch der Kino-Film. Dass der Film so einschlagen würde – damit konnte keiner rechnen. Dann aber auch das „Adlon“, um ins ernstere Fach reinzukommen. Meine Rolle hat ein breites Altersspektrum abgedeckt. Ich habe schließlich eine 55-Jährige gespielt, was für eine Maske eine Herausforderung war. Das war der absolute Höhepunkt bisher.

Ihnen ist gelungen, aus dem Jungmädchen-Fach herauszutreten.
Josefine Preuß: Dazu muss es zunächst mal jemanden geben, der einem solche Rollen anbietet. Da muss ich (TV-Produzent; d.Red.) Oliver Berben danken, der mir eine ganz, ganz große Chance gegeben hat. Er ist ein toller Unterstützer für mich geworden. Aber es liegt natürlich auch daran, welche Rollen ich annehme. Und da habe ich immer auf mein Bauchgefühl gehört. Da habe ich bis jetzt alles richtig gemacht. Ich werde bald 30, und da mag ich auch keinen Teenager mehr spielen.

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Post von Josi

Nur noch 5 Tage.., dann lernt ihr Janine Krause kennen! "Alles muss raus - Eine Familie rechnet ab", 1. Teil am 13.Oktober, 2. Teil am 15.Oktober, jeweils um 20.15uhr im ZDF..









Meine Mama hat das Brautkleid schon bestellt (IN)

Bericht aus der IN (42/2014)

Montag, 6. Oktober 2014

Traffic Light Tree (Nissan Magazin)

Artikel aus dem Nissan-Magazin (1/2014)