Donnerstag, 28. August 2014

Interview (ZDF)

"Alles muss raus" ist inspiriert von wahren Insolvenz-Skandalen. Der Zweiteiler erzählt vom Überlebenskampf der Menschen am oberen und unteren Ende der Gesellschaft. Was hat Sie persönlich an Ihrer Rolle gereizt?  
Josefine Preuß: An der Rolle generell hat mich gereizt, mal wieder eine Geschichte zu erzählen, die dem Zuschauer vielleicht die Augen öffnet und an dem Film, dass er auf vielen wahren Begebenheiten beruht. Das ist immer eine riesengroße Herausforderung, weil man ja niemandem mit seiner Rolle zu nahe treten will. 

Welche Verantwortung hat man als Schauspieler, Figuren darzustellen, die an reale Begebenheiten angelehnt sind?
Josefine Preuß: Generell muss ein Schauspieler jede Figur, die er spielt, ernst nehmen. Man hat immer eine große Verantwortung gegenüber seiner Rolle. Der Zuschauer möchte ja die Beweg-gründe der Figur verstehen. Eine Figur darzustellen, die an reale Personen angelehnt ist, stellt eine besondere Schwierigkeit dar. Meine Rolle stellt eine Drogeriemarkt-Angestellte von vielen dar, aber trotzdem will man niemandem auf die Füße treten. An Insol-venzen hängen so viele Schicksale dran, viele leiden unter ihrer Kündigung.

Wie haben Sie sich Ihrer Rolle und dem Thema angenähert?
Josefine Preuß: Ich habe viel über das Thema gelesen, mir Interviews und Dokus angeschaut. Es gibt eine tolle Doku über die Schleckerfrauen. Man hat ja damals auch als Privatmensch viel in der Presse mitbekommen, aber trotzdem muss man sich in das Thema reinarbeiten.

Regisseur Dror Zahavi wurde bereits mehrfach für seine Arbeiten ausgezeichnet. Wie empfanden Sie die Zusammenarbeit?
Josefine Preuß: Dror Zahavi ist ein ganz genauer Regisseur. Er ist detailverliebt, probiert gerne aus und lässt ausprobieren. Dabei vertraut er seinen Darstellern. Wenn er ans Set kommt, ist er sehr gut vorbereitet. Er hat immer den Überblick, weiß, was er braucht und was er von den Darstellern will. Trotzdem lacht er viel, auch bei einem Dreh wie diesem und schafft damit ein wirklich gutes Arbeitsklima.

Gibt es Momente bei den Dreharbeiten, die Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben sind? 
Josefine Preuß: Meinen ersten Drehtag habe als Zuckerbrot und Peitsche empfunden. In Janines Wohnung hatte ich gleich die zwei emotionalsten und heftigsten Szenen zu spielen: In der Früh gab es eine Szene, bei der mir fast mein Kind rausgeprügelt wurde und am Nachmittag kam dann eine Liebesszene. Da musste ich dann schon lachen, dass man an einem Drehtag so eine Bandbreite an Gefühlen und Emotionen spielen muss! Das war ein intensiver Einstand, aber gut.

Die Fragen stellten Karla Hirsch und Maike Magdanz
Pressemappe ZDF

Mittwoch, 27. August 2014

Post von Josi

Kurz gehauen aber schnell wieder vertragen ..









Sonntag, 24. August 2014

Interview zu Saphirblau (Filmfutter)

Erst vor zwei Jahren war Josefine Preuß mit Türkisch für Anfänger – Der Film im erfolgreichsten deutschen Film von 2012 im Kino zu sehen. Zuletzt begeisterte sie Millionen von Fernsehzuschauern in historischen Streifen wie Die Hebamme und Die Pilgerin. In Rubinrot und Saphirblau spielt sie die wichtige Rolle von Lucy Montrose – ein Part, der ihr wie auf den Leib geschrieben ist. In unserem Gespräch verriet sie uns, worauf ihre Faszination mit der Edelstein-Trilogie beruht, weshalb sie diese “Harry Potter” vorzieht und wie die Chancen von Türkisch für Anfänger 2 stehen.
von Athur A. (Filmfutter)

Filmfutter: Hast Du den Film bereits gesehen?
Josefine Preuß: Nee, noch gar nicht. Die Premiere heute ist auch meine Premiere. Es gab wohl vorab ein Screening mit den Darstellern, aber zu der Zeit konnte ich nicht. Ich lasse mich heute also überraschen. Ich kann noch gar nichts zu dem Film sagen. Über das Drehbuch, die Dreharbeiten und die Vorlage kann ich erzählen, aber ich bin gespannt, wie der Film jetzt aussieht. Gerade darauf, wie unser Stunt funktioniert hat. Ich bin ja immer von diesen Zeitrücksprungaktionen fasziniert. Das war schon lustig zu drehen, aber jetzt will ich es auch sehen.

FF: Ihr werdet dann an den Seilen hochgezogen, oder? Wie fühlt sich das an?
JP: Toll. Ich liebe es, Stunts zu machen.

FF: Darfst Du viel selbst machen?
JP: Man darf nicht alles selbst machen. Aber ich versuche, so viel wie möglich selbst zu machen. Eben alles, was die Versicherung mitmacht, aber da gibt es strenge Vorgaben beim Film.

FF: Deine Rolle als Lucy ist im zweiten Film etwas wichtiger und emotionaler. Hast Du dich da auf eine bestimmte Szene im Vorfeld gefreut?
JP: Shakespeare zu treffen! Ich muss dazu sagen, dass ich die Thematik der Edelstein-Trilogie schon viel länger kenne, weil ich schon damals für Kerstin Gier die Hörbücher einlesen durfte. Ich weiß noch, wie ich beim Einsprechen des zweiten Teils, „Saphirblau“, im Hörbuchstudio saß und dachte: „Mein Gott, hier wird die ganze Zeit von rothaarigen Frauen geredet, die in der Zeit reisen. Also wenn ich beim Film nicht für eine Rolle angefragt werde, dann fresse ich ’nen Besen!“ Und dann war es wirklich einige Wochen später so weit für Rubinrot. Wenn man weiß, wie wichtig die Rolle von Lucy ist, was sie inhaltlich in der Geschichte ist und was sie für Gwendolyn ist, dann weiß man, was für ein interessanter Charakter sie ist. Ich wollte sie unbedingt spielen. Ich fand die Bücher aber auch alle richtig schön. Ich bin nie auf „Harry Potter“ kleben geblieben, das war mir zu sehr „Muggels“ und die abgefahrene Fantasywelt (lacht), aber die Edelstein-Trilogie ist für mich echt gute Unterhaltung – sowohl im Buch als auch im Film.

FF: Stimmt, Du hast in Vergangenheit in anderen Interviews schon erwähnt, dass Du kein Fan von „Harry Potter“ bist. Wo siehst du den Unterschied zwischen „Harry Potter“ und der Edelstein-Trilogie? Einige sagen ja, die Trilogie sei das „deutsche Harry Potter“…
JP: Ich würde das auch gar nicht vergleichen. Geschichten sind dazu da, um zu erzählen. Ob sie nun realistisch sind oder nicht, ist egal. Ich muss mich in Geschichten verlieren und sie müssen mich fesseln. Das Schönste an einem Buch oder einem Film ist, wenn du vergisst, dass es ein Buch oder ein Film ist. Mit „Harry Potter“ bin ich nie warm geworden. Zauberlehrlinge in einer Zauberschule…das war nicht mein Ding. Bei der Edelstein-Trilogie finde ich die Thematik von Zeitreisen echt super. Und auch als Filme – für die Zielgruppe und als ein Unterhaltungs- und Familienfilm haben Rubinrot und Saphirblau einfach alles dabei. Wir haben ein bisschen Action, wir haben ein bisschen Drama, wir haben eine ganz tolle Liebesgeschichte – eine moderne Variante von „Romeo und Julia“. Eigentlich gibt es ja sogar zwei Liebespaare – Lucy und Paul sind die Vorreiter von Gwen und Gideon. Es ist einfach eine schöne, verflochtene Geschichte mit tollen, starken Charakteren und einer guten Besetzung.

FF: Als Du die Romane zum ersten Mal gelesen hast, hast Du dir also schon vorgestellt Lucy zu spielen?
JP: Damals nicht speziell Lucy. Ich dachte nur, dass bei rothaarigen Frauen, die durch die Zeit reisen…tja, so viele rothaarige Schauspielerinnen gibt es in Deutschland gar nicht. Bei den Hörbuchaufnahmen zu „Saphirblau“ wurden schon Gerüchte laut, dass die Reihe verfilmt werden soll. Ich fand es auch ganz toll, dass Kerstin Gier die Rechte in Deutschland gelassen hat. Das hat Cornelia Funke mit „Tintenherz“ ja anders gemacht. Das finde ich ganz toll, weil wir’s auch können. Kerstin Gier hätte damit auch nach Amerika oder England gehen können, die Bücher sind auch dort erfolgreich. Ich habe beim Einsprechen damals schon verkündet, dass ich schon gerne angefragt werden würde. Es war klar, dass ich nicht die Hauptrolle spielen konnte, aber Lucy zu spielen hat mich total gefreut! Lucy ist ein toller Charakter. Sie ist sehr geheimnisvoll, in dem, was sie zu verbergen hat und gerade in Saphirblau wird jetzt ganz klar, was für eine große Bedeutung sie hat.

FF: Du warst in relativ kurzer Zeitspanne in zwei Fantasyfilmen, Rubinrot und Saphirblau, und einem Horror-Mysterythriller, Lost Place, zu sehen. Das sind allesamt Genres, die in Deutschland nicht häufig vertreten sind…
JP: Die auch nicht gut laufen in Deutschland. Schade.

FF: Hast Du ein Faible für diese Genres?
JP: Gar nicht. Man könnte dann ja auch behaupten, dass ich ein Faible für Historienfilme habe, wenn ich Adlon, Die Pilgerin oder Die Hebamme drehe. Ich will immer möglichst unterschiedliche Sachen drehen und vor allem tolle Geschichten erzählen. Wenn du ein Drehbuch liest, weißt du nicht, ob der Film oder die Serie gut oder erfolgreich wird, ob wie bei Türkisch für Anfänger über 2 Millionen ins Kino gehen oder wie bei Lost Place nur drei Zuschauer. Das weiß ich nicht, aber danach richte ich meine Projekte nicht aus. Es muss mich beim Lesen packen.

FF: Aber woran liegt es, dass die Genrefilme hierzulande nicht so gut laufen?
JP: Weil es immer dieses Vorurteil gibt, dass wir es nicht so gut wie die Amerikaner können, dass wir nicht die technischen Mittel hätten, um Spezialeffekte gut aussehen zu lassen. Das ist Quatsch. Wenn man genug Geld hat und die richtigen Leute, dann sieht das auch in Deutschland fett aus. Aber das traut sich keiner. Was in Deutschland funktioniert, sind eben Romantic Comedies. Aber ich glaube, da ist der Markt auch übersättigt. Also ich kann mir jetzt nicht Kokowääh 23 anschauen (lacht). Es gibt noch andere Geschichten zu erzählen. Es muss auch nicht immer knallen und explodieren. Auch US-Filme wie Station Agent oder Juno sind tolle Streifen mit einer tollen Geschichte. Es passiert kaum was, aber sie sind super. Das wird in Deutschland nie funktionieren.

FF: Die Studios in Deutschland trauen sich nicht viel.
JP: Mutlos, ja. Wir haben echt gute Leute, Autoren. Es gibt einige echt gute, junge und motivierte Leute im Geschäft, aber sie müssen erstmal von den Produzenten angenommen werden und das dauert ein bisschen. Ich finde auch, dass in unserem Serienmarkt noch so viel passieren muss.

FF: Du hast ja auch kürzlich große Erfolge im Fernsehen gehabt, mit Die Pilgerin und Die Hebamme. Wenn man jetzt nach USA schaut, dann können dort die Serien locker mit dem Kino mithalten. Denkst Du, dass es in Deutschland irgendwann auch so weit sein wird?
JP: Nicht so wie in Amerika, aber wir sind noch sehr ausbaufähig, was Serien anbelangt. Es gibt immer 2-3 Perlen, die funktionieren. „Danni Lowinski, „Der letzte Bulle“„Der Tatortreiniger“ ist toll oder auch Dominik Grafs Miniserie „Im Angesicht des Verbrechens“. Selbst „Türkisch für Anfänger“ war toll oder auch „Berlin, Berlin“. Wir müssen uns trauen und es ist auch in der Verantwortung der Sender; nicht eine Staffel zu produzieren und dann nach der zweiten Folge zu sagen: „Oh, wir erreichen die Marktanteile nicht, also schicken wir es ins Nachtprogramm.“ Man muss den Leuten auch ein bisschen Zeit geben, sich daran zu gewöhnen. Hätten wir bei „Türkisch für Anfänger“ alles nach Quoten beurteilt, wäre es nie zum Kinofilm gekommen, denn auch unsere Quoten waren bescheuert. Wenn man eine Serie produziert, dann soll man sie bitte auch senden. Es muss so schlimm für die Darsteller und die Crew sein, wenn du ein halbes Jahr deines Lebens damit verbringst, etwas auf die Beine zu stellen und es dann weggesendet oder gar nicht gesendet wird. Das muss furchtbar sein und ich glaube, das ist der Grund, weshalb gerade jetzt viele gute Leute keine Serien machen wollen. Man weiß nie, ob es ein fester Job ist oder ob es nur die Pilotfolge ist, die läuft. Da muss sich in Deutschland was ändern.

FF: Arbeitest Du lieber für das Kino oder fürs Fernsehen?
JP: Ich mache da gar keinen Unterschied. Man spielt ja auch nicht anders für die Kamera. Kamera ist Kamera… Man erreicht nur vielleicht ein unterschiedliches Publikum. Was wir in Deutschland richtig gut können, sind Mehrteiler, wie „Adlon“ oder „Unsere Mütter, unsere Väter“. Was war das für ein hammermäßiges deutsches Fernseh-Event! Wir können es! Das funktioniert richtig gut. Und damit erreichst du auch 6-7 Millionen, die du mit einem Kinofilm kaum erreichen kannst. Es gibt bestimmte Projekte, die nur im Fernsehen funktionieren.

FF: Merkst Du am Set einen Unterschied zwischen einem Kinofilm und einer Fernsehproduktion?
JP: Der Aufwand am Set eines Kinofilms ist schon ein bisschen größer. Aber nicht die Motivation oder der Wille der Leute, etwas Gutes zu machen. Beim Kino, je nachdem wo die Förderung herkommt, ist man auch viel mehr unterwegs. Fernsehen ist etwas kleiner, gemütlicher und familiärer.

FF: Ein Thema, das mir bei Rubinrot und Saphirblau stark aufgefallen ist, ist Emanzipation. Frauen werden innerhalb der Loge als minderwertig gesehen und starke Frauen wie Lucy oder Gwen müssen sich erst beweisen. Leider ist diese Ungleichheit auch ein Thema, das in der Gesellschaft immer wieder noch auftritt.
JP: Findest du? Wir haben immerhin eine Kanzlerin und eine Verteidigungsministerin.

FF: Und dennoch sind beispielsweise die Gehälter von Männern und Frauen in gleichen Positionen nicht gleich.
JP: Das stimmt, 7% weniger, habe ich gelesen. Aber diese Ungleichheit kennt man und man sagt ja auch, dass Frauen anders verhandeln müssen. Was ich aber noch viel schlimmer finde, ist die Ungleichheit zwischen West und Ost. Dass das mehr als 22 Jahre nach Mauerfall immer noch so ist, stört mich viel mehr. Aber das betrifft glücklicherweise nicht meine Branche. Das Problem der Ungleichheit zwischen Männern und Frauen merke ich in der Filmbranche aber selbst zum Glück nicht. Bei unserem Film hatten wir ja auch einen Mann und eine Frau als Regisseure.

FF: Wie war es eigentlich, unter zwei Regisseuren zu arbeiten?
JP: Das war nicht das erste Mal, dass ich das hatte. Wenn die Regisseure sich im Vorfeld einig sind, merkst du nur einen Regisseur, auch wenn da zwei stehen.

FF: Kannst Du uns etwas zu deinen künftigen Projekten verraten?
JP: Am 13. und 15. Oktober kommt „Alles muss raus“. Darin geht es um den Untergang einer Drogeriemarktkette, mit der Schlecker-Affäre als Vorlage. Es ist wieder eine Oliver-Berben-Produktion. Dann wird der vierte Teil meiner „Lotta“-Reihe Ende oder Anfang des Jahres gesendet.

FF: Was natürlich sehr viele Deiner Fans interessiert – wie stehen die Chancen von einem zweiten Türkisch-für-Anfänger-Film?
JP: Ich habe die Info, dass zunächst Fack Ju Göhte 2 gedreht wird. Das wird nächstes Jahr geschehen und Bora (Dagtekin) hat bestimmt nicht die Zeit und die Muse zwei Filme in einem Jahr zu machen, also wird man wahrscheinlich 2014 und 2015 von Türkisch für Anfänger 2 nichts hören. Aber sag niemals nie!

FF: Du wurdest bestimmt schon sehr häufig in den Interviews gefragt, in welche Zeit Du gerne zurückreisen würdest. Ich habe eine andere Variante der Frage. Wenn Du Deinem jüngeren Ich begegnen könntest, welche Weisheit oder welchen Ratschlag würdest Du ihr auf den Weg geben?
JP: Mach alles genau so, nur noch lauter. Sag wirklich immer, wenn dir was gegen den Kragen geht. Ich war zu oft zu brav. Ich hätte mehr ausrasten sollen an bestimmten Punkten. Ein bisschen auf die Kacke hauen. Das sollten eh generell alle mehr machen.

FF: Vielen Dank für das Interview!

Sonntag, 17. August 2014

Interview bonnFM

„Saphirblau“-Darstellerin Josefine Preuß (Lucy) im Gespräch mit bonnFM
Von Désirée Wilde

Noch vor der Premiere am 12. August 2014 in Köln sprach bonnFM mit Josephine Preuß. Der fertige Film war selbst der Schauspielerin zu diesem Zeitpunkt noch unbekannt. Die aus „Türkisch für Anfänger“ bekannte Darstellerin bestand darauf, das Interview im Whirlpool ihres Hotelzimmers zu führen.

bonnFM: Du bist ja ein riesen Fan der Edelsteintrilogie von Kerstin Gier, was gefällt Dir denn so gut an den Büchern?

Josefine Preuß: Die Trilogie ist fantastisch, weil sie Unterhaltung für die ganze Familie bietet. Die Geschichte ist nicht realistisch, sondern es geht um Zeitreisen kombiniert mit einer Art modernen Romeo-und-Julia-Geschichte und es freut mich einfach, dass Kerstin Gier die Rechte in Deutschland gelassen hat und wir nun schon bei der Verfilmung von Teil 2 angekommen sind.

bonnFM: Hast Du denn einen Lieblingscharakter?

Josefine Preuß: Definitiv Xemerius! Ich bin schon total gespannt darauf, wie er im Film aussehen wird. Gesprochen wird er auf jeden Fall von einem der tollsten Sprecher überhaupt: Rufus Beck.

bonnFM: Hast Du dich aktiv auf die Rolle der Lucy beworben?

Josefine Preuß: Beworben nicht, aber ich bin schon durch das Einsprechen der Hörbücher ganz früh mit der Sache in Berührung gekommen, und dann hieß es, als ich gerade beim Einlesen für „Saphirblau“ im Studio stand, dass die Reihe eventuell verfilmt wird. Und da dachte ich: Ich steh hier die ganze Zeit und lese von rothaarigen Frauen, die durch die Zeit reisen, also wenn ich nicht gefragt werde! Und manchmal muss man einen Wunsch nur laut aussprechen und ein paar Wochen später wurde mir die Rolle angeboten und durch das Lesen wusste ich auch schon, was Lucy in der ganzen Geschichte für eine Bedeutung hat.

bonnFM: Wodurch zeichnet sich Lucy in Deinen Worten aus?

Josefine Preuß: Sie ist sehr mutig und man kann sagen, sie bringt die ganze Geschichte erst ins Rollen. Sie ist ein richtiges Freiwild und vor Gwendolyn die erste Rebellin, die sich gegen die Loge auflehnt.

bonnFM: Was war an der Rolle selbst für Dich die größte Herausforderung?

Josefine Preuß: Bei der Rolle gab es wirklich keine Herausforderung, weil ich durch das Lesen der Bücher die Rolle schon in- und auswendig kannte und es einfach nur Spaß gemacht hat, vor allem die Zeitsprünge.

bonnFM: Wie habt Ihr die gedreht?

Josefine Preuß: Du wirst  an einem Seil befestigt und dann gibt es zwei Stuntmänner, die den Gegenzug steuern und wenn die Springen, dann wirst du nach hinten gezogen. Also lieber sein Geld anstatt für Rummel für so einen Stunt ausgeben, denn das ist einfach nur toll.

bonnFM: Abseits von „Saphirblau“: Das Erste wiederholt gerade die Serie „Türkisch für Anfänger“, die vor zehn Jahren gedreht wurde. Hattest Du seit dieser Zeit besondere Highlights im Filmgeschäft?

Josefine Preuß: Man kann zwar schon sagen, dass Comedy die Königsklasse ist und ich das auch sehr gerne spiele, aber zum Glück bin ich nicht nur allein in dieser Schiene hängen geblieben. „Das Adlon“ als meine erste dramatische Hauptrolle war eine ganz große Sache, vor allem weil niemand im Vorfeld damit gerechnet hatte, wie groß das wird. Mit „Die Pilgerin“ und „Die Hebamme“ habe ich zudem Rollen bekommen, die sich jede weibliche Schauspielerin einfach nur wünschen kann, und ich hoffe, es geht so gut weiter für mich.

bonnFM: Was ist schwieriger zu spielen – Drama oder Komödie?

Josefine Preuß: Comedy, weil ganz viel übers Timing und Tempo geht. Die Dialoge müssen sitzen und es ist weitaus schwieriger Menschen zum Lachen als zum Weinen zu bringen. Du drückst ein bisschen auf die Tränendrüse und legst traurige Musik drunter und schon heult meine Mutter selbst bei der Merci-Werbung. Comedy ist eine ganz hohe Kunst.

bonnFM: Würdest Du sagen, dass das Filmgeschäft ein hartes Business ist bzw. gab es auch mal für Dich schwere Zeiten?

Josefine Preuß: Was heißt schwer, man muss sich in dem Geschäft erst mal einen Namen machen. Ich habe angefangen mit einer Kinderserie und bin dann weiter durch Krimiserien getingelt, als Leiche, Mörder oder Verdächtige bis man dann wirklich mal eine Hauptrolle spielt. Schwer würde ich nicht sagen, weil wenn man professionell arbeitet und ein gutes Bild von sich hinterlässt, dann spricht sich das herum. Was Du können musst, ist pünktlich aufstehen, Deinen Text lernen und um den Rest kümmern sich hochprofessionelle Fachkräfte. Das Problem liegt eher darin, dass der Markt übersättigt ist von Leuten, die sich selbst Schauspieler nennen, z. B. Realitity TV-Darsteller. Für neue Gesichter ist der Markt aber immer offen.

bonnFM: Wolltest Du denn schon immer Schauspielerin werden?

Josefine Preuß: Meine Eltern meinen ja, aber ich erinnere mich an Zeiten, da wollte ich Archäologin oder Gerichtsmedizinerin werden. Das tolle an meinem Beruf ist aber ja, dass ich alles sein kann.

bonnFM: Gönnt man denn den Kollegen die Auszeichnungen oder gibt es Momente, in denen Du gedacht hast: Ich hab es mehr verdient?

Josefine Preuß: Nein, es geht nicht um verdienen, es ist allein schon eine ganz große Ehre bei den zahlreichen Beiträgen, die eingereicht werden, nominiert zu werden und das kann einem keiner mehr nehmen. Ich persönlich bin auch kein neidischer Mensch, so Stutenbeßerei am Set mag ich gar nicht, aber das Geheimnis ist ohnehin, dass die größten Diven die Männer sind.

bonnFM: Was ist besser, eine TV-Produktion oder eine Kinorolle?

Josefine Preuß: Da mache ich überhaupt keine Unterschiede. Es kommt immer auf die Geschichten an und einige eignen sich einfach nicht für die Leinwand. Deutschland ist besonders stark in Mehrteilern, die eignen sich für mehrere Abende zu Hause und erreichen oftmals sogar mehr Zuschauer. Kino ist natürlich schon „fett“, sein Gesicht so auf  großer Leinwand zu sehen, aber es macht beides viel Spaß.

bonnFM: Du hast den Film jetzt ja noch nicht gesehen, ich ging aber davon aus, dass man am Set sich nach dem Drehen die Szenen immer noch einmal angucken darf?

Josefine Preuß: Das ist von Regisseur zu Regisseur unterschiedlich. Unerfahrenen Schauspielern empfehle ich das nicht zu tun, weil man nur auf sich selbst achtet und dabei vergisst, dass es in der Postproduktion noch geschnitten, mit Musik unterlegt wird und vieles mehr. Ich selbst schaue mir das auch nur an, wenn etwas vom Timing nicht passte oder ich wissen will, wo was stehen soll.

bonnFM: Hattest Du bei „Rubinrot“, als Du ihn dann gesehen hast, nachträglich bei einer Szene gedacht: Das hätte ich auch anders machen können?

Josefine Preuß: Das habe ich selten, weil ich als Darstellerin die Verantwortung abgebe. Es gibt den Spielleiter, den Boss am Set und wenn der sagt, das ist gekauft oder das musst Du noch mal machen, dann ist das so. Um es ganz nüchtern und nicht böse gemeint zu sagen, da bin ich gerne Auftragsschauspielerin. Regisseure, die Deine Produktionen kennen, aber eine neue Seite an Dir herauskitzeln wollen, die liebe ich. „Das Adlon“ wäre vielleicht nie so gut geworden, wenn Uli Edel mich nicht  Take um Take hätte spielen lassen, auch wenn ich schon dachte: Was will der von mir, ich spiele doch schon alles?

bonnFM: Darfst Du uns abschließend schon etwas über zukünftige Projekte verraten?

Josefine Preuß: Ja, eine zweiteilige Fernsehproduktion, die am 13. und 15. Oktober im ZDF ausgestrahlt wird. Wieder mit Oliver Berben und es geht um den Untergang einer Drogeriefachmarktkette, angelehnt an die Schlecker-Affäre. Ich spiele eine Verkäuferin, die sich gegen ihre Kündigung auflehnt und auch innerhalb der Familie des Konzernchefs noch eine wichtige Rolle einnehmen wird.

Freitag, 15. August 2014

Clips "Saphirblau"

Leinwandreporter: Interview mit Josi




Leinwandreporter: Gruß von Josi




Challenge Saphirblau Premiere


Mittwoch, 13. August 2014

7 Dinge (OK!)

Style-Bericht über Josefine Preuß aus der OK! (Nr. 34/2014)

Montag, 11. August 2014

Saphirblau-Premiere Köln



GRAZIA-Talk

GRAZIA-Talk: 5 Fragen an Josefine Preuß
Von Susan am Montag, 11. August 2014 um 14:02 Uhr

Josefine Preuß hat uns im kurzen Talk verraten, welche Beauty-Faves sie immer in der Tasche hat. Auf unsere Anti-Lampenfieber-Frage reagierte sie allerdings ganz anders als erwartet...

Josefine Preuß (28) ist das Gesicht für den Mexx Duft "Ice Touch Woman" - Grund genug für uns, die sympathische Schauspielerin nach ihren Beauty-Must-Haves zu fragen. Außerdem hat sie uns noch verraten, welcher Fashion-Trend für sie gar nicht geht (ihr No-Go können wir übrigens absolut nachvollziehen!). Viel Spaß mit unseren 5 Fragen an Josefine Preuß!

Welche drei Beauty-Produkte hast du immer in deiner Tasche dabei?
Mit dabei habe ich immer meinen Mascara (Sensai 38 Grad von Kanebo), mein Lieblingsblush von Bourjois in 'Amber Rose' und ein Lippenpflegeprodukt…

Welchen Trend findest du richtig schrecklich?
Ganz schrecklich finde ich Leggins unter Miniröcken oder Hotpants..

Hast du einen Trick als Schauspielerin, um Nervosität zu bekämpfen und relaxt zu bleiben?
Im Gegenteil, ich liebe Lampenfieber, für mich gehört es immer irgendwie dazu, diese kribbelige Aufgeregtheit..!

Langsam brauchen die Männer im Bad länger als wir - wie findest du das?
Ich mag Männer, die sich pflegen und auch so aussehen, aber länger im Bad sollten sie nie brauchen.

Welche Rolle wolltest du schon immer mal spielen?
Diese Frage ist immer so schwer zu beantworten, was könnte ich mir nach einer 'Pilgerin' und 'Hebamme' noch wünschen..? Gerne immer Rollen mit einer mutigen Haltung und interessanter Hintergrundgeschichte.

Donnerstag, 7. August 2014

Goldene Henne 2014

Josefine Preuß ist für die Goldene Henne 2014 in der Kategorie "Schauspiel" nominiert. Sie tritt gegen 9 Mitstreiter an, nominiert sind u.a. Elyas M‘Barek, Nora Tschirner und Christian Ulmen.
Die Verleihung wird am 10. Oktober um 20:15 Uhr live aus der Neuen Messe Leipzig im MDR Fernsehen und im rbb Fernsehen gesendet.
http://www.mdr.de/unterhaltung/hennevoting-schauspiel100.html
Man kann online und per Telefon für Josi abstimmen.
Telefon-Voting: 01378 - 420 400 001
Online-Abstimmung: Kategorie Schauspiel