Sonntag, 27. April 2014

Deutscher Animationssprecherpreis 2014

Josefine Preuß hat den deutschen Animationssprecherpreis 2014 gewonnen!



«Epic» schlägt «Kleines Gespenst» und «Monster Uni»: Die Schauspielerin Josefine Preuß («Das Adlon») ist am Donnerstag beim Internationalen Trickfilmfestival in Stuttgart mit dem Deutschen Animationssprecherpreis ausgezeichnet worden. Die 28-Jährige erhielt den Trickstar für ihre Sprecherrolle als Mary Katherine im Animationslangfilm «Epic - Verborgenes Königreich», wie die Festivalleitung am Abend mitteilte. Drei Prominente waren für den Sprecher-Preis nominiert: Neben Preuß die Schauspielerin Anna Thalbach für das kleine Gespenst in der Verfilmung des Kinderbuches von Otfried Preußler und Fernsehmoderator Ilja Richter für Monster Mike in «Die Monster Uni».
Der Trickstar wurde von Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn an die Schauspielerin Josefine Preuß für ihre Rolle als Mary Katherine im Animationslangfilm „Epic – Verborgenes Königreich“ übergeben. In seiner Laudatio lobte Kuhn die Schauspielerin für ihre Fähigkeit, subtile Töne und emotionalen Tiefgang mit komödiantischer Leichtigkeit zu kombinieren. „Ihre Stimme verkörpert auf ideale Weise die Stimme eines Großstadt-Teenagers kurz vor dem Erwachsenwerden. Josefine Preuß wird vor allem deswegen mit dem Deutschen Animationssprecherpreis ausgezeichnet, weil sie trotz der vielen Facetten ihrer Rolle – ob ironisch, verzweifelt, verliebt oder einfach nur witzig – niemals übertrieben und immer glaubhaft agiert.“ Für Josefine Preuß ist es die zweite Rolle als Synchronsprecherin für einen Animationsfilm.

---------------------------
Nominierung:
Josefine Preuß ist für den deutschen Animationssprecherpreis 2014 nominiert. Josi erhält ihre Nominierung für die Stimme der Protagonistin Mary Katherine (M. K.) in „Epic – Verborgenes Königreich“ (2013).
Erstmalig verleiht das Internationale Trickfilm-Festival Stuttgart in Kooperation mit dem Renitenztheater den Deutschen Animationssprecherpreis. Der Preis wird für die beste Originalstimme oder den besten Synchronsprecher in einem abendfüllenden Animationsfilm verliehen.


 Nominiert sind Anna Thalbach ("Das kleine Gespenst"), Ilja Richter ("Die Monster Uni") und Josefine Preuß ("Epic - Verborgenes Königreich"). Auf der Shortlist für die begehrte Trophäe standen in diesem Jahr auch die Schauspieler Til Schweiger ("Keinohrhase und Zweiohrküken"), Hannah Herzsprung ("Die Schlümpfe 2"), Marie Bäumer ("Planes"), Detlev Buck ("Sammys Abenteuer 2") und Christian Tramitz ("Free Birds").

Durch das unterhaltsame Galaprogramm mit musikalischer Begleitung sowie Interaktionen mit den Künstlern führt der vielfach ausgezeichnete Kabarettist, Comedian, Autor und Moderator Christoph Sieber – bekannt durch seine Auftritte im „Satire Gipfel“ (ARD) oder in „Neues aus der Anstalt“. Posthum wird auch der Ausnahme-Humorist Loriot zu Gast sein: in einer Weltpremiere präsentiert einer der wichtigsten deutschen Animationsfilm-Regisseure, Hayo Freitag (Werner 1 und 4, Käpt’n Blaubär etc.) das Loriot-Animatic „Das Ei“, bei dessen Entstehung noch der Meister des Humors selbst beteiligt war.

Vergeben wird der Preis für den Gewinner direkt von Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn. Die Verleihung findet am Do, 24. April 2014 um 20 Uhr im Renitenztheater in Stuttgart statt. Die Veranstaltung ist öffentlich, Tickets können hier bestellt werden.

Kopierschutz

Samstag, 26. April 2014

Abschnitt 40

Von 2005 an spielte Josefine Preuß immer wieder in der RTL-Serie Abschnitt 40 mit. Für diese Rolle erhielt sie den Deutschen Fernsehpreis (Förderpreis).

Folge: Vertrauensbruch, Staffel 5, Folge 2; ingesamt Folge 34
Erstausstrahlung: 26.6.2012



Stuggi.tv

Donnerstag, 24. April 2014

Für jeden gibt’s das perfekte Gegenstück (Bunte)

„Dann stehe ich auf und gehe“ – im exklusiven Interview mit Bunte.de verrät Josefine Preuß, wann sie bei einem Date die Flucht ergreifen würde. Ab heute ist sie mit der Romantikkomödie „Irre sind männlich“ im Kino zu sehen.

Sie ist erst 28, extrem zierlich und mit ihren 1,55 Metern auch ziemlich klein: Trotzdem gehört Josefine Preuß zu den bekanntesten deutschen Schauspielerinnen und mimt gerne die Rolle der starken Frau. In ihrem neuen Film „Irre sind männlich“ spielt sie an der Seite von Fahri Yardim (36) die freiheitsliebende Mia, die ihren Freund Daniel wegen seiner krankhaften Eifersucht sitzenlässt. Wir haben im Interview mit der schlagfertigen Ulknudel über ihren kometenhaften Aufstieg, erste Dates und die große Liebe geplaudert.

BUNTE.de: Wie läuft’s, seit du mit „Türkisch für Anfänger“ zum Supergirl mutiert bist?
Josefine Preuß: Scheiße lief‘s. Keine Rollen, keine Angebote. Das hier ist mein großes Comeback (lacht). Scherz. Natürlich geht es mir super. TfA war ein Step, ein noch größerer war „Das Adlon“. Ich wollte ja auch immer noch was anderes machen außer Teenie-Komödien. Es war so schön, dass das Angebot für „Irre sind männlich“ kam. Das fiel direkt zwischen „Die Pilgerin“ und „Die Hebamme“, wo man in der Rolle kein elektrisches Licht und kein Handy hat, wo man echt im Mittelalter spielt. Und dann kommt man wieder in die Neuzeit. Klar, Mia ist nervig und furchtbar, aber geil zu spielen.

Die beiden TV-Produktionen „Die Pilgerin“ und „Die Hebamme“ waren ziemlich dicke Dinger. Woher deine Vorliebe für historische Stoffe?
Das ist keine Vorliebe. Ich rufe ja nicht bei den Besetzern, Produzenten und Regisseuren an und sage: „Leute, jetzt nur noch historisch!“ Das war totaler Zufall. Mich packen einfach die Geschichten und die starken Frauenfiguren – und dann ist mir egal, in welcher Zeit das spielt.

Die „starke Frau“ zieht sich bei dir durch, oder?
Es ist immer schön, jemanden zu spielen, der eine starke Stimme hat.

Du sagtest selbst schon, dass dein Filmcharakter Mia nervt. Im Film klammert zuerst ihr Freund so lange, bis sie Schluss macht, als er es dann verstanden hat, klammert sie. Ist diese Folge auf die Realität übertragbar?  
Ja, das ist das ganz natürliche psychologische Verhalten: Distanz schafft Nähe. Wir Frauen wollen immer das, was wir nicht haben können.

Ist das bei Josefine auch so?
Nee, das ist bei mir nicht so. Ich schaffe ungern Distanz. Und in meinem Privatleben hat sich mir noch diese Frage gestellt.

Wie gehst du an die Sache ran?
Ganz normal. Wichtig ist, beim ersten Kennenlernen keine Scheiße zu erzählen. Man sollte nicht großkotzig sein und sollte sich nicht wichtig nehmen und alles auszuschmücken. Gerade wenn es zu weiteren Treffen kommt, kriegt man ja mit, was stimmt und was nicht. Man sollte einfach nur natürlich sein. Das perfekte Kennenlernen bedarf auch nicht vieler Worte.

Die Kerle im Film machen also alles falsch, weil sie sich komplett verstellen, sogar andere Identitäten annehmen. Was würdest du in so einem Fall tun?
Dann stehe ich auf, nehme meine Sachen und gehe.

Keine zweite Chance?
Nee, dazu bin ich zu sehr Steinbock. Alles, was auf einer Lüge aufbaut, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Auch wenn jemand aus purer Unsicherheit ein paar kleine Lügen auftischt?
Nein. Ich möchte das kennenlernen. Der muss mir von sich aus nichts erzählen, ich will das erleben.

Du wirkst sehr selbstsicher und routiniert. 
Routiniert? Ja klar, ich lerne jeden Tag meinen Traummann kennen (lacht). Ich bin 28 und mir kann man keine Ammenmärchen mehr erzählen. Ich habe schon Beziehungen hinter mir und ich habe auch definitiv noch Beziehungen vor mir. Wir haben alle eine Vergangenheit und unser Päckchen zu tragen. Das ist auch gut so, weil wir aus alten Geschichten lernen und es beim nächsten Mal besser machen können. Wichtig ist nur, dass man das checkt und dann auch wirklich besser macht.

Was hast du gelernt und machst du es jetzt besser?
Ich bin nicht mehr zu fordernd. Früher wollte ich immer alles sofort. Wenn verliebt, dann sofort und 24 Stunden. Bis ich dann nach ein paar Monaten gemerkt habe, dass ich meine Ruhe brauche. Das verstehen die Männer nicht. Dieses warm und kalt und anziehend und wegstoßend – das mache ich jetzt definitiv besser. Man muss sich auch vermissen können, das ist gut.

Hast du einen Universal-Beziehungstipp?
Ich find’s immer ganz toll, wenn man nicht zwischen Partner und Freund differenziert. Ein Partner kann auch der beste Freund sein, dann ist es perfekt. Und man muss miteinander schweigen. Ich meine nicht, dass man sich nichts mehr zu sagen hat. Sondern solche Momente der Stille, in denen man einfach zusammen schweigen kann.

Welcher der beiden Kerle im Film wäre dir lieber – der Unbedarfte oder der Draufgänger?
Wichtig ist bei einem Mann: Er ist erst dann stark, wenn er schwach ist. Er rede nicht davon, dass er heulen muss, wenn er „Pretty Woman“ sieht. Ich rede von menschlich sein. Ecken, Kanten, Fehler, Leichen im Keller haben – wie jeder. Dann ist ein Mann für mich stark, toll und liebenswert.

Bist du auch so?
Natürlich. Ey, wenn ich meine Tage habe, heule ich bei einer „Merci“-Werbung.

Fahri Yardim hat mir im Interview erzählt, dass er der Meinung ist, dass es für verschiedene Lebensphasen den passenden Partner gibt. Wie denkst du darüber?
Ich glaube man findet den einen und dann für immer. Ich bin der Meinung, dass es für jeden Menschen auf dieser Welt das perfekte Gegenstück gibt. Aber diese Welt ist zu groß. Wir haben durchschnittlich nur 80 Jahre, und man findet den nicht immer. Aber den gibt’s.

Wie oft?
Ich hoffe, nur einen.

Eigentlich ein Traumpaar...

Interview mit Fahri Yardim & Josefine Preuß. Artikel aus der Bunte (18/2014)

Dienstag, 22. April 2014

Oliver Berben hat einfach Eier in der Hose

Freiräume in Beziehungen

Josefine Preuß ist einer der Schauspiel-Stars, den die TV-Serie "Türkisch für Anfänger" hervorgebracht hat. Wem sie zu verdanken hat, dass es für sie nicht bei der Serienrolle blieb, erklärt sie im Interview. Ebenfalls verraten hat sie, wie sie auf unliebsame Anmachsprüche reagiert.

Ein Gespräch mit Josefine Preuß (28, "Die Hebamme") wirkt in etwa so wie ein Energy-Drink, ein Gläschen Prickelbrause oder eine kühle Dusche im Sommer - Erfrischung pur. Auch weiß die Berliner Schauspielerin unliebsame Fragen nach dem Privatleben unterhaltsam abzuwehren. So kam die Nachrichtenagentur spot on news in den Genuss einer simulierten Flucht aus dem Hotelfenster. Ein anderer Trick: viele, viele andere Geschichten erzählen. Beim Interview zu ihrem neuen Kinofilm, der Therapiecrasher-Komödie "Irre sind männlich" (Kinostart: 24.4.), war auf diese Weise zu erfahren, dass Erfolgsproduzent "Oliver Berben einfach Eier in der Hose hat".

Warum sind Irre männlich?
Josefine Preuß: Weil sie Männer sind und uns nicht verstehen, was sie aber umso liebenswerter macht.

Verstehen wir denn die Männer?
Preuß: Ja, natürlich! Und die, die immer so unnahbar tun, sind am einfachsten zu durchschauen. Man muss nur begreifen, dass Männer auch ihre Tage haben - auch wenn sie es immer abstreiten.

Wie eng sollte eine Beziehung sein?
Preuß: Es gibt Beziehungen, in denen beide am liebsten jeden Tag 24 Stunden am Stück zusammen sind, und damit auch gut klarkommen. Aber es gibt auch Paare, bei denen jeder einzelne seine Freiräume braucht. Wieder andere stehen auf offene Beziehungen... Das Geheimnis ist, das perfekte Gegenstück zu finden.

Was war der peinlichste Anmachspruch, der jemals zu Ihnen gesagt worden ist?
Preuß: "Hier hast du einen Euro. Ruf deine Mutter an und sag ihr, dass du heute nicht nach Hause kommst."

Ihre Reaktion?
Preuß: Ich habe ihm ein Glas Wasser ins Gesicht geschüttet - das wollte ich schon immer mal machen. Natürlich kommt es auf den Mann an. Bei einem anderen hätte ich vielleicht auch "Oh, ist das süß!" gesagt.

Warum geht es in Beziehungen denn so oft um "haben können - nicht haben wollen" und "nicht haben können - haben wollen"?
Preuß: Distanz schafft Nähe. Wichtig ist, sich nicht auf einen Menschen zu versteifen, denn wenn man unbedingt will, dann klappt es erst recht nicht. Meine Oma hat immer gesagt: "Du darfst nicht suchen, du wirst gefunden!" Damit hat sie vollkommen recht. Vielleicht erleben wir unseren ersten Frühling erst mit 70? Die Hauptsache ist aber doch, dass wir ihn erleben.

Was halten Sie von Therapien?
Preuß: In den USA gehört eine Therapie als Statussymbol dazu. Hier heißt es dann gleich: "Oh, du musst aber Probleme haben!" Ich finde, wer es braucht, soll es machen. Es gibt Themen, die man vielleicht nicht mit seinem engsten Umfeld besprechen möchte, warum sollte man damit dann nicht zu einem Profi gehen? Außerdem hat ein Außenstehender einen ganz andere Blick auf dich und dein Thema, gerade weil er dich nicht kennt.

Und Paar-Therapien?
Preuß: Ich würde nichts verurteilen. Für die beste Paar-Therapie halte ich aber getrennte Einzel-Therapien.

Wie sieht Ihr Weg in diesem Zusammenhang aus?
Preuß: Meine Therapeuten sind meine Eltern und meine Freunde, weil sie mich am besten kennen. Ich benutze auch nicht den Job, um mich zu therapieren - dann würde ich verrückt und der nächste Klaus Kinski werden.

Sie haben sich in kurzer Zeit an die deutsche Darstellerspitze gespielt. Wie schaffen Sie es, am Boden zu bleiben?
Preuß: Einerseits habe ich die bodenständigsten Eltern, die man sich nur vorstellen kann. Wobei sie, gerade für Teenager, sehr schwierige Berufe haben: Polizist und Lehrerin. Zuhause waren sie aber immer einfach nur Eltern. Das haben sie mir so vorgelebt, dass es mir jetzt nicht schwerfällt, das auch so zu machen. Hinzukommt, dass ich von der Persönlichkeit her gar nicht der Typ zum Abheben bin. Ich trenne klar zwischen Job und Privatleben - ich staubsauge ja auch nicht in Abendkleid und High Heels.

Sie und Elyas M'Barek haben sich ausgehend von einer Serienrolle eine sensationelle Karriere erarbeitet. Da gibt es auch andere Beispiele. Was war in Ihrem Fall ein entscheidender Faktor?
Preuß: Für mich ist es ein großes Glück gewesen, dass ich auf Oliver Berben getroffen bin. Er war der Executive Producer von "Türkisch für Anfänger" und danach der Erste, der gesagt hat: "Ich glaube dir, dass du auch etwas anderes kannst, und ich würde auch gerne mal was anderes von dir sehen." Die Wende war dann "Das Adlon. Eine Familiensaga" - und ich weiß, was er mit meiner Besetzung für ein Risiko eingegangen ist.

Sonst wären Sie bei Komödien geblieben?
Preuß: In der Schiene Teenie-Komödien zu bleiben, wäre für mich vollkommen in Ordnung gewesen. Erstens spiele ich gerne lustig, außerdem ist es weitaus schwieriger, Menschen zum Lachen zu bringen als zum Weinen.

Auch beim Kinofilm "Irre sind männlich" hat Oliver Berben gegen den Typ besetzt.
Preuß: Genau. Es wird viel geredet in der Branche, aber Oliver Berben hat einfach Eier in der Hose. Ich mag seinen Mut. Der glaubt an seine Projekte und lässt es jeden am Set auch spüren. Außerdem hat er verstanden, dass ein Film Teamarbeit ist. Der Film kann nur dann gut werden, wenn jede Abteilung gut ist. Und wenn es ein Problem gibt, interessiert ihn das wirklich.

Was halten Sie von Spy-Software?
Preuß: Das ist eine Frechheit und sicher auch nicht ganz legal - ich bin Polizisten-Tochter, ich steh auf legal.

Wäre Online-Dating etwas für Sie?
Preuß: Nein, gar nicht. Ein Mann muss mir seinen Charakter nicht beschreiben, er muss ihn mir zeigen.

Einen Ihrer Kollegen aus dem TV-Film "Die Hebamme" kennen Sie auch privat sehr gut. Was bedeutet das für gemeinsame Dreharbeiten?
Preuß: Sie meinen Vladimir Burlakov? Der ist sogar mein bester Freund. Wenn ich jetzt nicht hier beim Interview wäre, würden Vladi und ich gerade zuhause bei mir auf der Couch sitzen und unseren zweiten Latte Macchiato trinken. Wir sehen uns eigentlich täglich. Oliver Berben hat uns beide erstmals zusammen vor die Kamera gebracht und was soll ich sagen: Es war toll, wir haben uns auf der professionellen Ebene neu kennengelernt. Das wird nicht der letzte Film sein, den wir zusammen drehen.

Quelle: Abendzeitung München

Fotos "Irre sind männlich"


Montag, 21. April 2014

Josi über "Irre Sind männlich", Eifersucht und Lachanfälle

Interview aus The Huffington Post von

Ob als freche, pubertierende Lena in "Türkisch für Anfänger", als Sonja Schadt im "Adlon" oder auch als Hebamme in einem Fernsehdrama: Josefine Preuß beweist immer Mut zur Wandlung. Von lustig bis dramatisch ist alles dabei. So kann man sie ab dem 24. April 2014 in der Kino-Komödie "Irre sind männlich" an der Seite von Fahri Yardim und Milan Peschel auf der Leinwand bewundern.
In der Rolle der Mia spielt sie eine junge Frau, deren Beziehung aufgrund von Eifersüchteleien und Kontrollzwang die besten Tage hinter sich hat. Ihr Freund Daniel (Fahri Yardim) hat schnell ein Mittel gefunden, um dem Liebeskummer zu entfliehen: Gemeinsam mit seinem Freund Thomas (Milan Peschel) reißt er mit einer ausgetüfftelten Masche Frauen während Therapiesitzungen auf. Blöd nur, dass die Damen ihnen bald auf die Schliche kommen. "Irre sind männlich" ist ein Film, bei dem man für eineinhalb Stunden laut lachen und oft schmunzeln kann, was nicht zuletzt der Situationskomik mit schlagfertigen Dialogen und der Darstellungskraft Milan Peschels und Fahri Yardims zu verdanken ist. Und bei all den lustigen Szenen steckt auch viel Wahres und Echtes in dieser Komödie. Nämlich, dass man sich in einer guten Beziehung nicht verstellen muss.
Was Josefine Preuß privat von Eifersucht, lustigen Rollen und Lachanfällen am Set hält, hat sie mir im Interview verraten.

Welche Rollen spielst du lieber - eine Rolle wie die der Mia in "Irre sind männlich" oder zum Beispiel deine Rolle als Hebamme in "Die Hebamme"?
Ich bin Darstellerin, deshalb geht es mir nicht um schönere oder leichtere Rollen. Das ist mein Job. Keine Rolle soll der anderen ähneln. Ich möchte alles machen und im besten Fall auch immer abwechselnd.

Was ist schwerer zu spielen? Komödie oder Drama?
Die Königsklasse ist die Komödie. Meiner Meinung nach ist es schwieriger Menschen zum Lachen zu bringen als zum Weinen. Menschen zum wahrhaftigen Lachen zu bewegen, ist eine hohe Kunst.

War "Türkisch für Anfänger" dann ein guter Übungsweg für dich?
Ja, absolut, die Serie war die beste Übung. Dort kam ich zum ersten Mal mit Comedy in Berührung.

Können deine Fans auf einen Teil 2 des Kinofilms "Türkisch für Anfänger" hoffen?
Nein, es wird keinen zweiten Teil geben.

Wie schaffst du es bei lustigen Szenen ernst zu bleiben und nicht ständig loszulachen?
Lustig wird es erst, wenn man es als Schauspieler ernst spielt und auch ernst nimmt. Darin besteht die Komödie. Erst dann ist es für den Zuschauer witzig. Wir sind alle Profis, können unseren Text und wissen, was passiert. Man probt, man dreht. Klar bekommt man mal einen Lachanfall, aber das ist ja das Schöne an einer Komödie, weil man dann schon weiß, wie es später wirkt. Trotzdem kommt es selten zu Aussetzern.

Dein Patentrezept für solche Aussetzer?
Ich brauche keines. In dem Moment bin ich die Rolle und dann denke ich das, was vorgeschrieben ist, also was die Rolle denkt. Da haben private Gedanken und Außeneinflüsse nichts zu suchen.

In "Irre sind männlich" verkörperst du als Mia eher einen lockeren Beziehungstyp. Bist du privat eifersüchtig?
Nein. Eifersucht ist eine Todsünde! Ich kann mit Eifersucht, die mir entgegengebracht wird, nicht umgehen und ich bin selbst auch kein eifersüchtiger Mensch. Entweder du vertraust und du bist dir sicher, dass derjenige der Richtige für dich ist und du für ihn, oder die Beziehung ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Eifersucht kompensiert nämlich immer die eigenen Ängste. Für mich besteht eine perfekte Beziehung ohne Eifersucht - und zwar komplett.

Findest du es okay, sich beim ersten Kennenlernen zu verstellen und ein bisschen zu schwindeln?
Nein. Man sollte nichts falsches erzählen und sich nicht verstellen. Gerade wenn es dann zu öfteren Treffen kommt, kriegt man ja ganz schnell mit, was von Anfang an gelogen war. Für mich bedarf das perfekte Kennenlernen nicht vieler Worte. Er muss nicht seinen Charakter beschreiben, den will ich schließlich kennenlernen!

Kannst du dein Filmleben gut von deinem Privatleben trennen?
Ja. Ich nehme meine Rolle nie mit nach Hause. Dazu bin ich zu professionell und ich sehe es auch als meinen Job, das zu trennen. Meine Familie ist auch sehr bodenständig und daheim bin ich ganz einfach Josefine.

Fällt es dir leicht, dich für einen Film optisch zu verändern?
Oh ja, mir macht das total Spaß! Abgesehen davon, dass ich mich für einen Film oft verändern muss, mag ich es auch wirklich gerne und bin da immer gleich dabei und mache auch selbst Vorschläge.

Gibt es ein bestimmtes Ritual, das dich von Film zu Film begleitet?
Ich nehme immer ein besonderes Requisit mit. Bei "Irre sind männlich" war das zum Beispiel die Lederjacke der Mia. Beim Film "Die Hebamme" durfte ich den Verlobungsring mitnehmen - immerhin war das dort mein erster Film-Antrag. Das Schwert des Rigoberts war mein Andenken vom Film "Die Pilgerin".

Was macht dir mehr Spaß: Kinofilme zu drehen oder Fernsehfilme?
Mir macht sowohl das eine als auch das andere großen Spaß. Mit Fernsehen erreicht man mehr Menschen, aber natürlich ist es der Traum jedes Schauspielers auch auf der großen Kinoleinwand vertreten zu sein. Ich habe das Glück, beides machen zu dürfen.

Sonntag, 20. April 2014

Post von Josi

20. April 2014

Bootstrip auf der Spree...
Ich wünsch euch ein schönes Osterfest!!!!









Donnerstag, 17. April 2014

Mit 60 relax ich in Warnemünde

Interview mit Josefine Preuß der Online-Zeitung Zeitjung
Wir haben mit Josefine Preuß über Onesies und Omnipräsenz gesprochen. Über Männer auch. 

Von Rosali Wiesheu

Josefine Preuß spielt im neuen Film „Irre sind männlich“ (Filmstart 24. April 2014) die komplexbeladene Exfreundin des Protagonisten Daniel, dargestellt von Fahri Yardim. Im Film testen die beiden Kumpels Daniel und Thomas, gespielt von Milan Peschel, das Aufreißpotenzial von Gruppentherapien.

Ich sitze im Bayerischen Hof auf einem filigran bestickten Stuhl in einem prunkvoll wandverschnörkelten Raum und warte. Plötzlich geht die Tür auf, Josefine Preuß stürmt mit Karacho ins Zimmer, nimmt mit Schwung Platz auf dem opulenten olivgrünen Sofa in der Raummitte, grinst und streckt mir die Hand zur Begrüßung aus.

ZEITjUNG.de: Josefine, sind Irre männlich?
Josefine Preuß: Männer sind irre, Irre sind männlich, weil sie Männer sind, weil es dazu gehört, weil sie uns nicht verstehen und weil es sie umso liebenswerter macht. Als Frau muss man einfach nur checken, dass Männer definitiv auch ihre Tage haben, obwohl sie es vehement abstreiten. Aber das gibt's und das stimmt wirklich!

Im Film will deine Rolle Mia ihren Daniel erst wieder zurückhaben, nachdem er nicht mehr an ihr interessiert ist. Kennst Du das auch?
Ich denke, das ist eine ganz natürliche menschliche Reaktion. Distanz schafft Nähe. Was wir nicht haben können, das wollen wir umso mehr. Das ist bei einer Handtasche so, die wir im Schaufenster erblicken oder einer Jacke, die wir an einer Freundin sehen. Das liegt in unserer Natur. Allerdings… (überlegt kurz) wenn du unbedingt gefunden werden willst, dann passiert das meistens erst recht nicht. Meine Oma hat vollkommen Recht, wenn sie sagt, du musst nicht suchen, du wirst gefunden. Und so ist es. Egal wann. Wir können alle unseren Frühling erst mit 70 erleben. Wichtig ist, dass wir alle überhaupt einen ersten Frühling haben.

Hattest du denn deinen „ersten Frühling“ schon?
Statt einer zufriedenstellenden Antwort bekomme ich eine 1A Sporteinlage präsentiert. Josefine nimmt Schwung, kraxelt auf den mahagonifarbenen Sofarand und blickt aus der langen Fensterfront hinaus. Nach einer kurzen Pause dreht sich schelmisch zu mir um und konstatiert:
Also gerade sieht das Wetter ja eher so verdammt nach Herbst aus, oder?

Na gut… Möchtest du uns vielleicht erzählen, was der peinlichste Anmachspruch war, der dir jemals widerfahren ist?
„Hier hast du einen Euro. Ruf deine Mutter an und sag ihr, dass du heute nicht nach Hause kommst.“ (Guckt angesäuert. Grinst dann breit.)
Ich hab ihm ein Glas Wasser ins Gesicht geschüttet. Sorry, aber ich meine, er hätte auch einfach nur „HALLO“ sagen brauchen…

Was hältst du von Therapien?
Ich kann total verstehen, dass, wenn jemand eine scheiß Kindheit hatte oder sonst andere Probleme, man die einfach nicht mit seinem engsten Umfeld bereden will. Dafür braucht man dann professionelle Hilfe; jemanden, der das studiert hat. Meine Therapeuten sind meine Familie und meine Freunde, weil sie mich einfach am besten kennen. Ich benutze auch nicht den Job, um mich zu therapieren. Dann würde ich irre werden. Dann wäre ich echt der nächste Klaus Kinski.

Hast du irgendwelche Psychosen oder Neurosen, die du dir gerne wegtherapieren lassen würdest?
Ja, ich möchte immer recht haben. Und ich habe auch immer Recht (grinst). Ich bin schon so ein Klugscheißer. Das merke ich vor allem daran, dass keiner mit mir Quizduell spielen will, weil ich immer gewinne. Und irgendwie will auch keiner mit mir auf der Konsole zocken…

Mit „Türkisch für Anfänger" hattest du relativ schnell relativ großen Erfolg, der sich durch deine Rollen in „Adlon“, „Die Hebamme“ und „Die Pilgerin“ fortsetzt. Wie bleibst du am Boden?
Ich hab einfach die bodenständigsten Eltern und ich bin generell nicht der Typ zum Abheben. Ich mache da auch einen klaren Cut zwischen meinem Job und meinem Privatleben. Ich renn zum Beispiel zu Hause voll oft in so einem eher peinlichen Onesie herum, den man bis obenhin zumacht… Ich weiß auch nicht, was die Leute sich immer so vorstellen. Dass man in Abendkleid und High Heels staubsaugt?

Dem Spiegel hast du 2012 gesagt, dass du weg von der Comedy willst und lieber emotional in Rollen richtig eintauchen möchtest, dich entblößen. Das ist ja bei „Irre sind männlich“ eher nicht so der Fall. Bist du nach deinen tragischen Rollen in den letzten Filmen nun wieder bereit für Komödien?
Ich muss sagen, dass ich einfach totales Glück hatte, den richtigen Produzenten für mich zu finden. Oliver Berben, der auch als Executive Producer bei „Irre sind männlich“ beteiligt ist, ist bis dato der Erste, der gesagt hat, ich glaube dir, dass du was anderes als Teenie-Komödien kannst und ich würde auch gern mal was anderes von dir sehen. Ein totaler Wendepunkt war da der Film „Adlon“ 2013. Ich weiß, was Oliver damit für ein Risiko eingegangen ist. Er hat damals von allen Seiten gehört: „Ach, die doch nicht. Komm, die kann Komödie, aber die kannst du doch nicht für so eine Rolle besetzen.“ Ich hatte einfach einen Produzenten, der mutig war. Oliver Berben… das ist ein Hammer, dass ich den gefunden habe.

Was ist jetzt noch mal so toll an dem?
Ich mag einfach seinen Mut. Oliver hat Eier in der Hose. Er glaubt an seine Projekte und lässt das auch jeden am Set spüren. Ein Film wird immer erst dann richtig gut, wenn auch alle Beteiligten – von den Schauspielern bis zu den Kabelträgern und dem Catering – miteinbezogen sind, sich wohl fühlen. Oliver macht das komplette Setting sehr familiär. Sobald es ein Problem gibt, packt er es an und findet einfach eine Lösung. Er vertraut, entwickelt, hat Mut und steht zu seinem Wort. Das finde ich toll!
Noch dazu, wenn man bedenkt, dass er es nicht leicht gehabt hat. Als Sohn einer der renommiertesten deutschen Schauspielerinnen hat jeder zu ihm gesagt: „Ist doch klar, dass du in die Filmbranche kommst. Du hast ja deine Connections.“ Nein, Oliver Berben hat sich extremst angestrengt: er war Produktionsfahrer, Regieassistent, hat Continuity gemacht. Er hat sich alles selbst erarbeitet und zwar immer mit dem Vorwurf „Ach du bist doch der Sohn von…“ Davor habe ich einen Heidenrespekt!

Welche Projekte stehen als nächstes an?
Jetzt im Mai beginnen die Dreharbeiten für den vierten Teil meiner Lotta-Reihe im ZDF. Und im Spätsommer steht dann vielleicht wieder eine Kinokomödie an. Und nein, es handelt sich hierbei nicht um „Türkisch für Anfänger 2“! Generell muss ich aber auch ein bisschen ruhiger treten. Ich war jetzt einfach in den letzten Monaten sehr präsent im Deutschen Fernsehen und möchte eigentlich gar nicht so omnipräsent sein… Ich möchte auf keinen Fall bei den Menschen irgendwann diesen Effekt auslösen: „Ooooch, die schon wieder.“

Wie verbringst du deine Filmpause? Hast du schon Pläne?
Ich habe jetzt durchschnittlich hoffentlich gute 55 bis 60 Jahre vor mir. Die will ich vor allem nutzen, um zu reisen. Ich bin mir bewusst, dass man, um die schönsten Ecken der Welt zu besichtigen, einfach zehn bis zwölf Stunden im Flieger sitzt. Das mache ich lieber jetzt als mit 60. Denn mit 60 relax ich wahrscheinlich in einer Hängematte in Warnemünde. Jetzt will ich die Welt sehen.

Samstag, 12. April 2014

Premiere "Irre sind männlich"

Josefine Preuß auf der Premiere von "Irre sind männlich" im Mathäser Filmpalast München am 10.4.14

http://www.bild.de/video/clip/filmpremiere/premiere-irre-sind-maennlich-35468102.bild.html