Montag, 27. Januar 2014

Bermuda-Dreieck Nordsee

Josefine Preuß im TV-Film "Bermuda-Dreieck Nordsee" aus dem Jahr 2011



Samstag, 25. Januar 2014

Post von Josi




25.1.2014

Über 300 TSD??? Unfassbar..
Lieben Dank an euch alle.
Für mich stehen die letzten Urlaubstage an und ich versuche euch die Sonne mitzubringen..

 

 

Freitag, 24. Januar 2014

Wir Frauen sind das starke Geschlecht - und das ist gut so (Das Neue Blatt)

In der Zeitschrift Das Neue Blatt (Nr. 2/2014) gibt es ein Interview mit Josefine Preuß.


Dienstag, 14. Januar 2014

Ich glaube noch an die Liebe (das neue)

In der Zeitschrift das neue gibt es ein Interview mit Josefine Preuß.

Bekannt wurde Josefine Preuß einem breiten Publikum als kesse „Lena“ in der Serie und im Kinofilm „Türkisch für Anfänger“. Die Schauspielerin beweist in ihrer neuesten Rolle als „Die Pilgerin“ Mut zur Hässlichkeit. Um die Hauptfigur „Tilla“, die als Mann verkleidet zu einer abenteuerlichen Pilgerreise aufbricht, verkörpern zu können, trennte sich die 27-Jährige von ihren langen Haaren.

? Wie geht es gerade Ihrer Haarpracht?
Josefine Preuß: Die fühlt sich wohl unter der Mütze! Momentan tue ich mich ein bisschen schwer mit der Zwischenlänge. Da muss demnächst ein richtiger Schnitt rein. Aber mal schauen, was die nächste Rolle bringt.

? Wie weit würden Sie für eine gute Rolle gehen?
Josefine Preuß: Alles was schlecht für die Gesundheit ist – etwa 20 Kilogramm zuzunehmen – lehne ich ab. Die Dreharbeiten zur „Pilgerin“ waren bisher die körperlich anstrengendsten für mich. Wir stellen ja eine mehrmonatige Pilgerreise durch drei Länder dar, in einer der dreckigsten Zeiten überhaupt. Auch die Vergewaltigungsszenen waren harter Tobak. Aber das Schwierige ist auch das Schöne daran, dass man so etwas spielen darf.

? Ein halbes Jahr lang haben Sie in Tschechien gedreht. Die Filmcrew ist in der Zeit zur Ersatzfamilie geworden. Fällt man dann in ein Loch, ist die Arbeit beendet?
Josefine Preuß: Da anschließend gleich die ganzen Nachdreh- und Pressetermine anstanden, ist mir sowas nicht passiert. Auch war ich froh, meine Familie wiedersehen zu können. Wenn man so lange im Hotel gelebt hat, wo alles gemacht wird, ist es schön, nach Hause zu kommen und selbst saubermachen zu können.

? Josefine Preuß – die Putz- und Bügelfee?
Josefine Preuß: Bügeln ist nicht so mein Ding. Ich kaufe auch immer Kleider, die man nicht bügeln muss. Ich bin aber wirklich gut im Saubermachen und Wäschewaschen. Kochen kann ich nicht, aber richtig gut Essen bestellen.

? Heikel sind Sie auch bei der Sauberkeit im Hotelzimmer?
Josefine Preuß: Geduscht wird nur mit Badelatschen. Auch den Fußboden betrete ich nicht barfuß. Und zwischen Matratze sowie Bettlaken lege ich eine Hygieneunterlage. Ich will ja nicht auf fremder DNA schlafen.

? Seit der Trennung von Schauspieler-Kollege Vinzenz Kiefer (34) gelten Sie als Single. Wie sieht es mit Ihrem Liebesleben aus?
Josefine Preuß: Ich rede grundsätzlich nicht über mein Privatleben. Wenn man in der Öffentlickeit zusammenkommt, trennt man sich umso leichter wieder. Aber ich bin erst 27. Ich glaube noch an die Liebe. Meine große Liebe ist sowieso das Leben. Und welche Überraschungen es noch für mich bereithält.

Quelle: rinathinksabout

Freitag, 10. Januar 2014

Cover - Auf einen Blick

Josefine Preuß ist auf dem Cover der Fernsehzeitschrift Auf einen Blick abgebildet.


Dienstag, 7. Januar 2014

2014: Kein TfA 2

Wie mir Constantin Film heute mitteilte, ist für das Jahr 2014 kein 2. Teil vom Film "Türkisch für Anfänger" geplant.

Darum gab es Tränen am Set von „Die Pilgerin“ (Bild)

Volker Bruch und Josefine Preuß im BILD-Interview
Von M. Schacht
 
Macht, Sex und eine lange Reise: Millionen sahen am Montag Josefine Preuß (27) und Volker Bruch (33) im Mittelalter-Epos „Die Pilgerin“ (ZDF). In BILD spricht das Schauspiel-Duo über Tränen beim Dreh, Religion und – natürlich – das Pilgern!

BILD: Sie haben „Die Pilgerin“ drei Monate in Tschechien gedreht. Woran erinnern Sie sich besonders?
Josefine Preuß: „Als mir meine Haare um vierzig Zentimeter abgeschnitten wurden, habe ich geweint.“
Volker Bruch: „Wirklich?“
Preuß: „Ja, im Ernst! Das ist ein ziemlicher Schritt für eine Frau! Die Haare sind ja immer noch kurz.“

BILD: Sie spielen Geschwister. Kannten Sie sich?
Bruch: „Wir kannten uns nicht, haben uns erst beim Drehen getroffen.“

BILD: Klingt riskant …
Preuß: „Nö, gar nicht. Volker und ich passen wie Arsch auf Eimer. Da hat der Regisseur ganze Arbeit geleistet.“

BILD: „Die Pilgerin“ wird von Männern unterdrückt. Wie reagieren Sie, wenn Männer Ihnen etwas verbieten wollen?
Preuß: „Mir darf kein Mann etwas verbieten. Wenn überhaupt, dann nur mein Vater!“

BILD: Frau Preuß, Sie verkleiden sich im Film als Mann …
Preuß: „... aber ich bleibe Frau! Ich wollte nicht mit Eiern in der Hose rumlaufen.“

BILD: Würden Sie pilgern?
Bruch: „Ich kann mir das nicht vorstellen. Schon gar nicht, um wie im Film ein verwesendes Organ von A nach B zu tragen. Du?“
Preuß: „Nein, niemals! Aber das ist ja heute durch das Buch von Hape Kerkeling auch so ein Touristen-Ding geworden. Auf dem Jakobsweg ist ja alle paar Meter ein nettes Café oder ein komfortables Hotel.“

BILD: Sind Sie gläubig?
Bruch: „Ich bin nicht religiös aufgewachsen. Der Glaube spielt in meinem Leben also keine besondere
Rolle.“
Preuß: „Ich bin da sehr pragmatisch. Ich glaube an das, was ich sehen und anfassen kann. Ich bin keine Freundin der Religion, aber auch kein Feind.“

Quelle: Bild

Sonntag, 5. Januar 2014

Eine Atheistin spielt die gläubige Pilgerin (BZ)

B.Z.-Besuch am Set von "Die Pilgerin“ in Prag:
Reporter Tobias Render mit Josefine Preuß
Josefine Preuß ist der Star im ZDF-Zweiteiler. In der B.Z. spricht sie über Religion, Sünde und Lügen.
Tobias Bender

Bisher geht es für sie sie beruflich nur bergauf: Sie wurde berühmt mit „Türkisch für Anfänger“ und verdrehte uns in „Das Adlon“ erneut den Kopf. Jetzt ist Josefine Preuß (27) am bisherigen Höhepunkt ihres Erfolgsweges angekommen! Am Sonntag spielte der TV-Star die Hauptrolle in „Die Pilgerin“. Die Fortsetzung läuft Montag, 20.15 Uhr, im ZDF. Im B.Z.-Interview spricht sie über Religion, Sünde und Lüge:

Wie wird man als Atheistin eine gläubige Pilgerin? Anders als im Film ist Preuß im wahren Leben ganz und gar nicht religiös: „Meine Familie und ich sind die totalen Atheisten. Wir glauben nur an das, was wir sehen.“

Religionsunterricht hatte sie in der Schule zwar und mag es auch in anderen Städten, sich alte Kirchen anzuschauen: „Weil die einfach schön sind“, findet sie. Aber Pilgern? Nichts für sie: „Sie meinen den Trendsport, der seit Hape Kerkelings Buch so im Trend liegt“, fragt sie. „Ich muss nicht Buße tun. Ich habe in meinem Leben nichts Schlimmes gemacht.“

Für die Dreharbeiten des Zweiteilers von Erfolgs-Produzent Nico Hofmann (54) reiste sie bis nach Tschechien. Die Story: Tilla will dem toten Vater den letzten Wunsch erfüllen und sein Herz in der heiligen Erde von Santiago de Compostela vergraben. Weil ihr auf dem Weg dahin die Männer an die Wäsche wollen, schneidet sie sich die langen Haare raspelkurz und geht seitdem als Junge durch.

Sie selbst hätte einen Ablassbrief höchstens für ihren Beruf gebraucht, glaubt sie: „Schließlich bin ich professionelle Lügnerin. Jeder Schauspieler ist das.“ Enthaltsamkeit? Fehlanzeige! „Ich rauche. Ich trinke abends mal ein Glas Wein. Warum soll ich auf Genussmittel verzichten“, fragt sie. Auch beim Dreh in den historischen Barrandov-Studios in Prag zieht sie in Raucherpausen genüsslich an einer Zigarette.

„Ich bereue gar nichts“, sagt sie. „Ich würde alles noch einmal genau so machen.“ Einziges Manko für sie als Atheistin: „Dass ich nicht kirchlich heiraten kann. Aber wer weiß, ob ich überhaupt heirate. Vielleicht mache ich dann eine Unterwasserhochzeit oder so.“

Quelle: BZ

Pilgern? Ich bin der faulste Mensch überhaupt! (Berliner Kurier)

Interview aus dem Berliner Kurier
Von Anne-Kattrin Palmer

Kurze Haare, keckes Lächeln – einfach nur natürlich süß. Josefine Preuß (27) ist Deutschlands erfolgreicher TV-Schnuckel. Zuletzt glänzte der Star aus „Türkisch für Anfänger“ im Familien-Epos „Adlon“, bald sehen wir sie als „Hebamme“ oder immer mal wieder im „Tatort“. Und am 5. und 6. Januar ist die Schauspielerin im ZDF-Zweiteiler „Die Pilgerin“ (jeweils ab 20.15 Uhr) zu sehen. In dem Film spielt die freche Berlinerin eine eigenwillige junge Frau, die im 14. Jahrhundert als Mann verkleidet eine gefährliche Pilgerreise antritt, um den letzten Wunsch ihres Vaters zu erfüllen – sein Herz nach Santiago de Compostela zu bringen. Für das Mittelalter-Epos musste sie sich von ihrer langen Haarmähne trennen und durfte sich während der Dreharbeiten nicht die Fingernägel schneiden. Doch man müsse auch mal Mut zur Hässlichkeit beweisen, sagt sie im KURIER-Interview. Außerdem spricht sie über Religion, zieht über die Politik her und verrät, wie sie diesmal ins neue Jahr gefeiert hat. 

KURIER: Für die Rolle der Pilgerin mussten Sie sich von den langen Haaren trennen – fiel es schwer?
Josefine Preuß: Natürlich, ich habe geheult! Doch für mich war auch klar, dass ich für diese Rolle meine persönliche Eitelkeit hintenanstelle. Ich finde es gut, in jedem Film anders auszusehen – und auch mal Mut zur Hässlichkeit zu zeigen.

Sie spielen „Tilla“, eine junge Frau im Mittelalter, die sich als Mann verkleidet und auf eine lange Pilgerreise begibt. Gibt es Parallelen?
(Lacht.) Also, Pilgern ist nicht meins. Nach 300 Metern würde ich mich in ein Taxi setzen. In diesem Punkt bin der faulste Mensch überhaupt. Aber Tilla, die Rolle, hat mich fasziniert. Sie ist eine starke, mutige und freiheitsliebende Frau. Sie setzt sich durch. Darin sehe ich ihr ziemlich ähnlich.

Und wären Sie jetzt nach dieser Erfahrung gerne mal ein Mann?
Nein. Und ich habe ja auch keinen Mann gespielt, sondern war nur als einer verkleidet.

Der Stoff spielt im späten Mittelalter...
Ja, eine uns eigentlich unbekannte, ferne Welt. Ich habe viele Bücher gelesen und Filme wie „Der Name der Rose“ angesehen. Oder die Serie „Game of Thrones“, die mich regelrecht gefesselt hat. Trotzdem kann uns keiner 100-prozentig sagen, wie es wirklich war. Gut, im Mittelalter war es dreckig, brutal, jeder war sich selbst der Nächste, und die Kirche hatte einen immensen Einfluss. Uns war klar: Wir wollen es nicht verschönern. Wir haben wenig mit Kunstlicht gearbeitet, mehr mit Kerzen. Ich durfte mir nicht die Fingernägel schneiden, nichts Buntes tragen, dafür sehr schwere Stoffe. Ich hoffe, wir haben es gut umgesetzt.

Apropos Kirche. Sind Sie gläubig?
Nein, ich bin kein Freund, aber auch kein Feind. Religion braucht für mich kein Gebäude. Ich bin nicht so spirituell veranlagt. Ich glaube an das, was man sehen und anfassen kann. Und wenn wir weg sind, sind wir weg.

Sie sind erst 27. Denken Sie jetzt schon über Endlichkeit nach?
Nein, das nicht, aber ich bin total pragmatisch. Außerdem bin ich ein totaler Sicherheitsmensch und sehe zu, mein Leben selbst zu finanzieren. Wir werden spätestens in zehn bis zwanzig Jahren eine ganz schlimme Altersarmut in unserem Land haben.

Ganz schön früh, daran denken Sie jetzt wirklich schon?
Ja, und das ist ganz schön traurig. Ich habe schon mit 14 eine private Rentenversicherung abgeschlossen – und wirklich in der Gewissheit, dass auf uns harte Zeiten zukommen. Jetzt kann ich noch sehr gut verdienen. Doch was ist mit 30? Vielleicht werde ich, wenn ich älter bin, ja die zweite deutsche Verteidigungsministerin.

Ein Job als Bundesministerin – das würde Sie reizen?
(Lacht.) Nein, aber mal im Ernst, ich hadere ja oft mit unserer Politik in Deutschland, aber das setzt nun wirklich die Krone auf.

Was haben Sie gegen die Ursula von der Leyen?
Verteidigung ist ein sehr wichtiges Ressort. Und dann sollte man es doch es mit jemanden besetzen, der sich auskennt, und nicht mit Ursula von der Leyen. Auf diesen Posten gehört jemand, der beispielsweise Militärwissenschaften studiert hat und sich auskennt. Aber darum ist es wohl bei dieser Postenvergabe nicht gegangen.

Wie sind Sie ins neue Jahr gekommen?
Zu Silvester habe ich mich überreden lassen, zum Snowboarden mitzufahren.

Quelle: Berliner Kurier

Als die Haare ab waren, hab’ ich geflennt! (Express)

Interview mit „Pilgerin“-Star Preuß
Von

Gespräche mit Josefine Preuß sind immer schnell, (berliner)schnauzig – und auf den Punkt. Auch vom  Dreh zum Mittelalter-Epos „Die Pilgerin“ (ZDF, Sonntag und Montag, 20.15 Uhr), in dem sie die Titelrolle spielt, hat sie einiges zu berichten. In unserem Interview spricht sie über den Verlust ihrer Haare, die schlimmen Vergewaltigungs-Szenen und ihre eigene Beziehung zu Gott.

Die „Pilgerin“ war schon für Zehntausende Leser ein Trip in eine komplett andere Welt… Wie war’s für Dich?
Josefine Preuß: Ein einziger Abenteuerspielplatz! Ich hatte richtig Bock auf Veränderung. Und die gab’s dann gleich mal hundert.

Wie anstrengend war diese „Pilgerreise“?
Körperlich war es der anstrengendste Dreh, den ich je hatte. Ich bin da echt an meine Grenzen gegangen, das war nicht nur gespielt. Dieses Kreuz war wirklich extrem schwer. 19 Kilo!

Wie viele davon hast Du durch die Quälereien abgespeckt?

Ich hätte einiges abgenommen – aber das ist alles durch das gute Essen in Tschechien, wo wir gedreht haben, wieder drauf gekommen. Da gab’s ohne Ende Gulasch und Bier.

Dafür kamen die Haare ab.
Ja – und ich habe geflennt! Beim ersten Blick in den Spiegel habe ich mich selbst nicht wiedererkannt. Ich habe mich erstmal zehn Minuten hingesetzt und die Tränen laufen lassen. Aber von meinen Freunden kam von Mitleid bis Zuspruch alles, was helfen kann. Und für die Rolle war’s klasse – ich habe mich dadurch auch als kleiner Junge, als kleiner Moritz gefühlt. 

War vorher mal der Gedanke da, es vielleicht mit einer Perücke zu versuchen?
Nein! Ich verlange ja immer gerne mehr Mut zur Veränderung von meinen Kollegen – da kann ich nicht hingehen und eine Perücke nehmen, statt mir die Haare wirklich abzuschneiden. Das wäre total doppelmoralisch. Ich will mich für meine Rollen auch selbst verändern – und dafür muss ich auch Opfer bringen. 

Gab’s keine Probleme wegen anderer Filme, die Du danach gedreht hast?
Das haben wir über eine Langhaarperücke gelöst, etwa bei der „Hebamme“, die ich direkt danach gedreht habe. Und für die meisten Figuren tut es ja auch ein frecher Kurzhaar-Schnitt, der ist ja durchaus angesagt. Auch wenn ich persönlich die Haare jetzt lieber wieder wachsen lasse.

Es gibt mehrere Vergewaltigungs-Szenen mit Dir als Opfer. Wie steht man das durch?
Das war auch ganz schön heftig. Die schlimmsten Sachen wurden rausgeschnitten, damit der Film um 20 Uhr gezeigt werden kann. Ich möchte nur so viel sagen: Da wurde noch mehr angegrapscht als nur oben rum. Bei einem solchen Dreh fließt eine ganze Menge negativer Energie, das war den Männern wahrscheinlich noch unangenehmer als mir. Da ist es dann ganz wichtig, sich danach hinzusetzen, was zu trinken und zu quatschen. Das haben wir auch gemacht. Sonst bleibt da was hängen.

Wie hast Du das mit Dietmar Bär gelöst, der dich ganz schön hart angehen musste?
Mit ihm war das überhaupt kein Problem. Dietmar ist so ein lieber und angenehmer Kollege. Für die Rolle war er perfekt, er sieht im Film ja aus wie ein Walroß mit schlechten Zähnen. Aber privat ist er total menschlich, das hat auch gepasst. Wir haben dann nach dem Dreh den Tag zusammen ausklingen lassen.

Es geht beim Pilgern um den tiefen Glauben. Bist Du religiös?
Ich bin kein Freund, aber auch kein totaler Feind. Ich selbst glaube nur an das, was ich sehen und erleben kann. Aber jeder darf glauben, was er mag. Wobei ich prinzipiell denke, Religion braucht kein Haus.

Volker Bruch spielt deinen bösen Bruder extrem intensiv…
Großartig, ja! Er hat mich schon in „Unsere Mütter, unsere Väter“ begeistert. Jetzt hat er mich umgehauen. Wenn Du dem in die Augen guckst, denkst Du da steht ein geisteskranker Diktator. Wahnsinn.

Dein Serien-Lover Elyas M’Barek aus „Türkisch für Anfänger" hat gerade mit „Fack U Göhte“ den erfolgreichsten Kino-Film des Jahres hingelegt. Wie verfolgst Du das?
Ich gönne ihm und Bora Dagtekin das total. Es gibt eben in Deutschland mehr als nur Schweiger und Schweighöfer. Und es ist gut, wenn die Leute das sehen.

Quelle: Express

Ich war das Prinzesschen (Die Welt)

Im ZDF-Abenteuerfilm "Die Pilgerin" spielt Josefine Preuß eine Frau, die als Mann verkleidet eine gefährliche Pilgerreise antritt. Im Interview erzählt sie vom Dreh, alleine unter Männern.
Von Katharina Weiss, Die Welt

Die Welt: Der Zuschauer bekommt bei "Die Pilgerin" das Gefühl, das Mittelalter förmlich zu riechen, wie sah es am Set aus?
Josefine Preuss: Wir haben auf wunderschönen Burgen in Tschechien gedreht und vor aufwändigen Kulissen gearbeitet. Der große Marktplatz war sehr beeindruckend, all die Komparsen mit schwarzen Zähnen, dreckigen Gesichtern und Wunden, Hühner flattern umher, Exkremente liegen auf dem Boden, drei Tage Fleisch in der Sonne – ich bin froh, dass ich keinen Herpes bekommen habe. Das war schon pures Mittelalter. Wie ein Abenteuerspielplatz für Erwachsene.

Die Welt: Der größte Gegenspieler Ihrer Figur Tilla ist zugleich ihr Bruder. Wie haben Sie zusammen mit Volker Bruch diesen Geschwisterkonflikt entwickelt?
Preuss: Das ist ein großes Thema des Films. Volker spielt den ungeliebten Sohn, dem nicht zugetraut wird, das Familiengeschäft zu beerben. Ich glaube, dass sich Tilla und Otfried früher sehr viel näher waren. Aber als Otfried heimlich den Vater erstickt und Tilla anschließend zwangsverheiratet, gibt es kein Zurück mehr. Volker spielt das so unglaublich: Diesen narzisstischen, selbstverliebten und grausamen Diktator.

Die Welt: Der letzte Wunsch von Tillas Vater ist, dass sein Herz in der heiligen Erde von Santiago de Compostela beerdigt wird. Tilla macht sich schließlich in Männerkleidung auf die Pilgerreise. Auch heute ist die Faszination des Jakobswegs für viele Gläubige ungebrochen. Wäre das auch was für Sie?
Preuss: Nein, ich bin einfach lauffaul und auch nicht so spirituell, dass ich 800 Kilometer pilgern würde, um mich selber zu finden.

Die Welt: Sind Sie vertraut mit den Traditionen des Katholizismus?
Preuss: Ich bin kein Freund und auch kein Feind der Religion, aber privat war mir das fremd. Doch die Gebete waren sehr schön und für Tilla ist ihr Glaube sehr wichtig, so wie zu dieser Zeit üblich. Sie nimmt all diese Schmerzen auf sich, um ihren Vater von der Sünde zu befreien. Nachdem wir die Szenen gedreht hatten, in denen Tilla das schwere Holzkreuz tragen muss, waren meine Schürfungen und Rötungen abends nicht aufgeschminkt.

Die Welt: Sie waren die einzige Frau in einer Männerrunde – waren das diesmal spezielle Dreharbeiten?
Preuss: Ich war das Prinzesschen. Aber das schönste war wirklich, dass ich die kürzeste Maskenzeit hatte. Einmal kurz durch die Haare wuscheln und vielleicht ein bisschen Dreck ins Gesicht. Ausnahmsweise musste ich dann mal auf die Männer warten, die mit Perücken und Narben ausgestattet wurden.

Die Welt: Viele Männer meinen es nicht besonders gut mit Tilla, und es gibt keinen klischeehaften Ritter im Stoff, der die holde Maid ständig errettet. Stattdessen bekommen wir eine ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen Ihnen und Jacob Matschenz zu sehen, der sich anfangs eher widerwillig mit Tilla auf die Reise macht.
Preuss: Während sie diese lange und gefährliche Reise zusammen durchstehen, entwickeln sich ihre Gefühle füreinander. Ihre Liebe ist sehr kindlich und sehr rein. Jacob und ich haben uns eine eigene Rollengeschichte aufgebaut und uns vorgestellt, wie die beiden schon als Kinder zusammen gespielt und gejagt haben. Und sie war, glaube ich, immer ein bisschen mutiger und schneller als er.

Quelle: Die Welt

Vom Kinderkanal auf den Jakobsweg (Berliner Morgenpost)


Traurig, was in Deutschland mit Serien passiert (Quotenmeter)

Sonntagsfragen: Im Interview mit Quotenmeter spricht Josefine Preuß über den ZDF-Zweiteiler «Die
Pilgerin» und die Missstände in der deutschen Serienlandschaft.

Frau Preuss, 2014 wird ein aufregendes Jahr für Sie. Sie spielen die Hauptrollen in gleich zwei großen TV-Events (ZDF: «Die Pilgerin» & Sat.1: «Die Hebamme»). Beide Produktionen sind nicht zuletzt historische Stoffe. Was fasziniert Sie daran in die Vergangenheit einzutauchen?
Dass man in einer Zeit spielen darf, in der man selbst nicht existiert hat. Das sind aber natürlich auch zwei Filme, die sicherlich ein anderes Genre haben. «Die Pilgerin» sehe ich eher als Abenteuerfilm, als eine Art Roadmovie und Coming-Of-Age-Geschichte. Da weiß man, dass dieser Charakter eine Entwicklung durchgeht, natürlich auch mit diesem religiösen Hintergedanken. Aber «Die Hebamme» ist natürlich als Thriller angelegt und auch düster erzählt, was sehr ungewöhnlich für Sat.1 werden wird, glaube ich. Mich reizt immer eine Figur, wenn sie so weit weg wie möglich von der privaten Josefine ist.

Die von ihnen verkörperte, namensgebende Pilgerin Tilla hat nicht zuletzt eine religiöse Motivation und ist eine äußerst starke Persönlichkeit. Inwiefern können Sie diesen Charakter denn auf sich selbst beziehen, wenn Sie sagen, dass Figuren Sie reizen, die mit ihnen wenig gemeinsam haben?
Religiös bin ich gar nicht. Da bin ich anders erzogen worden. Ich bin kein Freund, aber auch kein Feind der Religion. Jeder darf an das glauben, was ihm hilft, ich finde Kirche, oder Religion generell, brauch kein Gebäude und keine Kirchensteuer. Ich habe natürlich total was gegen fanatische Idioten, die Religion für sich ausnutzen. Ich verstehe Tillas Beweggründe aber umso mehr, denn in der damaligen Zeit hatte die Kirche noch einen ganz anderen Stellenwert. Damals war es wirklich noch so, dass es hieß: ‚Wenn du dich nicht gut verhältst, dann kommst du ins Fegefeuer oder in die Hölle‘. Es hatte viel mehr Gewicht, weil damals der Glaube denke ich noch sehr viel essenzieller für die Leute war.

Für «Die Pilgerin» zeichnete das Kreativ-Team des TV-Films «Unsere Mütter, unsere Väter» verantwortlich, der in diesem Jahr auf großen Anklang stieß. Wie war die Zusammenarbeit mit dem Team?
Ganz toll, ein sehr professionelles Team. Es ist natürlich immer hilfreich, wenn sich das Team schon kennt und so ein großes Projekt wie «Unsere Mütter, unsere Väter» schon zusammen gestemmt hat. Man weiß, was man vom anderen erwarten kann, man kennt sich und man kommt in eine sehr gut organisierte, sehr professionelle Produktion. Das ist die halbe Miete, um so ein Projekt zu bewältigen. Und bei vier Monaten Rumreiten in Tschechien brauch man eine sehr gute Organisation - die war bei diesem Projekt absolut gegeben.

Das hört sich sehr anstrengend an.
Ja, na klar. Das war der körperlich anstrengendste Dreh, den ich je hatte, aber an meine Grenzen bin ich noch lange nicht gekommen. Und wenn, dann nutzt man alles: Sei es, dass man friert oder dass man schwitzt oder dass man einfach das Holzkreuz nicht mehr tragen kann, weil es so schwer ist – das ist zum Spielen ja auch super. Ich sage immer: ‚Lieber echt fühlen als schlecht spielen.‘

Wie hart war das Training denn, das Sie für die Rolle absolvieren mussten?
Ach, das war gar nicht hart – das war ein Abenteuerspielplatz. Gerade beim Stunt- und Reittraining durfte man kurz mal reinschnuppern und sich körperlich gut auf die Rolle vorbereiten. Ich durfte Bogenschießen lernen, wobei ich wirklich Blut geleckt habe - das mache ich auch privat weiter. So ein Glück haben wir in der Vorbereitungszeit. Gerade diese Kampfszenen würden nicht so toll aussehen, hätten die Jungs da nicht monatelang dran trainiert.

Wie lange dauert denn so ein Vorbereitungstraining?
Das ist ganz unterschiedlich. Ich hab angefangen mich Monate vorher schon vorzubereiten. Bei den Jungs weiß ich es nicht genau, aber Sie hatten definitiv, gerade was das Stunttraining angeht, eine längere Vorbereitung.

Für ihre Filmrolle ließen Sie sich die Haare kurz schneiden. Dieser Tage magern sich Schauspieler für Rollen regelrecht ab oder essen sich einen dicken Bauch an. Wie weit würden Sie mit sich selbst gehen, um eine Rolle zu verkörpern?
Alles was das Aussehen angeht, zum Beispiel Frisur oder Haarfarbe, mache ich gerne. Bitte macht mich so unterschiedlich wie möglich für eine Rolle, weil ich will nicht immer aussehen wie Lena aus «Türkisch für Anfänger» und ich will als «Die Hebamme» nicht aussehen wie Tilla, «Die Pilgerin». Aber alles, was die Gesundheit betrifft – gerade diese drastischen Körperzu- oder abnahmen - auf keinen Fall. Das ist mir keine Rolle wert, da gibt es genug andere Tricks: mit Fat-Suit, Dünner-Schminken oder wie man das Licht setzt. Alles, solange es nicht die Gesundheit belastet.

Bereits zum zweiten Mal spielen Sie in einem Mehrteiler zum ZDF-Jahresauftakt mit. Sowohl bei «Das Adlon» als auch bei «Die Pilgerin» wirkten einige namhafte Schauspieler mit. Von wem konnten Sie am meisten lernen?
(lacht) Ja, ist jetzt weiterhin Bedingung. Nur noch Jahresauftakt, nur noch ZDF, nur noch Mehrteiler, nur noch Frauenrollen. Lernen konnte ich aber von Allen. Bei solchen Ensembles, von denen insbesondere ein Mehrteiler lebt, waren alle großartig. Ich könnte wirklich alle aufzählen. Ich habe mich so gefreut mit Dietmar Bär spielen zu können. Dann fand ich es so toll und so lustig, dass Uwe Preuß meinen Papa spielt. Ein ganz toller Darsteller, der zum Glück für wenige Drehtage zugesagt hat, da er ja ganz am Anfang stirbt. Und auch die ganze Pilgergruppe: Dass man diese Typen alle gefunden hat – die passen ja alle wie ‚Arsch auf Eimer‘.

Sie beschränkten sich in jüngerer Vergangenheit vor allem auf Spielfilmengagements. Können Sie sich nach dem Erfolg von «Türkisch für Anfänger» in Zukunft wieder eine Hauptrolle in einer Serie vorstellen?
Wenn es gute Angebote gibt, ja. Ich finde es sehr traurig, was in Deutschland mit Serien passiert. Denen wird ja kaum eine Chance gegeben mal eine Fanbase aufzubauen. Nach der dritten Folge wird entschieden, ob man die restlichen Folgen ausstrahlt oder ob man es bei der einen Staffel belässt, wenn die Marktanteile nicht reichen. Mir geht dieses ganze Rumgequatsche so auf den Sack. Dafür machen wir ja keine Filme oder Serien. Klar kriegen wir nicht solche Produktionen gestemmt, wie es zum Beispiel in Amerika bei HBO der Fall ist, aber das ist qualitativ tolles Fernsehen und eigentlich haben wir auch die richtigen Macher und Schreiber dafür. Aber im Moment funktionieren Serien in Deutschland nicht so richtig. Wenn, dann funktioniert es nur, wenn es lustig ist, wie «Der letzte Bulle», «Danni Lowinski» oder eben «Türkisch für Anfänger». Aber so ein Angebot muss auch erstmal kommen. Heute weiß man, wenn man ein Serienangebot bekommt: Wahrscheinlich ist es nur ein Job für ein halbes Jahr und danach wird’s abgesetzt. Es wird keine Chance mehr gegeben, dass die Leute etwas kennenlernen und sich darauf einlassen. Das ist sehr sehr schade!

Oder es wird eine Krimiserie für das ZDF.
Ja, oder so. Nein, ich bin ja sehr froh gerade bei meinem Haus- und Hof-Sender ZDF. «Lotta» ist ja auch eine Reihe geworden und das war damals überhaupt nicht der Plan. Wir haben nach einer Romanvorlage einen Film gemacht und nächstes Jahr drehen wir schon den vierten und fünften Teil. Und das ist ganz toll, einfach mal was laufen zu lassen. Manchmal muss es sich rumsprechen, auch bei «Türkisch für Anfänger». Ich erinnere mich: Unsere Quoten waren beschissen. Der Sender hat nach jeder Staffel gesagt er macht nicht weiter. Dann war es aber die enorme Fanbase, die Unterschriftaktionen im Internet gemacht hat, um die Serie zu erhalten. Sonst hätten wir auch nur eine Staffel gedreht und dann wäre es auch niemals zu diesem Kinofilm gekommen. Manchmal muss man was wagen und manchmal sollte man sich nicht nur auf die Quoten konzentrieren, das ist ganz schön schade. Das könnt ihr in der Führungsetage besprechen, aber das hat uns Filmemacher vor, unter und neben der Kamera eigentlich nicht zu interessieren. Wir machen Produktionen, damit sie gesehen werden. Aber eigentlich ist egal, ob 20 oder 200 Menschen zuschauen.

Ihr Kollege Elyas M'Barek feierte 2013 mit «Fack Ju Göhte» einen Riesenerfolg. Welche Kinoproduktionen mit ihnen dürfen Filmfans auf keinen Fall verpassen?
Ich hab auch dieses Jahr für Constantin eine Kinokomödie gedreht mit Farid Yardim und Milan Peschel - «Irre sind männlich». Der kommt nächstes Jahr und außerdem bin ich sehr auf die Fortsetzung von «Rubinrot» gespannt, die «Saphirblau» heißt und auch abgedreht ist. Und dann mal gucken. Immer wieder im Raum steht ja «Türkisch für Anfänger 2». Man hört immer mal wieder was piepsen, aber bis jetzt gibt’s noch kein Buch. Ich halte dich auf dem Laufenden.

Sie spielten 2013 in «Das Adlon» mit und mit «Unsere Mütter, unsere Väter» inszenierte ihr Regisseur Philipp Kadelbach eine weitere hochqualitative Produktion. Was war ihr Lieblingsprogramm 2013?
«Das Adlon» und «Unsere Mütter, unsere Väter»

Was sind ihre Vorsätze für 2014? Gibt es da neue Richtungen, die Sie einschlagen wollen?

Nein, ich durfte mich jetzt so austoben. Ich durfte bei «Adlon» eine 50-Jährige spielen, jetzt in der «Pilgerin» darf ich mich als Junge verkleiden. Bitte zeigt alle Mut und erzählt schöne Geschichten. Und wenn das so weitergeht, dann brauch ich keine Vorsätze, weil dann ist alles super und ich versuche einfach weiterhin Menschen zum Lachen oder Weinen zu bringen, denn das ist mein Job.  

Timo Nöthling & Fabian Riedner
Quelle: Quotenmeter 

Samstag, 4. Januar 2014

Ich bin kein Vorbild (Tagesspiegel)

Josefine Preuß hat dem Tagesspiegel ein Interview gegeben.

"Die Pilgerin": Josefine Preuß über starke Frauen, Hosenrollen und ihre Abneigung gegen Ursula von der Leyen.  Von Kurt Sagatz

Frau Preuß, im ZDF-Zweiteiler „Die Pilgerin“ spielen Sie die Kaufmannstochter Tilla, die sich im Jahr 1368 auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela aufmacht. Was erlebt die Pilgerin?
In dem Abenteuerfilm wird eine junge Frau aus Schwaben zwangsverheiratet. Sie muss flüchten, nachdem ihr Bruder ihren Vater ermordet hat. Sie erfüllt den letzten, sehr religiös angehauchten Willen ihres Vaters. Damit er nicht im ewigen Fegefeuer leiden muss, bringt sie sein Herz nach Santiago de Compostela.
 
Und muss sich dafür als Junge verkleiden.
Frauen war es damals nicht erlaubt, zu pilgern.
Ich hatte zwar schon öfters in Rollen Hosen getragen, aber das war meine erste Hosenrolle, wie ich gelernt habe. Die Dreharbeiten waren die anstrengendsten, die ich je hatte. Aber das war gut. Ich durfte mich austoben. Das war ein riesiger Abenteuerspielplatz. Stunttraining, Reittraining, Bogenschießen. Was Tilla alles aushalten muss, darunter drei Fast-Vergewaltigungen, ging jedoch darstellerisch und emotional bis an die Grenzen.
 
Mit dem schweren Holzkreuz auf der Schulter wirkt ihre Tilla sehr jung und zerbrechlich. Wo ist die stets kecke Josefine Preuß geblieben?
Das Holzkreuz war wirklich schwer. Als Darstellerin bin ich frech und keck, wenn es die Rolle vorsieht. Ansonsten versuche ich, jede Rolle so unterschiedlich wie möglich zu spielen. Die private kecke Josefine Preuß wird dagegen nie weg sein. Zudem habe ich mich nicht auf Adlon, Pilgerin und den historischen Jahresauftakt spezialisiert. Ich drehe auch weiter gerne Komödien.
 
Ihr Serien- und Filmpartner Elyas M’Barek aus „Türkisch für Anfänger“ feiert gerade mit „Fack ju Göhte“ im Kino den Überraschungserfolg des Jahres.
Das ist krass, unglaublich, super. Das kommt uns auch für „Türkisch für Anfänger 2“ zugute, wenn es dazu kommen sollte. Das ist ja immer mal wieder im Gespräch, aber bis jetzt habe ich noch kein Buch auf dem Tisch.
 
Der Schalk hat Sie auch als Pilgerin nicht ganz verlassen. Ist das Ihr Markenzeichen?
Ich hoffe nicht, dass ich ein Markenzeichen habe, ich will ja keine Schublade. Ich durfte in letzter Zeit so viele unterschiedliche schöne Sachen drehen, da wäre es wirklich schade, wenn ich nur noch eins mache.
 
Welche anderen Projekte gibt es?
Lotta geht weiter. Wir drehen definitiv Teil vier, wenn möglich, wollen wir im nächsten Jahr sogar zwei Teile drehen. Im Frühjahr ist auf Sat 1 aber erst einmal die „Hebamme“ zu sehen.
 
Worum geht es in dem Film?
Eine junge, sehr ambitionierte Hebamme verlässt ihr kleines Dorf, um nach Marburg in ein Gebärhaus zu gehen, wo so- genannte „ehrlose Frauen“, also Verstoßene, Witwen, Prostituierte, ihre Kinder zur Welt bringen. Der Film spielt im 18. Jahrhundert, als die Geburtenlehre von den Hebammen zu den Ärzten überging. Die Geburtszange wurde eingeführt, es gab vermehrt Kaiserschnitte, wobei die ersten Versuche immer tödlich ausgegangen sind. Dagegen lehnt sich die Hebamme auf.
 
Ein gewisser Hang zu historischen Filmen scheint also doch vorhanden zu sein. Was war denn der besondere Reiz an der Pilgerin?
Neben den zwei Ebenen der Hosenrolle vor allem, dass Philipp Kadelbach den Film gemacht hat. Ich wollte unbedingt mit diesem Mann arbeiten, egal wie anstrengend das wird.
 
Der Film basiert auf einem Roman des Autorenpaares Iny Lorentz, von denen auch die „Wanderhure” stammt. Haben Sie die Filme mit Alexandra Neldel gesehen?
Von den Romanen habe ich keine gelesen, von den Filmen kenne ich nur den ersten.
 
In beiden Fällen werden starke, eigenständige Frauen beschrieben. Sind das auch Vorbilder für die Gegenwart?
 Man sollte daraus keine Emanzipationsgeschichte machen. Genauso könnte man diese Frauen in die heutige Zeit versetzen, aber wir erzählen eben Mittelalter.
 
Gibt es für Sie reale Vorbilder für starke Frauen?
Definitiv nicht Ursula von der Leyen. Sie als Verteidigungsministerin, ich krieg‘ einen Vogel. Es ist klar, worauf das hinausläuft, die nächste Kanzlerin nach Angie. Eine Katastrophe für Deutschland.
 
Als erfolgreiche Schauspielerin sind Sie ebenfalls Vorbild.
Das lass ich mir nicht anheften. Ich habe genauso meine Ecken und Kanten, bin nicht ganz koscher, rauche. Ich bin kein Vorbild. Ich bin Darstellerin. Die Rollen können Vorbilder sein, aber nicht ich als Privatperson.
 
Dennoch müssen Sie auf ihr öffentliches Auftreten achten.
Auf jeden Fall, aber das mache ich nicht für die Zuschauer. Das mache ich für Mama, denn sie will mich auf Fotos nicht rauchen sehen.
 
Und Facebook?
Seit „Türkisch für Anfänger“ als Kinofilm bin ich auch auf Facebook. Beruflich kann man das gut nutzen, das ist ein modernes Medium. Ich poste da Drehankündigungen, Sendehinweise. Aber einen Dialog, dass ich auf Fans antworte, gibt es nicht. Das wird kein Live-Chat.
 
Sie werden im Januar 28 Jahre alt und haben in über der Hälfte der Jahre vor der Kamera gestanden. Das klingt erst einmal toll, aber es gibt sicherlich einiges, worauf Sie dafür verzichten mussten.
Das war eine totale Bereicherung, weil ich das schon immer machen wollte. Ich habe mir nie die Frage gestellt, was will ich werden, wenn ich groß bin. Ich darf machen, worauf ich Lust habe. Ich habe auf gar nichts verzichten müssen. Im Gegenteil. Ich habe schon so viele tolle Leute kennengelernt, durfte so viel herumreisen.
 
Ihre Traumrolle sei „Tatort“-Kommissarin, haben Sie einmal gesagt. Hat sich da was getan?
Zur Kommissarin habe ich es noch nicht gebracht, aber am 1. Januar lief gerade der „Tatort“ aus Leipzig, in dem ich mit Simone Thomalla und Martin Wuttke spielte. Ich arbeite mich hoch. Von der Leiche zur Mörderin bis zur Gerichtsmedizinerin, das aber nur, wenn die Rolle cool ist.

Das Interview führte Kurt Sagatz.
Quelle: Der Tagesspiegel

Tietjen & Hirschhausen

Josefine Preuß war am 12.12.2013 bei der Aufzeichnung der NDR-Talkshow Tietjen und Hirschhausen dabei.
Ausgestrahlt wurde die Folge mit Josi am 3. Januar 2014, 22 Uhr im NDR.



Ebenso zu Gast in der Sendung: Benjamin Sadler (Schauspieler), Kati Wilhelm (ARD-Expertin und ehemalige Biathletin), Adel Tawil (Musiker), Panagiota Petridou (Moderatorin), Walter Kohl (Autor) und Bernhard Ludwig (Kabarettist).


Bildquelle: Future Image

Interview (Allgemeine Zeitung)

In der Allgemeinen Zeitung gibt es ein Interview mit Josefine Preuß.
Hier ein Auszug mit bisher unveröffentlichten Fragen:

Hat Sie die Vorstellung, in einem Mittelalterepos mitzuspielen, sofort begeistert?
Nein, das hat ein bisschen gedauert. Die ersten Drehbuchfassungen waren ehrlich gesagt auch nicht so toll. Als dann aber der Name von Regisseur Philipp Kadelbach fiel, von dem ja der Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ ist, der mich absolut begeistert hat, habe ich sofort den Vertrag unterschrieben.

Konnte er Ihnen auch die Angst davor nehmen, dass es in dem Film Klischees im Stil von „Die Wanderhure“ geben wird? Der Roman „Die Pilgerin“ stammt ja vom selben Autorenpaar.
Das hat er. Wir haben bei den ersten Treffen besprochen, wie der Look des Films sein soll, und es war ein Ansporn für mich, dass wir das Mittelalter wirklich als Mittelalter erzählen. Bei uns hat keine Frau bunte Kleider, schöne Zähne, gepflegte Fingernägel oder rasierte Beine.

Hatten Sie Berührungsängste vor den Szenen, in denen Ihre Figur körperliche Gewalt erdulden muss?
Nein, ich wusste ja vorher, was auf mich zukommt, und habe mit der Regie und den Kollegen besprochen, wie weit wir gehen.

Das Interview führte Cornelia Wystrichowski.
Quelle: Allgemeine Zeitung

Ich bin nicht zum Pilgern geboren (WZ)

In der Westdeutschen Zeitung befindet sich in der heutigen Ausgabe ein Interview mit Josefine Preuß.

Ich bin nicht zum Pilgern geboren
Josefine Preuß über das Historienepos, ihre kurzen Haare und Mittelalter-Bedingungen dank Gammelfleisch

Berlin. Das ZDF dreht an der Zeitmaschine. Das zweiteilige Mittelalterepos „Die Pilgerin“ erzählt die Geschichte der tapferen Tilla (Josefine Preuß), die im 14. Jahrhundert gegen ihren fiesen Bruder aufbegehrt und als Mann verkleidet auf die gefährliche Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela geht. Das Historienepos basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Iny Lorentz (hinter dem Pseudonym verbirgt sich ein schreibendes Ehepaar) und läuft am morgigen Sonntag und Montag jeweils um 20:15 Uhr. Regisseur des aufwendigen Kostümfilms ist Philipp Kadelbach, von dem auch der preisgekrönte Mehrteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ stammt.

Frau Preuß, in der Verfilmung des Bestsellers „Die Pilgerin“ spielen Sie eine junge Frau im Mittelalter. Was können Sie jetzt, was Sie vor den Dreharbeiten nicht konnten?
Bogenschießen kann ich jetzt richtig gut, meine Trainerin hält mich für ein Naturtalent.

Das Mittelalter war kalt,  nass, schmutzig und dunkel. Wie viel davon haben Sie bei den Dreharbeiten gespürt?
Alles. Es war dreckig, es war brutal, es war unhygienisch (lacht). Wir wollten alles so realistisch wie möglich machen, für die Marktszenen hat man sogar Fleisch extra ein paar Tage im Freien hängen lassen, da roch es dann auch nach Mittelalter. Wir haben auch wenig mit elektrischem Licht gedreht, viel mit Kerzen und Tageslicht gearbeitet. Es war alles sehr ehrlich, sehr pur.

Damit alles so echt wie möglich wirkt, wurde außerdem an sehr abgelegenen Schauplätzen gedreht…
Ich wundere mich bis heute, wie wir da mit Mensch und Technik hingekommen sind. Viele Drehorte lagen in Naturschutzgebieten oder hoch auf einem Berg, da konnten keine Fahrzeuge hin. Deshalb begann jeder Tag mit einer Wanderung vom Parkplatz zum Drehort, es war für mich definitiv der körperlich anstrengendste Dreh bislang. Wenigstens musste ich das Holzkreuz dabei nicht selber tragen, das wir als Pilger im Film schleppen.

Wie viel wog das denn?
14 Kilo.

Können Sie sich vorstellen, in Ihrem Leben mal wirklich zu pilgern?
Auf gar keinen Fall! Ich bin eigentlich der lauffaulste Mensch der Welt, zum Pilgern bin ich nicht geboren (lacht).

Und wieso haben Sie sich Ihre langen Haare abschneiden lassen wie Ihre Filmfigur, die als Mann verkleidet auf Pilgertour geht? Hätte es denn nicht auch eine Perücke getan?
Das, was ich alle machen musste – reiten, springen, hinfallen, waten -, das hätte die beste Perücke nicht mitgemacht.

Der Film basiert auf einem Buch. Kannten Sie das vorher?
Nein. Historische Dramen, Mittealter, das ist ganz weit weg von mir, das ist nichts, woran ich privat Interesse habe.

Sie haben gesagt, dass Sie als „Türkisch für Anfänger“-Star nicht länger als die kleine Süße wahrgenommen werden wollen. Haben Sie sich inzwischen freigeschwommen?
Ja, zum Glück. Die nächste Generation talentierter Jungschauspieler ist inzwischen da, jetzt können andere die Berufsjugendliche sein. Ich will es nicht mehr machen.

von Cornelia Wystrichowski

Freitag, 3. Januar 2014

Ich weinte um meine Haare (TV Movie)

Interview mit Josefine Preuß von TV Movie
TV Movie-Interview zu "Die Pilgerin" - am 5. und 6. Januar im ZDF

Auf der Karriereleiter nach oben: Mit „Türkisch für Anfänger“ (2012) und „Das Adlon“ (2013) hat Josefine Preuß (27) voll überzeugt. Mit TV Movie spricht die Potsdamerin über „Die Pilgerin“, den „Tatort“ und Tränen am Set.

Frau Preuß, schon mal den Jakobsweg gegangen?
Im Leben nicht! Ich bin keine Frau, die gern zu Fuß geht. Sport wird völlig überschätzt, ich halte Rolltreppen hingegen für eine großartige Erfindung.

Was hat Sie an „Die Pilgerin“ gereizt?

Ich  wollte,  nachdem ich  „Unsere  Mütter, unsere Väter“ regelrecht  verschlungen habe,  unbedingt  mit Philipp Kadelbach arbeiten.

Was war für Sie die schwerste Herausforderung bei den Dreharbeiten?
Ich  hatte  Monate  vorher  Reit-  und Stunttraining,  habe  Bogenschießen gelernt – klasse! Wirklich schlimm war, als ich mich von meiner geliebten langen Mähne trennen musste, um zu Moritz zu werden. Da sind viele, viele Tränen bei mir geflossen.

Man trifft Sie nur selten ohne Ihr Handy an...
Das ist doch bei jedem so, oder?! Mit meinem iPhone organisiere ich mein Leben. Das ist mein Fotoalbum, mein Kalender, mein Kontakt zu Freunden. Nur aus dem Schlafzimmer habe ich es verbannt.

Am 1. Januar spielten Sie im  „Tatort“ mit – wie wärs mal mit der Rolle als Kommissarin?
Super! Als Bullentochter könnte ich das sicher und mein Vater wäre irre stolz. Aber ich lass mir noch Zeit, nicht bevor ich 40 bin.

Sie haben elf Monate ununterbrochen gedreht. Und jetzt?

Im Januar fliege ich mit meinem Papa nach Kuba zum ausgiebigen Vater-Tochter-Urlaub  –  darauf freue ich mich riesig!

INTERVIEW: Uta Tiedemann
Quelle: TV Movie

Interview (Petra)

Auf dem Online-Portal Petra gibt es ein Interview mit Josefine Preuß

"Die Pilgerin" heißt der historische Zweiteiler, der Anfang Januar im ZDF ausgestrahlt wird. Josefine Preuß spielt in dem Abenteuerfilm die Protagonistin Tilla. Im Interview sprach sie mit uns über Helden, Frauen und den Mut zu kurzen Haaren.

Josefine Preuß spielt in dem Event-Zweiteiler "Die Pilgerin" (5. + 6. Januar 2014, 20:15h im ZDF) eine eigenwillige junge Frau, die im 14. Jahrhundert als Mann verkleidet eine gefährliche Pilgerreise antritt, um den letzten Wunsch ihres verstorbenen Vaters zu erfüllen: sein Herz nach Santiago de Compostela zu bringen. Auf dieser Reise trotzt sie zahleichen Gefahren und wird am Ende nicht mehr derselbe Mensch sein. Regisseur Philipp Kadelbach hat aus der Geschichte in seiner unverwechselbaren Handschrift einen spannenden Abenteuer- und Liebesfilm inszeniert, der wenig zu tun hat mit verklärter Ritterromantik, sondern vielmehr mit dem, was auch sein Erfolgsprojekt "Unsere Mütter, unsere Väter" ausgezeichnet hat: auf Augenhöhe mit den Figuren zu bleiben und in diesem Sinne modern und bildstark zu erzählen.

Petra.de: Wie war es für dich, als du das erste Mal das Drehbuch gelesen hast? Konntest du dich direkt mit der Rolle identifizieren?
Josefine Preuß: Also generell identifizieren kann ich mich mit keiner Rolle, deswegen spiele ich sie auch nur. Und ich spiele liebend gerne das, was am weitesten weg von der privaten Josefine ist. Die allererste Drehbuchfassung, die ich bekommen habe, war mittelgut und ich habe sehr lange gebraucht, um mich damit anzufreunden und zuzusagen. Meine Zusage kam erst, als der Name Philipp Kadelbach im Umlauf war (führte Regie, Anm. d. Red.). „Unsere Mütter, unsere Väter“ habe ich regelrecht verschlungen. Ich finde, dass der Film ein ganz tolles Fernseherlebnis ist. Das habe ich so im deutschen Fernsehen noch nicht gesehen und da habe ich mir gedacht, wenn er das macht, dann muss es gut werden. Ich will mit diesem Mann arbeiten!

Gibt es denn auch Gemeinsamkeiten mit der Person Tilla Willinger und dir? Sie ist ja sehr mutig, würdest du dich auch so beschreiben?
Nein, absolut nicht. Ich bin schon über alle Berge, wenn ich nur eine Spinne oder Schlange sehe. Ich bin überhaupt nicht mutig, aber das meine ich damit, dass ich solche Rollen gerne spiele. Einfach mal behaupten, sein, machen. Tilla ist einfach total mutig in ihrer Körperlichkeit, sich dem Schicksal erst einmal anzunehmen und für ihren Vater diese lange Reise auf sich zu nehmen - das war für mich eine Herausforderung, und auch die körperlich anstrengenden Dreharbeiten.

Wie hast du dich auf die Rolle vorbereitet?
Wir hatten Stunt- und Reittraining und ich musste Bogenschießen lernen, wo ich wirklich Blut geleckt habe und was ich definitiv nach den Dreharbeiten auch weitermachen werde. Das ist ein toller Konzentrationssport; gut für Körper und Geist. Ich wäre privat nie auf die Idee gekommen, so etwas einmal auszuprobieren und das ist auch das Schöne an meinem Beruf: Ich kann in verschiedene Rollen eintauchen und darf verschiedene Sachen lernen, wie jetzt das Bogenschießen.

Das Mittelalter wird gerne als „Die düstere Zeit“ beschrieben. Hattest du während der Dreharbeiten auch ein beklemmendes Gefühl?
Beklemmend nicht, ich fand es eher total interessant und bewundernswert, was sich die Leute von der Regie, vom Bühnenbild, vom Set, von der Maske usw. haben einfallen lassen, um das auch für uns so realistisch wie möglich darzustellen. Auch wenn man ein Set betritt und es gibt keine Elektrik sondern nur Kerzenlicht, das war eine völlig neue Erfahrung. Man kann sich dadurch in etwa vorstellen, wie es damals zu der Zeit wohl gewesen sein mag. Es war einfach das dreckigste, unhygienischste und brutalste Zeitalter, das es bisher gab! Für einen Darsteller ist es schon die halbe Miete, wenn drum herum alles stimmt. So kann man sich authentisch einer Rolle hingeben.

Für die Rolle musstest du auch deine Haare abschneiden. War das schlimm für dich?
Ja, natürlich. Ich habe geflennt wie nichts. Ich musste meine persönliche Eitelkeit hintanstellen. Ich habe mir die ganze Zeit eingeredet: „Ich mache das für die Rolle, ich mache das für die Rolle“! Aber es war erst einmal ein gewagter Schritt. Für Frauen ist das ja besonders schlimm, zumal es auch keine private Entscheidung war. Nach einer Trennung schneidet man sich vielleicht die Haare ab, um Last loszuwerden. Aber umso schöner, das dann auch mal beruflich machen zu dürfen. Vor allem möchte ich in jeder Rolle so anders aussehen wie möglich. Was ich jedoch nie machen würde, ist eine starke körperliche Zu- oder Abnahme - also alles, was gesundheitliche Folgen hat, denn das ist keine Rolle wert. Aber generell, bitte verändert mich.


Schminkst du dich anders, seitdem du eine schicke Kurzhaarfrisur trägst?
Ja, gerade als es frisch war, da habe ich besonders viel Make-Up verwendet, um mir das Gefühl zu geben, ich bin immer noch weiblich. Aber jetzt habe ich mich daran gewöhnt. Außerdem ist es ja jetzt auch kalt und Mützenzeit. Ich bin gerade in einem Mützen-Kauffieber, jede gute Mütze, die ich sehe, wird gekauft!

Tilla hat ja ein tragisches familiäres Schicksal – wie wichtig ist dir Familie?
Familie steht immer an oberster Stelle, da kann kommen was will. Familie sollte immer der erste und wichtigste Punkt im Leben eines Menschen sein.

Wolltest du schon immer Schauspielerin werden?
Meine ersten Berufswünsche waren Clown und Archäologin. Dann kam irgendwann noch Gerichtsmedizinerin dazu. Und dann, das habe ich zwar nie gesagt, kam die Schauspielerei. Aber eigentlich wollte ich immer etwas anderes werden.

Was würdest du sagen, wenn deine Kinder später einmal auch Schauspieler werden möchten?
Auf gar keinen Fall! Die sollen lieber etwas Vernünftiges machen. Nein, also die sollen später einfach das machen, was sie wollen, Hauptsache es geht ihnen gut.

Das Interview führte Jessica Kuch
Quelle: Petra

Ich wäre da nicht alt geworden (Thüringer Allgemeine)

Interview mit Josefine Preuß aus der Thüringer Allgemeine
"Ich wäre da nicht alt geworden" - Gespräch mit Josefine Preuß
Das Mittelalter war eine absolut abstoßende Zeit, vor allem für Frauen mit roten Haaren, findet Josefine Preuß. Im ZDF-Zweiteiler "Die Pilgerin" spielt die Schauspielerin die Titelrolle.

Berlin. Josefine Preuß kommt mit Wollmütze zum Interview. "Bad Hair Day", brummt sie und lüftet kurz die Mütze. Für den ZDF-Zweiteiler "Die Pilgerin" (5. und 6. Januar, jeweils 20.15 Uhr) musste die 27-Jährige ihre rote Mähne kurz schneiden - genauso wie die Kaufmannstochter Tilla, die sich im 14. Jahrhundert als Junge verkleidet auf Pilgerschaft begibt. Sie sieht bezaubernd aus - auch mit Topfschnitt.

War das Haareschneiden schlimm?

Ich habe geheult!

Wirklich?

Ich habe mich nicht mehr erkannt. Es war furchtbar. Lange rote Haare - das war immer mein Markenzeichen! Außerdem habe ich jetzt ständig Zug im Nacken.

Andere Frisur, anderes Leben?

Ich habe mich mehr geschminkt und mir andere Klamotten gekauft, enger, mit mehr Ausschnitt. Was ist passiert? Der süße Typ im Coffee-Shop nebenan, der mich sonst nie anguckt, hat mich auf einmal angeflirtet.
 

Es gibt Mädchen, die wollten als Kinder lieber Jungen sein.
Nee, das wollte ich nicht. Aber ich war auch kein typisches Mädchen. Während die anderen mit Puppen gespielt haben, bin ich mit meinem Papa Motorrad gefahren oder zum Fußball gegangen.

Also lieber ein Männerleben?

Hallo? Nein! Wir können echt froh sein, dass wir Frauen sind.

Warum?

Weil wir das starke Geschlecht sind. Schon mal einen erkälteten Mann zu Hause gehabt?
 

Wäre die Pilgerin lieber ein Mann?
Nein. Tilla ist eine mutige junge Frau. Sie verkleidet sich nur deshalb als Junge, weil das für sie die einzige Möglichkeit ist, den letzten Willen ihres Vaters zu erfüllen. Eine Pilgerreise war für Frauen verboten.
 

Fürs Spirituelle interessiert sich im Film kaum einer.
Tilla verliert ihren Glauben auf der Reise. Ich selbst bin da emotionslos. Ich bin kein Feind und kein Freund der Religion. Ich habe aber etwas gegen Idioten, die Religion missbrauchen, Selbstmordattentäter zum Beispiel.
 

Das Mittelalter ist eine morastige, dreckige, brutale Männerwelt. Aufregend oder eher... ?
... absolut abstoßend! Ich wäre da nicht alt geworden. Mit roten langen Haaren sowieso nicht. Und dann die Hygiene. Ich bin der hygienischste Mensch auf der Welt! Ich bin da wirklich pingelig geworden.

Die "Pilgerin" ist genau wie "Wanderhure" nach einem Buch von Iny Lorentz entstanden.
Ja, aber wir haben hier einen richtigen Abenteuerfilm gemacht. Mit der Wanderhure hat das nichts zu tun. Bei uns ist das Mittelalter nicht so clean. Da hat man sich nicht die Achselhaare rasiert und die Beine gewachst.
 

Pilgern ist ja heute wieder eine Art Trendsport. Auch schon mal beim Wandern die innere Ruhe gesucht?
Ich bin der lauffaulste Mensch der Welt. Wenn ich nicht pilgern muss, pilgere ich auch nicht.
 

Okay, und stattdessen?
Staubsaugen.
 

Wie bitte?
Ich mag das. Ich habe eine große Wohnung, und ich habe es gerne sauber. Und ich hasse Haare auf den weißen Fliesen.
 

Klingt nach Putzfimmel.
Absolut!

Im 14. Jahrhundert macht sich keine Frau freiwillig alleine auf die Reise. Und heute? Keine Angst im dunklen Parkhaus?
Ich bin Polizistentochter. Ich mache jeden fertig, der mir doof kommt.
 

Wie denn?
Es gibt ja Techniken. (Sie hält ihren Kugelschreiber wie einen Dolch:) Ich kann dich hiermit töten. Aber das Wichtigste ist natürlich: Ganz laut um Hilfe rufen, richtig schreien. Dann lassen die meisten schon von einem ab. Pfefferspray ist auch gut.

Julia Emmrich / 03.01.14 / OTZ 

Donnerstag, 2. Januar 2014

Da kam schon manchmal Ekel auf (Frankfurter Rundschau)

Interview aus der Frankfurter Rundschau

ZDF startet mit Josefine Preuß als „Die Pilgerin“ ins neue Fernseh-Jahr. Für den „Tatort“ aus Leipzig, am Neujahrsabend im ARD-Programm, stand sie schon als Halbschwester der TV-Hauptkommissarin Eva Saalfeld (Simone Thomalla) vor der Kamera.
Für Schauspielerin Josefine Preuß beginnt das Jahr 2014 mit gleich zwei TV-Events: Für den „Tatort“ aus Leipzig, am Neujahrsabend im ARD-Programm, stand sie als Halbschwester der TV-Hauptkommissarin Eva Saalfeld (Simone Thomalla) vor der Kamera – am 5. und 6. Januar ist sie die Heldin des traditionellen ZDF-Mehrteilers zum Jahresauftakt: „Die Pilgerin“. Die 27-Jährige, die durch „Türkisch für Anfänger“ bekannt wurde und auch im „Adlon“-Dreiteiler zum vorigen ZDF-Jahresbeginn Hauptdarstellerin war, wünscht sich derweil für 2014 „ein noch besseres 2013“.

Frau Preuß, „Die Pilgerin“ zeigt das Mittelalter ziemlich düster und dreckig – wie waren die Dreharbeiten?
Da kam schon manchmal Ekel auf. Ich bin froh, dass ich keinen Herpes bekommen habe! Wenn zum Beispiel Fleisch extra drei Tage in der prallen Sonne hing, war das schon nicht so lecker anzuschauen und zu riechen. Aber diese Zeit war halt dreckig, unhygienisch und brutal, und wir wollten nichts verschönern. Dafür war es großartig, so körperlich agieren zu dürfen. Ich musste zum Beispiel Bogenschießen lernen und war davon so begeistert, dass ich mir vorgenommen habe, es auch privat weiter zu machen. Das ist ein so toller und dazu noch eleganter Konzentrationssport, der etwas sehr Kraftvolles hat.

Für die Rolle der Tilla haben Sie sich Ihre langen Haare kurz schneiden lassen. Wie schwer fiel Ihnen das?
Sehr schwer! Ich habe wirklich geweint. Die kurzen Haare waren die erste und größte Herausforderung bei diesem Projekt. Ich hatte ja sehr lange Haare, nur als Kind mal kurze. Das war in der Tat ein einschneidendes Erlebnis. Es war kein Muss für den Film, man hätte das auch alles mit einer Kurzhaarperücke machen können. Aber Tilla muss durchs Wasser fliehen, rennen, springen, kämpfen – ich glaube, das hätte die beste Kurzhaarperücke der Welt nicht mitgemacht. Außerdem bin ich Darstellerin: Ich will mich einer Rolle nicht nur innerlich nähern, sondern auch äußerlich. Jetzt sollen die Haare aber definitiv wieder wachsen und lang werden.

Wie fällt ihr persönlicher Jahresrückblick 2013 aus und worauf freuen Sie sich 2014?
Es war ein schönes und sehr ereignisreiches Jahr. Viele tolle Begegnungen mit Menschen, tolle Rollen – ich durfte mich echt austoben. Man braucht aber auch ein Talent zum Absagen. Ich lese ein Buch zum ersten Mal nicht auf die Rolle hin. Das ist immer ein Bauchgefühl – der Stoff muss mich packen. Vor allem ist es für mich immer zuerst eine Frage der Geschichte, dann der Rolle und dann der Macher. Ich habe auch schon etwas abgesagt, wo ich mich im Nachhinein über meine Entscheidung geärgert habe. Was das war, verrate ich natürlich nicht. Und für 2014 wünsche ich mir ein noch besseres 2013 – was schwer wird, aber man weiß ja nie. (dpa)

Quelle: Frankfurter Rundschau

Unsere Frau des Jahres (SUPERillu)

In der aktuellen SUPERillu (Nr. 2, 2014) gibt es ein Interview mit Josefine Preuß.

Vorsicht, diese Frau hat Power (Bunte)

In der aktuellen Bunte (2.1.2014) gibt es ein Interview mit Josefine Preuß.

Die Pilgerin ist keine Wanderhure (TV direkt)

Interview mit Josefine Preuß aus TV Direkt, Nr. 1/2014

Lieber kurze Haare als schlechte Perücke (RP)

In der Rheinischen Post gibt es ein Interview mit Josefine Preuß.
 
"Lieber kurze Haare als schlechte Perücke"
Josefine Preuß spielt im ZDF-Zweiteiler "Die Pilgerin" die Hauptrolle. Ein Gespräch über Hosenrollen, Haare, Heimat, Hochzeitsgerüchte und hochwertiges Fernsehen. Die 27-Jährige will nicht nach Hollywood, sondern in Deutschland drehen.
 

Sie spielen eine junge Frau, die sich als Mann verkleidet auf eine Reise begibt. Eine klassische Hosenrolle. Ist es Ihnen schwergefallen, sich zu verwandeln?
Preuß Nein gar nicht. Allein dieses Outfit, diese Geschichte, diese Umgebung und dieser Lord-Helmchen-Haarschnitt – das war alles sehr burschikos und knabenhaft angelegt, hätte ich dann auch noch extrem männlich gespielt, wäre das eine Persiflage geworden. Es geht ja um diese Doppelebene, darum, dass sie eigentlich eine Frau ist. Sie darf nicht auffallen. Ich habe eine solche Rolle vorher noch nie gespielt, deshalb war sie sehr reizvoll für mich.

Wie haben sich für die Rolle Ihre Haare abschneiden lassen. Warum tragen Sie keine Perücke?
Preuß Weil ich kein Fan von schlechten Perücken bin. Wenn ich im Fernsehen eine Perücke sehe, dann gucke ich nur noch auf den schlecht geklebten Ansatz und konzentriere mich nicht mehr auf die Geschichte. Außerdem hätte nicht mal die beste Kurzhaarperücke die Aufgaben überstanden, die ich als Pilgerin absolviere: reiten, rennen, flüchten, ins Wasser fallen.

Wollen Sie die Haare denn wieder wachsen lassen?
Preuß Ein bisschen sind sie schon wieder gewachsen, aber ich schaue mal, welche Rolle als nächstes auf mich zukommt. Vielleicht muss ich dafür ja Glatze tragen.

Würden Sie sich denn für eine Rolle tatsächlich kahl rasieren?
Preuß Ich bin eine Darstellerin und eigne mir die Rolle auch äußerlich gerne an. Für eine gute Rolle würde ich mir sogar eine Glatze rasieren lassen – aber nicht für irgendeine Vorabendserie.

Die Geschichte der Pilgerin spielt im Mittelalter. Wie wäre es gewesen, damals als Frau zu leben und nicht heute?
Preuß Ich glaube, da wäre ich mit meinen roten Haaren nicht besonders alt geworden. (lacht) Jeder der im Mittelalter älter als 30 war, war steinalt. Ich hätte in dieser Zeit nicht gut gelebt und mich schon früher verabschieden müssen.

Es scheint, mit dem Thema Mittelalter kann man viele Zuschauer locken. Sowohl Bücher, die in dieser Zeit spielen, als auch Verfilmungen laufen sehr gut. Worin besteht die Attraktivität?
Preuß Keiner weiß, wie es damals wirklich war. Wir können niemanden anrufen und uns erzählen lassen, wie es gewesen ist. Ich glaube, das macht den Reiz aus: Man kann alles daraus machen.

Die Vorlage für den Film ist der gleichnamige Roman von Iny Lorentz. Haben Sie das Buch gelesen?
Preuß Nein. Ich habe mir bei Literaturverfilmungen abgewöhnt, das Original zu lesen. Es würden sich zu viele Fragen stellen: Warum wird eine Figur weggelassen, warum ein Plot nicht erzählt. Das Drehbuch ist unsere Bibel.

Mit von der Partie sind bei "Die Pilgerin" mehrere Darsteller und der Regisseur von "Unsere Mütter, unsere Väter". Glauben Sie, dass "Die Pilgerin" an den Erfolg anknüpfen kann?
Preuß Das weiß man vorher nie. Vielleicht sind es andere Zuschauer als bei "Unsere Mütter, unsere Väter". Für mich ist wichtig, dass meine Eltern sich den Film ansehen. Ich mache Filme, damit sie gesehen werden – aber ich spiele egal ob für zwei oder für 20. Dieses ganze Quotengelaber geht mir auf den Keks.

Warum glauben Sie, war "Unsere Mütter, unsere Väter" so erfolgreich?
Preuß Das war ein Fernseh-Ereignis. Ein qualitativ unglaublich hochwertiger Film. Der Grund für mich, "Die Pilgerin" zu machen war, dass Philipp Kadelbach auch hier die Regie führt und ich unbedingt mit diesem Mann arbeiten wollte.

Wie war es denn, mit ihm zu drehen?
Preuß Sehr toll. Er ist ein Freak, und das meine ich sehr positiv. Er ist einer der letzten Rebellen, der sein Ding durchzieht und mit den Schauspielern in einer sehr emotionalen Weise zusammenarbeitet. Er hat genau die richtige Balance zwischen Führen und Vertrauen 

In "Die Pilgerin" machen Sie sich auf den Weg nach Santiago de Compostela. Käme es für Sie infrage, privat auf dem Jakobsweg zu pilgern?
Preuß Auf gar keinen Fall. Ich bin der lauffaulste Mensch der Welt.

Sie sind eine der wenigen großen deutschen Nachwuchsschauspielerinnen. Was hilft einem letztlich weiter, den Durchbruch zu schaffen – ein Kinofilm wie "Türkisch für Anfänger" oder eine TV-Produktion wie "Das Adlon"?
Preuß Alles hat seine Berechtigung, solange es angenommen wird. Wenn man im Kino über eine Million erreicht, ist es ein Riesenhit, eine Million im Fernsehen ist nichts. Ich möchte so unterschiedliche Rollen spielen wie möglich. Ich hätte auch in der Schublade Teenie-Komödie bleiben können, aber ich bekomme jetzt so großartige Angebote wie "Adlon" oder "Die Pilgerin".

Sie haben den Sprung ins erwachsene Fach geschafft. Wie ist das gelungen?
Preuß Ich hatte Leute, die an mich geglaubt haben. Zum Beispiel Oliver Berben. Er ist ein hohes Risiko eingegangen, mich für "Adlon" zu besetzen. Es sind solche Leute, die den Mut aufbringen, auch mal gegen den Typ zu besetzen.

Sie waren gestern im Leipziger "Tatort" an der Seite von Simone Thomalla zu sehen. Wie war das?
Preuß Ganz toll. Die Frau ist Zucker. Da kann ich mir echt noch ne Scheibe abschneiden. Sie sorgt dafür, dass gute Stimmung ist.

Soll der "Tatort" eine einmalige Sache sein?
Preuß Ich weiß noch nicht.

Wären Sie denn dazu bereit?
Preuß Das weiß ich auch noch nicht.

Es gibt ja immer wieder Gerüchte, dass Sie bald heiraten könnten.
Preuß Wen denn heute?

Sagen Sie es mir!
Preuß Die Gerüchte mit Vladimir Burlakov haben wir aufgeklärt! Da hatten wir uns einen Spaß erlaubt. Obwohl: Meine Mutter hatte sich schon auf einen Russen in der Familie gefreut. Man muss das alles mit Humor nehmen.

Möchten Sie eines Tages den Sprung nach Hollywood schaffen?
Preuß Nein. Solange wir so tolle Geschichten zu erzählen haben und die Qualität des deutschen Fernsehens weiter besser wird wie jetzt mit "Unsere Mütter, unsere Väter" fühle ich mich hier sehr wohl. Ich mag unsere deutsche Sprache, hier sind meine Eltern und hier will ich die Menschen unterhalten.

Leslie Brook führte das Gespräch
Quelle: RP

Ich stehe nicht auf graue Maus! (Bild)

BILD trifft die schöne Josefine Preuß: Ich stehe nicht auf graue Maus! 
Von M. Schacht

Sie misst nur 1,52 Meter, doch im deutschen Fernsehen ist sie riesig im Geschäft!
Mittwoch sahen sie Millionen „Tatort“-Fans als Halbschwester von TV-Ermittlerin Simone Thomalla (48).

Preuß zu BILD: „Das passte wie Arsch auf Eimer. Als Simone und ich nebeneinander standen, haben wir wirklich gedacht, dass wir Schwestern sein könnten.“ Sonntag und Montag ist sie gleich wieder groß im TV: Preuß spielt die Hauptrolle im ZDF-Zweiteiler „Die Pilgerin“ (20.15 Uhr). Wer ist die XXS-Rothaarige mit der XXL-Energie?

Preuß ist Tochter eines Oberkriminalrats und einer Geschichtslehrerin, lebte mit ihren Eltern und der älteren Schwester in Potsdam.
Mit 14 Jahren stand sie zum ersten Mal vor der Kamera – für die Kika-Serie „Schloss Einstein“. Mit 20 der Durchbruch in der Serie „Türkisch für Anfänger“ (ARD) – Marke: „freche Göre“. Ihr Rollenverständnis? Preuß: „Die Abgründe machen immer am meisten Spaß. Kleine, graue Mäuse sind gar nicht mein Fall.

Offenbar ebenso wenig wie leidende Kerle ... „Wer einmal einen kranken Mann zu Hause hatte, weiß, wovon ich spreche.“ Sagt die Mini-Frau, die sogar Maxi-Schränke allein aufbaut. Seit der Trennung von Schauspielkollege Vinzenz Kiefer (34) vor drei Jahren gilt Preuß übrigens als Single. Offiziell gibt es zurzeit nur einen Mann in ihrem Leben – ihren Vater.

Preuß über ihre Pläne im neuen Jahr: „Ich mache Urlaub auf Kuba mit meinem Papa. Wir machen das seit acht Jahren immer im Januar!“ Hat der‘s gut ...

Quelle: Bild